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Der freche Vogel fängt den Wurm 7 überraschende Führungsprinzipien für mutige Manager von Schuster, Klaus (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.09.2010
  • Verlag: Redline Verlag
eBook (ePUB)
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Der freche Vogel fängt den Wurm

Wer hätte gedacht, dass man mit Laissez-faire, Lästigkeit oder schlechtem Benehmen mehr erreicht als mit herkömmlichen Managementprinzipien? Und dass Die-Sau-rauslassen, Es-sichleicht-machen oder Den-Vorstand-vergessen sich durchaus positiv auf die eigene Karriere auswirken können? Klaus Schuster war Vorstand einer internationalen Bankengruppe, hat mit seinem Team die Volksbank in Serbien aufgebaut und als Troubleshooter des Topmanagements die Volksbank Slowenien reorganisiert. Heute leitet er sein Beratungsunternehmen, coacht junge Führungskräfte und ist Mitglied des Vorstands der slowenischen Managervereinigung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 20.09.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864141942
    Verlag: Redline Verlag
    Größe: 2142 kBytes
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Der freche Vogel fängt den Wurm

2. Vergiss den Vorstand!

© Dirk Meissner





"Mein Volk,

deine Führer führen dich in die Irre."

Jesaja 3, 12

Hin und wieder muss man den Chef vor sich selbst schützen

Haben Sie einen Chef? Sicher haben Sie einen. Sogar Vorstände haben einen (den Aufsichtsrat oder den Eigentümer). Frage: Haben Sie Ihren Vorgesetzten jemals ignoriert? Für gestandene Manager und Managerinnen ist das keine Frage. Jeder kann sie bejahen. Das machen wir doch alle manchmal! Warum nur manchmal?

Was sich "normale" Menschen nur ausnahmsweise trauen, machen Supermanager regelmäßig.

Was? Aber das ist doch Insubordination! Ein Grund für fristlose Kündigung! Moment mal, Sie haben nicht genau genug gelesen: Supermanager ignorieren Vorgesetzte regelmäßig . Das heißt, nicht pausenlos, sondern einer Regel folgend. Und diese Erfolgsregel lautet:

Drittes Trau-dich!

Trauen Sie sich, Ihren Chef zu ignorieren, wenn er wünscht, was nicht gut für ihn ist.

Erinnern Sie sich an Gerhard, den mit Erfolg gekrönten Bankmanager, den ich im Vorwort erwähnte? Sein Vorstand hatte ihn angewiesen, voll und ganz in US-Hypothekenpapiere zu investieren. Gerhard "überhörte" diese Aufforderung aber schlichtweg, weil: "Ich konnte mir nicht vorstellen, dass uns der Vorstand in ein hoch riskantes Abenteuer stürzen wollte. Er wünschte zwar den Einstieg in den US-Hypothekenmarkt, doch im Grunde ging es ihm um den Gewinn. Also verschaffte ich ihm diesen – ohne das exorbitante Risiko einzugehen, das er vielleicht falsch eingeschätzt hatte." Donnerwetter, der Mann traut sich aber was! Genau genommen traut er sich zwei recht unterschiedliche Dinge. Erstens riskiert er es, seinen Vorstand zu "überhören". Und zweitens wagt er Folgendes:

Viertes Trau-dich!

Trauen Sie sich, Ihrem eigenen Urteil zu vertrauen! Auch und gerade gegen das Wort der Mächtigen, der Experten, der Respektierten.

Diese beiden Trau-dichs! haben Gerhard mitten in der Wirtschaftskrise zum King of the Hill, zum Superbankmanager gemacht – und machen ihn noch immer dazu. Ich kenne jede Menge Manager, die ihm am liebsten nachgeeifert hätten: "Ich wollte damals auch nicht alles auf eine Karte setzen und ausschließlich in US-Hypothekenpapieren anlegen!" Wenn ich diese Manager dann frage, warum sie trotzdem nicht die Finger davon ließen, antworten viele dasselbe. Sicher ahnen Sie es schon: "Ich habe mich nicht getraut!" Sie haben sich weder getraut, ihren Vorstand nicht wörtlich zu nehmen, noch haben sie es gewagt, auf ihr eigenes Urteil zu vertrauen. Sind Manager mit Millionengehalt und satten Boni denn so feige?

Sind Manager feige?

Ich weiß, dass Manager in der Öffentlichkeit als Sinnbilder für mangelnde Moral, für Gier und für Feigheit gelten. Ich lese ja auch die Zeitung! Und mich ärgert dieses Fehlurteil maßlos, denn:

Manager sind nicht feige!

Feigheit oder Mut haben mit diesem Problem gar nichts zu tun. Es geht vielmehr um die ungeschriebenen Gesetze des Managements. Und ein ehernes Gesetz, das viele befolgen, lautet:

Lieber mit der Masse irren, als allein recht zu haben.

Sie können sich katastrophal irren (zum Beispiel indem Sie Lehman-Zertifikate kaufen), doch es passiert Ihnen nichts, solange alle anderen sich gleichfalls irren (und den Schrott ebenfalls kaufen). Doch wenn Sie allein recht behalten, kriegen Sie Probleme!

Den besten Beweis dafür lieferte der Bankensektor in der letzten Wirtschaftskrise: Jene Banker,

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