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Lean Thinking Ballast abwerfen, Unternehmensgewinn steigern von Womack, James P. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.03.2013
  • Verlag: Campus Verlag
eBook (PDF)
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Lean Thinking

Der Erfolg in der Praxis zeigt: Lean Thinking macht aus den einzelnen Unternehmensbereichen, die am Produktionsprozess beteiligt sind, ein hoch effizientes Netzwerk, das so dicht wie möglich am Kunden arbeitet. An zahlreichen Beispielen von erfolgreichen Unternehmen aus verschiedenen Kontinenten zeigen die Autoren, wie die fünf Grundprinzipien des Lean Thinking umsetzbar sind und wie man mit ihnen Produkte und Prozesse optimiert. In dieser neuen Auflage gehen die Autoren in einem exklusiven Beitrag auf die Erfolgsgeschichte von Lean Management in Deutschland ein.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 444
    Erscheinungsdatum: 09.03.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783593419299
    Verlag: Campus Verlag
    Größe: 2580 kBytes
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Lean Thinking

Vorwort der Autoren zur 3. Auflage
Vor der Rezession in Europa und dem nachlassenden Wachstum Chinas ist auch die boomende deutsche Exportwirtschaft nicht gefeit. Damit gewinnt dieses Buch zusätzliche Aktualität. Wann immer die deutsche Industrie sich in den letzten zwei Jahrzehnten vor schwierige Herausforderungen gestellt sah, wiesen ihr die ?leanen? Maßnahmen, die in diesem Buch geschildert werden, den Weg nach vorne. Da der Weg zur Verbesserung, den es schildert, eine unendliche Aufgabe darstellt, finden sich immer neue Pfade, durch effektivere Zusammenarbeit Kundenbedürfnisse zu befriedigen und Arbeitsplätze zu sichern.
Unser früheres Buch, Die zweite Revolution in der Autoindustrie, erschien 1992, zu einem Zeitpunkt, da der Automobilabsatz erstmals seit Jahrzehnten zurückging und die deutsche Vorherrschaft im Luxussegment angesichts der Markteinführung des Lexus aus dem Toyota-Konzern ins Wanken geriet. Es war ein Weckruf, der in Wolfsburg, München und Stuttgart ebenso laut und deutlich zu hören war wie in Detroit. Und es sorgte für Unruhe bei Gewerkschaften in vielen Ländern, wo man fürchtete, lean thinking werde zum Abbau von Arbeitsplätzen und zu einem Machtverlust der Gewerkschaften führen. In Deutschland kam es anders.
Als Wendelin Wiedeking 1992 vor der Aufgabe stand, den legendären Sportwagenhersteller Porsche zu retten, las er Die zweite Revolution in der Autoindustrie und engagierte zu seiner Unterstützung eine Handvoll erfahrener Sensei von Toyota. Diese begannen unverzüglich damit, den bei Porsche tief verwurzelten Handwerksgeist infrage zu stellen. Ferner begannen sie, vom Arbeiter über den Ingenieur bis hin zum Manager alle Mitarbeiter in einen Prozess einzubinden, dessen Ziel es war, die Arbeitsabläufe bei der Autoherstellung leaner zu gestalten. Dr. Wiedeking blickte auch zu Toyota, Honda und BMW, um zu lernen, wie man Autos entwirft, die gleich im ersten Lauf schlüsselfertig montiert werden, um so die damals in deutschen Autofabriken verbreiteten Feinschliff- und Anpassungsarbeiten überflüssig zu machen.
Wir trafen just in dem Augenblick ein, da der erste perfekte Porsche vom Band rollte. Von vielen Mitarbeitern hörten wir, dass die neuen Prozesse auf dramatische Weise die Augen für eine andere Arbeitsweise geöffnet hatten. Damit war für uns der Beweis erbracht, dass sich mit lean thinking auch in Deutschland Erfolge feiern ließen, nicht nur in Japan. Diese Geschichte haben wir in unserem Buch Lean Thinking ausführlich geschildert, um sie in der deutschen Wirtschaft bekannt zu machen. Porsches andauerndes Wachstum führte das Unternehmen an einen Punkt, an dem es sich gar zur Übernahme des riesigen Volkswagen-Konzerns imstande fühlte. Damit hatte man sich überhoben, doch selbst nach der anschließenden Übernahme durch VW geht Porsche innerhalb der Unternehmensgruppe mit den Prinzipien des lean thinking voran.
Die nächste Herausforderungen konkretisierten sich ein Jahrzehnt später, in Gestalt der Globalisierung des herstellenden Gewerbes und des Aufstiegs Chinas als Produktionsstandort. Überall sah sich die Industrie unter Druck, Produktion und Arbeitsplätze aus Hochlohnländern wie Deutschland abzuziehen. Doch das Beispiel Porsche zeigte, dass die Einführung leaner Arbeitsweisen im Einvernehmen mit der Belegschaft eine Alternative darstellte. In ganz Deutschland einigten sich Gewerkschaften und Arbeitgeber, in Sachen Lohnforderungen und Arbeitszeiten Mäßigung walten zu lassen und die Produktivität mit lean practices zu steigern, wodurch sowohl Arbeitsplätze als auch das mit ihnen verbundene Wissen im Land blieben. Auf diesem Fundament ließ sich aufbauen, als die Exportnachfrage wieder anzog.
Was bei Porsche noch eine Schocktherapie gewesen war, konnte in Form von Aus- und Weiterbildungen in der Anwendung leaner Werkzeuge und Techniken in ganz Deutschland fortgesetzt werden. Doch es zeigte sich bald, dass es zu ihrer wirklichen Effektivität auch eines neuen

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