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Bildungscontrolling im E-Learning Erfolgreiche Strategien und Erfahrungen jenseits des ROI

  • Erscheinungsdatum: 05.12.2005
  • Verlag: Springer-Verlag
eBook (PDF)
82,99 €
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Bildungscontrolling im E-Learning

Wer den Inhalt des Begriffs 'Berufsbildung' über einen längeren Zeitraum verfolgt, kann fasziniert beobachten, wie sich die Anforderungen der Wi- schaft immer stärker durchsetzen. Bildung erscheint als ein Relikt der 50er Jahre, einer Zeit, in der man es sich noch leisten konnte, auf 'Philo- phien' des vergangenen Jahrhunderts zurückzugreifen. Einmal beschritten, scheint der Weg von Bildung über Qualifikationen, Qualifikationsanfor- rungen, zur Performance unumkehrbar. Denn nur mit einer eindeutigen - xierung der Berufsbildung auf Umsatz und Ertrag können Unternehmen und Beschäftigte in Zeiten weltweiter Konkurrenz bestehen. E-Learning hat diese Entwicklung weiter gefördert. Die Unterstützung von Bildungsprozessen durch Technologien wurde vorangetrieben durch die Hoffnung, Kosten zu sparen, Lernzeiten zu reduzieren und Bildungs- halte jederzeit und ganz genau an die Anforderungen der Unternehmen - zupassen. Bei den dafür erforderlichen hohen Investitionen in Hard- und Software liegt es nahe, die Wirtschaftlichkeit dieser Investitionen mit den gleichen Rechnungen nachzuweisen, die auch für den Nachweis der Wi- schaftlichkeit anderer Investitionen eingesetzt werden. Und damit sind wir beim Thema dieses Buches. Dr. Ulf-Daniel Ehlers hat sich nach dem Studium der Sozialwissenschaften, Anglistik und Pädagogik an der Universität Bielefeld seit mehreren Jahren auf den Bereich der Qualitäts- und Evaluationsforschung im E-Learning spezialisiert. Er ist derzeit an der Universität Duisburg-Essen tätig, wo er ein europäisches Forschungskonsortium zur Qualitätsforschung im E-Learning leitet. Seine interdisziplinäre Erfahrung, die er auch Consultant in vielfältigen wissenschaftlichen und kommerziellen E-Learning- und E-Businessprojekten gesammelt hat, bilden die Basis für seine Vision von qualitätsgesteuerten E-Learning-Services. Seine Promotion, in der er zusammen mit mehreren internationalen Unternehmen lernerorientierte Qualitätsstrategien erforschte, legt einen empirischen Grundstein lernerorientierter Qualitätsentwicklung. Als Dozent lehrte er seit 1999 an der Universität Bielefeld, Magdeburg und Duisburg-Essen, wo er an vielfältigen Forschungsaktivitäten, empirischen Studien, Evaluationsvorhaben sowie Projekten zur Qualitätsentwicklung im Bereich E-Learning und Wissensmanagement beteiligt ist. Dr. Peter Schenkel Projektleiter im Bundesinstitut für Berufsbildung, Bonn, seit 1977 mit den Arbeitsgebieten: Kaufmännische Erstausbildung, Weiterbildung, Stabsleiter der Pilotprojekte des BMBF 'Nutzung des weltweit verfügbaren Wissens für Aus- und Weiterbildung und Innovationsprozesse'. Früherkennung von Qualifikationen zum eLearning, wissenschaftliche Begleitung von Modellversuchen, Vorbereitung von Kongressen und Workshops. Mitglied der Task Force 'MUltimedia Educational Software' der EU, Evaluator von Projekten ind verschiedenen EU Programmen wie Socrates, Leonardo, Telematics Application, Mitherausgeber der Reihe 'Multimediales Lernen in der Berufsbildung', Herausgeber und Verfasser von Büchern zur Evaluation und zum Design von eLearning. Seit 2004 Beratung von Projekten zum eLearning und zur Evaluation.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 342
    Erscheinungsdatum: 05.12.2005
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783540270584
    Verlag: Springer-Verlag
    Größe: 2924 kBytes
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Bildungscontrolling im E-Learning

1. Bildungscontrolling im E-Learning – Eine Einführung (S. 1-2)

Ulf-Daniel Ehlers und Peter Schenkel
1.1 Alter Wein in neuen Schläuchen?

