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Kommunales Facility Management. Entwicklung, Konzeption und Chancen für die Gebäudewirtschaft der Stadt Ronnenberg von Bohn, Dieter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.10.2006
  • Verlag: GRIN Verlag
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Kommunales Facility Management. Entwicklung, Konzeption und Chancen für die Gebäudewirtschaft der Stadt Ronnenberg

Diplomarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation, Note: 2,0, Hochschule Osnabrück, 47 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die aktuelle finanzielle Lage der Kommunen ist trotz strikter Sparmaßnahmen mehrheitlich von einer ansteigenden Verschuldung geprägt. Vermeintliche 'Einsparungen' im Bereich der Gebäudeinstandhaltung haben in der Vergangenheit dazu geführt, dass erforderliche Instandhaltungsaufgaben an öffentlichen Immobilien nicht bzw. nicht im erforderlichen Umfang durchgeführt wurden. Da die mögliche Umsetzung von Ansätzen des Facility Managements einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung dieser Situation, zur langfristigen Kostenreduzierung und zur Sicherung des Immobilenvermögens liefern kann, wird dieses Thema in den nächsten Jahren vermehr in den Kommunen diskutiert werden. Die vorgelegte Arbeit zeigt nach einer Beschreibung des Facility Management Ansatzes die Entwicklung mögliche Optimierungspotentiale und Chancen für eine zukünftige Konzeption der Gebäudewirtschaft der Stadt Ronnenberg auf um die Bewirtschaftung der im Bestand befindlichen Gebäude und deren Dienste zu optimieren. In der Arbeit wird zunächst anhand wissenschaftlicher Fachliteratur die Notwendigkeit und die Problemstellung für ein umfassendes Facility Management systematische aufgezeigt. Im Anschluss werden die Grundsätze des Facility Managements mit den derzeitigen kommunalen Reformansätzen verknüpft und die Nutzenpotentiale am Beispiel der Stadt Ronnenberg aufgezeigt. Facility Management wird im Rahmen der Arbeit als ganzheitlicher, strategischer Rahmen für koordinierte Programme um Gebäude, ihre Systeme und Inhalte angesehen welcher durch die drei Grundsätze Ganzheitlichkeit, Lebenszyklus und Transparenz geprägt wird. Ziel ist es hierbei die Funktionen der Gebäude sowie die Verfügbarkeit bestimmter Dienste für eine optimale Umsetzung des Kerngeschäftes sicherzustellen. Die Arbeit zeigt auch die notwendigen Schritte der Implementierung des Facility Managements in der Stadt Ronnenberg und die sich für den gesamten Reformprozess ergebenen Synergien, Verknüpfungen und Potentiale. Hierbei wird auf mögliche organisatorische Modelle, auf pragmatische Rechtsformen, Wissensmanagement, Kostenrechnung, Controlling, Prozessoptimierung eingegangen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 90
    Erscheinungsdatum: 09.10.2006
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783638553049
    Verlag: GRIN Verlag
    Serie: Akademische Schriftenreihe Bd.V61964
    Größe: 1304kBytes
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Kommunales Facility Management. Entwicklung, Konzeption und Chancen für die Gebäudewirtschaft der Stadt Ronnenberg

4 Chancen und Optimierungsstrategien

Durch die organisatorische Veränderung, dem Führungswechsel und der thematischen Auseinandersetzung mit dem Thema FM in der Stadtverwaltung Ronnenberg ergibt sich die Chance, die Betriebs- bzw. Lebenszykluskosten der Gebäude zu senken und die Qualität der Leistungen zu steigern.

Bisherige wirtschaftliche Verbesserungen von Teilleistungen haben sich, wie in vielen anderen Verwaltungen auch, nicht aus zielgerichteten transparenten Verbesserungsprozessen ergeben, sondern wurden punktuell aus fachlichen Erkenntnissen heraus erzielt. [89]

Bezogen auf die Stadt Ronnenberg werden die folgenden Handlungsfelder als primär eingestuft und ergeben somit die strategischen Optimierungspunkte.

4.1 Organisationsentscheidung

Ehe eine Diskussion über die Ausgestaltung der Optimierung der kommunalen Gebäudewirtschaft geführt werden kann, ist eine Grundentscheidung über die Organisationsvariante nötig, um Klarheit über das Verhältnis zwischen dem Nutzer und dem Eigentümer zu erhalten. [90]

Die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) hat in einem Bericht zwei Grundtypen für die Organisation herausgearbeitet und diese durch eine Mischform ergänzt. Die nachfolgend skizzierten Modelle sind somit als Grundlage für die Reorganisation der Gebäudewirtschaft anzusehen. [91]

4.1.1 Eigentümer-Modell

Beim Eigentümer-Modell tragen die raumnutzenden Organisationen dezentral selber die Verantwortung für die Bereitstellung, Bewirtschaftung und Unterhaltung für die Gebäude und übernehmen die Eigentümerfunktion. [92]

Durch die dezentrale Verantwortung wird den nutzenden Organisationseinheiten ein hohes Maß an Entscheidungsfreiheit gewährt. Dennoch müssen grundsätzliche Ziele und Maßgaben der Verwaltungsführung erfüllt werden. Vorteil für die raumnutzenden Einheiten bei diesem Modell ist, dass ihre Raumanforderungen ohne das Einschalten anderer Fachbereiche realisiert werden kann. Dieser Vorteil könnte sich jedoch aus gesamtstädtischer Sicht auch als negativ erweisen . [93]

Als weitere Vorteile des Modells können die erhöhte Flexibilität durch kurze Wege, steigende Eigenverantwortung und hohe Motivation der zuständigen Mitarbeiter sowie die optimierte Mittelverwendung aus Nutzersicht genannt werden. [94]

Für die Bewirtschaftung von Gebäuden ist ein spezielles Know-how erforderlich, das in der Regel in den Fachbereichen nicht vorhanden ist und sich als größter Nachteil darstellt. Außerdem können beim Eigentümermodell keine Größeneffekte beim Einkauf von Leistungen erzielt werden. Gesamtkommunale Interessen im Hinblick auf Gebäude sind schwer umsetzbar, da die Verantwortung bei den Fachbereichen liegt. [95]

4.1.2 Mieter-Vermieter-Modell

Im Mieter-Vermieter-Modell werden die Gebäudemanagementfunktionen in einer zentralen Organisationseinheit zusammengefasst.

Der raumnutzende Fachbereich ermittelt den Bedarf an Fläche und Serviceleistungen und "kauft" die von ihm benötigten gebäudewirtschaftlichen Leistungen vom zentralen Dienstleister ein. Als Gegenleistung wird eine interne Miete gezahlt, bzw. verrechnet. Der Mieter kann somit innerhalb seines Budgets entscheiden, ob er sich zusätzlichen Raum

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