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Ingenieure an die Schalthebel Mit den Fähigkeiten der 'Komplexkönner' zu unternehmerischen Spitzenleistungen. Mit Praxisbeispielen erfolgreicher Führungsarbeit von Zeichen, Gerfried (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.08.2014
  • Verlag: Linde Verlag Wien Gesellschaft m.b.H.
eBook (PDF)
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Ingenieure an die Schalthebel

Mit Technik zum Erfolg Ein Ingenieur als Führungskraft? Detailverliebtheit, geringes kaufmännisches Verständnis oder mangelnde Sozialkompetenz sind nur einige der Vorurteile, aufgrund derer Ingenieure bei der Besetzung von Top-Positionen oft übergangen werden. Dabei qualifiziert gerade eine technische Ausbildung auch für hervorragende Unternehmensführung, besonders bei schwierigen Umfeldbedingungen. Denn Ingenieure arbeiten analytisch und können mit Komplexität, Unsicherheit und Zielkonflikten umgehen. "Ingenieure an die Schalthebel" bietet anhand spannender Praxisfälle neue Impulse und Perspektiven für Führungsarbeit durch den Einsatz von Ingenieurswissen und technischer Methodik. Zum Interview mit Herrn Prof. Zeichen
Auszeichnung Der Rat für Forschung und Technologie für Oberösterreich prämierte Herrn Gerfried Zeichen zum . Er wurde damit für seine langjährige Tätigkeit im Bereich der industriellen Grundlagenforschung und seine Verdienste für die Forschungslandschaft Oberösterreich geehrt. Gerfried Zeichen ist emeritierter Universitätsprofessor an der TU Wien und Berater in der industriellen Grundlagenforschung sowie Autor. Zahlreiche Führungspositionen in der Industrie, u.a. Carl Zeiss AG und Steyr-Daimler-Puch AG (heute Magna).

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 26.08.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783709405062
    Verlag: Linde Verlag Wien Gesellschaft m.b.H.
    Größe: 1613 kBytes
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Ingenieure an die Schalthebel

Einleitung

Die Anzahl der fachlich ausgezeichneten Führungstalente ist regional und global im Verhältnis zur zunehmenden Anzahl mehrdimensionaler Führungsaufgaben deutlich zu gering. Deshalb wirken an den Schalthebeln manche untalentierten Stellwerker, was zu einem Teufelskreis von Missmanagement führen kann. Diese gefährliche Aussicht ist einer der Gründe, warum ich die Führungspotenziale komplexitätsgeschulter Ingenieure mobilisieren will. Schon unter geordneten Rahmenbedingungen verlangt das unternehmerische Führen an den Schalthebeln viele unterschiedliche Fähigkeiten sowie hohen persönlichen Einsatz. Doch die turbulenten Umstände der Gegenwart fordern noch mehr: Es geht darum, schwer fassbare Einflussfaktoren und ihre gegenseitigen Abhängigkeiten richtig und rechtzeitig zu berücksichtigen. Damit umfasst Führen eine mehrdimensionale Verantwortung, denn es bedeutet, dass umfangreiche Komplexitäten verstanden und dafür Lösungen gefunden werden müssen.

Immer neue technologische Möglichkeiten zur Gestaltung der Zukunft eröffnen zwar Chancen für positive Entwicklungen, aber damit gehen auch gigantische Risiken einher, etwa durch den beinharten Wettbewerb oder gefährliche Bedrohungen wie Umweltkatastrophen durch Tiefseebohrungen, die Zerstörung von Lebensraum durch Probleme bei Atomkraftwerken und totale persönliche Überwachung. Im Internet verbreitet sich wertvolles Wissen mit riesiger Geschwindigkeit, aber auch zerstörende Kräfte können das weltweite Netz für ihre Zwecke nutzen. Führen bedeutet heute also das Navigieren durch ein Dickicht aus technischen und menschlichen Fehlbarkeiten. Deshalb bräuchten Führungskräfte eigentlich ein enormes Wissen und die Fähigkeiten, es auch umzusetzen. Weiter wäre ein möglichst weites Vorausdenken nötig, um die Interessen der jeweils nächsten Generation nicht außer Acht zu lassen.

Diese Anforderungen sind mit der bisherigen "Berufung zur Führungsarbeit" allein nicht zu erfüllen. Führen ist zu einer harten, meist kämpferischen Arbeit geworden, die dem Einzelnen zudem manchmal einen überdurchschnittlich hohen Zeiteinsatz abringt. Dafür dringend gebraucht werden besondere Fähigkeiten in Bezug auf das Verstehen und Lösen vielschichtiger Probleme, es geht also um "Komplexkönnen", wie es an guten Ingenieurschulen erlernt wird, gepaart mit der Bereitschaft, nach vorne zu schauen und zu gehen. Besonders komplex gestaltet sich das Führen in Industriebetrieben mit globalen Herausforderungen und unterschiedlichen Standortfaktoren. Hier müssen sehr unterschiedliche Teammitglieder zu einer wettbewerbsfähigen Spitzenleistung gebracht und dabei hohe gesellschaftliche Erwartungen erfüllt werden.

Analysen von Praxisfällen mit Ingenieuren an den Schalthebeln von Industriebetrieben machen den zweiten Teil dieses Buches aus. Sie sollen dazu ermutigen, dass Ingenieure Führungsarbeit übernehmen und sie ihnen zugetraut wird. Weitblickende Führung bedeutet Mehrdimensionalität plus Nachhaltigkeit im weitesten Sinn, denn teure Investitionen im Industriebetrieb müssen möglichst schnell amortisiert werden, aber dennoch lang anhaltend, sozialverträglich und ressourcenschonend wirken. Welche Folgen kurzsichtige Führung haben kann, zeigen beispielsweise die Zusammenbrüche von AEG, General Motors, Karmann, Kodak, Opel oder Quelle, aber auch die Zustände zum Beispiel in den nach Asien ausgelagerten Elektronikfertigungen für Apple und in mehreren Textilfertigungen in Bangladesch sowie leider auch mehrere große Korruptionsfälle.

Warum ich mich motiviert und berechtigt fühle, über die Mehrdimensionalit

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