In allen Unternehmen wird über die Zukunft des E-Learnings der Beitrag zum betrieblichen Erfolg entscheiden. Aber auch im Bereich der öffentlich finanzierten Bildung und in der Verwaltung werden E-Learning-Angebote zunehmend daran bewertet, ob sie die jeweilige Zielstellung vor dem Hintergrund knapper werdender Budgets effizient unterstützen. Immer wenn über Kürzungen der Bildungsbudgets diskutiert wird, kommt die Frage nach dem Bildungscontrolling auf den Plan. Insgesamt entscheidet sich der Einsatz von E-Learning damit immer mehr an der Frage der Effizienz (werden die Dinge richtig getan?) und Effektivität (werden die richtigen Dinge getan? (vgl. Hertig 1996, S. 107).

Die Debatte ist nicht neu und wurde bereits zu Beginn der 90er Jahre einmal intensiv geführt. Aus der Zeit rühren auch vielzählige Konzeptionen und Diskussionsbeiträge. Kailer (1996, S. 233) spricht gar von einem "Theorieboom" im Bereich des Bildungscontrollings. Trotz der vielen Arbeiten kann allerdings auch heute noch nicht konstatiert werden, dass sich eine Hauptrichtung ausgebildet hätte, die in der Praxis relevanten Niederschlag gefunden hat. Neu ist lediglich, dass sich die Debatte um Bildungscontrolling immer mehr mit E-Learning verbindet. Dies hat drei Gründe: 1. Es wurde immer wieder versprochen, dass E-Learning bessere Qualität für mehr Lerner bei geringeren Kosten ermöglichen würde – ein Versprechen, welches nach und nach zurückgenommen werden muss.

2. Zum zweiten findet E-Learning natürlichen Eingang in immer mehr Aus- und Weiterbildungsprozesse und ist in irgendeiner Weise – ob in Hybriden- oder Selbstlernkonzepten – zunehmend auf dem Vormarsch.

3. Drittens führt die zunehmende Bedeutung von Aus- und insbesondere begleitender Weiterbildung in Unternehmenskontexten, in denen Wissen in vielen Branchen mittlerweile über einen Stellenwert verfügt, der dem klassischer Produktionsfaktoren gleich kommt, dazu, dass Weiterbildung und auch Informationsmanagement keine "nice-to-haves" mehr sind, sondern zentrale, über den Unternehmenserfolg (branchenunterschiedlich) entscheidende, Faktoren. In diese muss verstärkt investiert werden und diese werden daher auch verstärkt in unternehmerische Controllingaktivitäten eingebunden.

1.2 Bildungscontrolling als vielschichtiges Konzept

Ein Versuch, eine Definition für den Begriff Bildungscontrolling zu finden macht deutlich, dass es einerseits zwar vielfältige Meinungen und Ansätze gibt, in der Debatte jedoch auch Bündelungen und Trends zu erkennen sind. Bötel und Krekel (1999, S. 5) weisen darauf hin, dass Bildungscontrolling "[...] die Aufgabe der Planung und Steuerung der betrieblichen Weiterbildungsprozesse sowie die Optimierung der Effektivität und Effizienz" übernimmt, dessen Maßnahmen nach Thom und Zaugg (2000, S. 33) darauf ausgerichtet sind "die Zweckmäßigkeit von Investitionen in die [...] Weiterbildung aufzeigen [und, d. Autoren] die Bildungsinvestitionen zu optimieren."

Dabei strebt Bildungscontrolling nach Gnahs und Krekel (1999, S. 33) als ein "[...] ganzheitliches Konzept [..] eine integrierte und systematische Rückkoppelung zwischen Planung, Analyse und Kontrolle an." Auch Weiss (1996, S. 144) betont die umfassende Ausrichtung des Bildungscontrollings und weist darauf hin, dass es als "Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsystem [...] im Prinzip alle relevanten Entscheidungsfelder der Weiterbildung [erfasst,

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