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Pferdeflüstern für Manager Mitarbeiterführung tierisch einfach von Osterhammel, Bernd (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.04.2016
  • Verlag: Wiley-VCH
eBook (ePUB)
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Pferdeflüstern für Manager

Zwischen Mitarbeiterführung und Pferdeführung gibt es vielfältige Parallelen. Dies ist der humorvolle Ausgangspunkt für die Entfaltung einer neuen Führungskultur. Erfolgreiche Mitarbeiterführung ist der unverzichtbare Schlüssel, wenn ein Unternehmen seine Ziele erreichen will. Doch Management und Mitarbeiter machen sich hier oft das Leben schwer. Welche Vorgaben brauchen Mitarbeiter und welche hindern sie, ihr Potenzial zu entfalten? Welches Maß an Kontrolle ist notwendig? Was bedeutet 'Vertrauen' im Kontext des Unternehmens? Pferde sind Menschen im Verhalten oft erstaunlich ähnlich. Sie sind nur viel ehrlicher. Diese ehrliche Rückmeldung ist das, was vielen Führungskräften heute fehlt. Das Buch hilft dem Leser bei der Entwicklung seiner Führungsqualitäten. Es zeigt, wie mühelos Erfolg sein kann, wenn man erkannt hat, dass die wichtigste Schraube für Veränderung im Unternehmen beim Umgang mit den Mitarbeitern sitzt. In der 2., komplett aktualisierten und überarbeiteten Auflage fließen weitere Praxisbeispiele und Erkenntnisse aus Seminaren und Trainings der letzten 10 Jahren seit Erscheinen der ersten Auflage ein. Neu ist außerdem das Thema Bewusstsein und Schöpferkraft in der Führung. Bernd Osterhammel war über 2 Jahrzehnte Inhaber eines Ingenieurbüros im Tiefbau. Der Schlüssel zu seinem anhaltenden Erfolg lag für den Pferdenarren in seiner Mitarbeiterführung. Die Impulse für seine effiziente Menschenführung bekam er aus dem Training von Pferden. Seine Erfahrungen gibt er seit dem Jahr 2000 in Impulsvorträgen und den Seminaren 'Pferdeflüstern für Manager' weiter.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 210
    Erscheinungsdatum: 18.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783527804962
    Verlag: Wiley-VCH
    Größe: 4257 kBytes
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Pferdeflüstern für Manager

Einführung

"Er soll jetzt sterben", hatte sein Besitzer, ein Pferdezüchter und Händler vom Niederrhein, entschieden. "Jetzt ist Schluss, er kostet nur noch Geld und ist zur Gefahr geworden." Seit Wochen stand Charmeur in der kleinsten und dunkelsten Box auf dem Hof. Selbst den Enthusiasmus der Pferdemädchen hatte er lahmgelegt. Sie hatten noch lange zu ihm gehalten, mehrfach versucht ihn zu reiten, aber es hatte keinen Zweck mehr. Das Satteln war unmöglich geworden. Es war nicht daran zu denken, einen Fuß in den Steigbügel zu bekommen, um aufzusteigen. Dabei hatte man ihn zu einem erfahrenen Pferdetrainer in der Nähe gebracht, zu jemandem, der eigentlich mit allen Problempferden schnell fertig wird, der sie alle "kleinkriegt". Man wollte nichts unversucht lassen, immerhin war Charmeur ein sehr schönes Pferd "mit einem guten Papier" - wie die Züchter sagen, mit erstklassiger Abstammung.
- - - - - - - - - - "Verbrecher" mit gutem Papier - - - - - - - - - -
Aber es hatte nicht geklappt. Auch die nachfolgenden Profiausbilder scheiterten. "Mistvieh! Verbrecher! Das hat keinen Zweck!", resümieren sie teils hilflos, teils ratlos, teils überfordert. In diesem Moment betritt Ludwig die Bühne, auf der sich Charmeurs Trauerspiel ereignet. Ich glaube nicht, dass es Zufall war, dass er gerade in dem Augenblick auf den Hof kam, als es darum ging, das Pferd zu schlachten, in dem über Leben und Tod entschieden werden sollte. Ludwig, der Versicherungsdetektiv, ist selber nicht einmal Pferdemann. Er hatte mich vor Jahren auf einem anderen Hof erlebt, wo ich aus Spaß an der Sache einen halben Tag mit Pferden gearbeitet hatte, die es angeblich "nicht mehr tun". So sagt man im Pferdejargon. Er war Zuschauer mit wachem Interesse, und der Nachmittag war noch präsent in seinem Bewusstsein. Jetzt steht er also als Augenzeuge vor diesem jungen, vermeintlich zum Tode geweihten Pferd und hört sich sagen: "Er soll leben." Mag sein, dass er der Gute in der Geschichte sein möchte, der Retter, der mit der letzten Hoffnung. Mag auch sein, dass er ein Geschäft wittert oder ein wenig Ruhm und Ehre. Wie auch immer, der naiv enthusiastische und ambitionierte Ludwig kauft das Pferd ein wenig über dem Schlachtpreis, nachdem er meine Telefonnummer ermittelt und mich überredet hat, ein paar Tage Zeit zu investieren. Er trägt den Kaufpreis, die Transportkosten und die Versicherung. Ich trage das Risiko für Zeit, Futter und meine eigenen Knochen. Aber Risiko trage ich ja immer, denn ich bin seit über zwei Jahrzehnten Unternehmer und Pferdemensch so lange ich laufen kann.
- - - - - - - - - - Charmeur lässt sich führen - - - - - - - - - -
Drei Wochen vergehen, ich stehe vor dem "Verbrecher" vom Niederrhein. Gestern haben sie ein Video von ihm aufgenommen, wie er sich führen lässt, ohne Kandare, ohne Trense, ohne Zügel. Er folgt mir, wohin ich auch gehe. Er lässt sich reiten, er geht mit mir über Plastikfolien und kleine Hindernisse. Er vertraut mir und respektiert mich - ich vertraue ihm und respektiere ihn. Alles ist möglich geworden. Ich bin alleine mit ihm in der Halle, ab morgen wird ihn meine Tochter weitertrainieren. Ich vertraue beiden. Aber heute stehe ich allein vor ihm, dankbar, andächtig und nachdenklich. Vor drei Wochen noch waren seine Augen wie gebrochen, seine panikgleiche Angst auf dem Höhepunkt. Nahezu boshaft explodierte er bei der geringsten Kleinigkeit. Er schrie und buckelte, als er das erste Mal mit dem Sattel alleine durch die Halle laufen sollte, als hätte er den Teufel persönlich auf dem Rücken. Heute sind wir Freunde und Partner, nicht mehr getrennt, sondern eins. Ich stehe vor ihm und denke nach. Was in den vergangenen drei Wochen stattgefunden hat, ist das, was gute Pferdemenschen in allen Teilen der Welt praktizieren. Seit dem 1998 verfilmten Roman von Nicholas Evans heißen sie im Volksmund "Pferdeflüsterer". S

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