text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Die spinnen, die Jungen! Eine Gebrauchsanweisung für die Generation Y von Burkhart, Steffi (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.03.2016
  • Verlag: GABAL
eBook (ePUB)
20,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Die spinnen, die Jungen!

Respektlos, verwöhnt, faul oder neugierig, fordernd, flexibel. Die Meinungen über die Generation Y klaffen weit auseinander. Wie ticken Sie aber wirklich die Jungen, die nächste Generation, unsere Zukunft? Steffi Burkhart ist das 'Gesicht der Generation Y' (MDR) und ihr Sprachrohr. Mit diesem Buch räumt sie mit stereotypen Vorurteilen auf, die Medien kolportieren. Sie liefert ein wissenschaftlich untermauertes, lebendiges Plädoyer dafür, die Generation Y nicht mit flapsiger Handbewegung vom Tisch zu wischen. Dazu ist die Diskussion zu weitreichend. Sie betrifft den gesamten Wandel der Arbeitswelt und dabei nimmt die Gen Y die Rolle eines Vorreiters ein: Sie hinterfragt bestehende Erfolgsmuster von Arbeit und Führung, bringt das Baby Internet zum Laufen, baut sich eine digitale Realität auf und überträgt die dortigen Spielregeln in die analoge Arbeitswelt, sie denkt mehr im Wir als im Ich, lebt vielfältigere Lebensläufe und lernt schon recht früh, mit der wachsenden Komplexität zurechtzukommen. Steffi hilft Führungskräften und Personalern mit konkreten To-dos und Reflexionsfragen und ermöglicht ein Mitdiskutieren auf der Webseite zum Buch. Ein Must-read für alle Führungskräfte und solche, die es mal werden wollen.

Dr. Steffi Burkhart ist Jahrgang 1985 und versteht sich als Sprachrohr der Generation Y. Sie bloggt, schreibt E-Books und Beiträge in Magazinen, spricht auf großen Bühnen, in Podiumsdiskussionen und im TV. Sie ist inhaltlicher Kopf der GEDANKENtanken Akademie, war Vorstandsmitglied der German Speakers Association, Dozentin der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft und sucht aktuell nach neuen Herausforderungen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 280
    Erscheinungsdatum: 04.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956233364
    Verlag: GABAL
    Größe: 4466 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Die spinnen, die Jungen!

3. Beobachtung:
Viele Eltern und Großeltern verstehen die Lebensläufe ihrer Kinder bzw. Enkel nicht mehr.

Die unter der "2. Beobachtung" beschriebene Entwicklung führt gleichzeitig dazu, dass viele Eltern und Großeltern Lebens- und Berufswege ihrer Kinder beziehungsweise Enkel nicht mehr verstehen. Ein süßes Beispiel hierzu ist der Videoclip der Innovations-Agentur Dark Horse, in dem eine 100-jährige Oma den Job ihres Enkelsohns erklärt: "Da hat er zusammen mit anderen eine Firma gegründet. Die beraten Firmen. Große Firmen und auch kleine Firmen, die Schwierigkeiten mit dem Absatz haben. Da denke ich mir, dass er eben hingeht und sagt 'Brauchen Sie Beratung?'. Oder wir schauen in die Zeitung auf Annoncen und sehen, wer da vielleicht irgendwas sucht, der so etwas brauchen kann. Und dann melden wir uns. Die Erfahrungen, die wir gemacht haben, sind sehr gut. Das wird sehr viel angenommen, weil die Menschen, viele, können ihren Betrieb nicht so leiten, wie er geleitet werden müsste. Und ihre Waren nicht so anpreisen, wie es sein müsste." 45

Auch meine Mama tut sich des Öfteren schwer damit, zu erklären, was wir Kinder denn jetzt genau machen. Berufe werden immer vielfältiger und oftmals auch digital. Und auch die Lebensstile verändern sich. So war mein Papa noch vor einigen Jahren leicht schockiert, als meine Schwester und ich ihm erzählten, wir wollen uns später mal eine Nanny finanzieren, die bei der Kinderbetreuung hilft, damit wir wieder frühzeitig in den Job zurückkehren können. Und wenn ich heute davon erzähle, was meine Pläne für die nächsten ein, zwei, drei Jahre sind, hören meine Eltern gespannt zu und kommentieren: "Das wäre bei uns früher so nie möglich gewesen. Aber mach du mal!"

4. Beobachtung:
Wir (er-)leben die Arbeitswelt viel globaler.

Einen starken Einfluss auf die Arbeitswelt nachrückender Generationen hat die Globalisierung: sowohl in Bezug auf Zu- und Abwanderung von Menschen als auch auf die digitale weltweite Vernetzung. Laut dem Trendkompendium 2030 von Roland Berger leben aktuell drei Prozent der Weltbevölkerung außerhalb ihrer Heimatländer. 46 Tendenz steigend. Deutlich höher liegt die Zahl der digitalen Vernetzung. Im Jahr 2014 waren weltweit knapp drei Milliarden Menschen online. 47

Vor ein paar Wochen habe ich beispielsweise ein kleines E-Book gemeinsam mit einer Bekannten aus Budapest geschrieben. Wir haben uns übers Netz kennengelernt und nur einmal in Köln getroffen. Kommuniziert haben wir über Skype, WhatsApp und Facebook. Geschrieben in GoogleDrive. Und mein aktueller Web-Grafiker ist in Deutschland geboren und reist aus Jobgründen viel im Ausland umher. Vor einer Woche habe ich mit ihm zwischen Island und Deutschland via Skype kommuniziert. Diese Woche ist er in Asien unterwegs. Und auch Laura, die mich beim Schreiben dieses Buches sehr unterstützt hat, habe ich bisher nur zwei Mal - und dann auch nur kurz - live gesehen.

Eine hohe Migrationsrate junger qualifizierter Menschen verzeichnen aktuell die südlichen Länder Europas wie Spanien, Griechenland und Portugal. Darüber hinaus ist aber auch die Abwanderungsrate hochqualifizierter Deutscher recht hoch. Und während Deutschland aktuell noch das beliebteste nichtenglischsprachige Gastgeberland für Studenten ist, ziehen viele nach ihrem Abschluss weiter. Das heißt: Wir sind schlecht darin, ausländischen Absolventen langfristig gute Jobmöglichkeiten zu bieten. Und genau hierbei verlieren wir unfassbar viel teuer geschultes Potenzial. In Fachkreisen spricht man hierbei von Brain Drain . Dabei könnten wir aufgrund unserer schrumpfenden Bevölkerungssituation qualifizierte Menschen sehr gut gebrauchen. Sowohl um das wachsende Demografieloch zu stopfen als auch, um dem Fachkräftemangel entgegenwirken zu können. So manche Initiativen hat die Politik in den vergangenen Jahren ja bereits organisie

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen