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Principal-Agent-Problematik im E-Recruitment: Methoden und Instrumente zur Minimierung der Informationsasymmetrie für die Personalauswahl von Piske, Lennart (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.02.2012
  • Verlag: Diplomica
eBook (PDF)
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Principal-Agent-Problematik im E-Recruitment: Methoden und Instrumente zur Minimierung der Informationsasymmetrie für die Personalauswahl

Der Produktionsfaktor Personal nimmt für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens eine entscheidende Rolle ein, vor allem unter Berücksichtigung der verschärften Konkurrenz am Arbeitsmarkt um qualifizierte Fach- und Führungskräfte. Dabei besteht eine zentrale Herausforderung für die Unternehmen vor allem bei der Besetzung einer vakanten Stelle darin, aus einer Vielzahl von Bewerbungen den besten Kandidaten mit der entsprechenden Eignung und dem geeigneten Fähigkeitspotential zu selektieren. Hierbei spielt die Ungleichverteilung entscheidungsrelevanter Informationen besonders bei der Einstellung eines externen Arbeitnehmers eine entscheidende Rolle, da sowohl die Arbeitgeber als auch die zukünftigen Arbeitnehmer nur über unvollständige und ungewisse Informationen verfügen. Beide Seiten wissen nicht, ob sie zueinander passen. Der Autor beschreibt aus den Grundannahmen der Principal-Agent-Theorie bestimmte Methoden und Instrumente für das E-Recruitment, um Informationsasymmetrien im Vorfeld weitestgehend einzuschränken. Der Leser erfährt zum Beispiel, welche Bestandteile für eine Karriereseite notwendig sind, um für die Bewerber einen hohen Informationsgehalt zu generieren und welche eignungsdiagnostischen Verfahren beim Online Assessment Center zur Anwendung kommen. Des Weiteren werden u.a. die Vor- und Nachteile des E-Recruitments aus der Unternehmensperspektive erläutert. Das Buch richtet sich an alle, die sich für das Thema der Personalauswahl über das Internet interessieren. Lennart Piske wurde 1985 in Berlin geboren und lebt zur Zeit in Kleinmachnow, Brandenburg. Sein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Potsdam mit den Schwerpunkten Organisation und Personalwesen sowie Professional Services schloss der Autor im Jahre 2011 mit dem akademischen Grad Diplom-Kaufmann erfolgreich ab. Bereits während seines Studiums entwickelte der Autor ein besonderes Interesse am Thema E-Recruitment. In Folge dessen sah er sich insbesondere mit der Fragestellung konfrontiert: 'Wie lassen sich die bestehenden Informationsasymmetrien während des Personalbeschaffungsprozess aus der Unternehmensperspektive einschränken?', was ihn veranlasste, dieses Buch zu schreiben.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 86
    Erscheinungsdatum: 01.02.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783842818743
    Verlag: Diplomica
    Größe: 2236 kBytes
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Principal-Agent-Problematik im E-Recruitment: Methoden und Instrumente zur Minimierung der Informationsasymmetrie für die Personalauswahl

Textprobe: Kapitel 3, Principal-Agent-Theorie: Die Principal-Agent-Theorie oder auch als Agenturtheorie bezeichnet, bildet zusammen mit der Transaktionstheorie und der Theorie der Verfügungsrechte das Theoriegerüst der Neuen Institutionenökonomik. Der Fokus der Theorien ist gerichtet auf die Analyse von Institutionen im Hinblick auf deren Struktur, den Verhaltenswirkungen, die Effizienz und den Wandel von ökonomischen Institutionen. Unter dem Begriff 'Institution' versteht man im Allgemeinen einen Vertrag oder Regelsysteme, die jeweils mit ihren Durchsetzungsmechanismen das Verhalten von Individuen bestimmen. Demnach definieren sie einen gesellschaftlichen Handlungsrahmen und nehmen diesbezüglich über die von ihnen ausgehenden Anreize eine verhaltenssteuernde Funktion ein. Im Mittelpunkt der Principal-Agent-Theorie steht die Gestaltung der Vertragsbeziehungen zwischen Wirtschaftssubjekten unter den Bedingungen asymmetrischer Informationsverteilung, Unsicherheit sowie unter der Berücksichtigung der Risikoverteilung. Sie analysiert dabei sogenannte Agenturprobleme aus der Perspektive des Principals und versucht durch bestimmte Methoden und Instrumente diese zu antizipieren und zu lösen. Nach Rees Auffassung: 'The main purpose of principal-agent theory is to characterize the optimal forms of such contracts under various assumptions about the information principal and agents possess or can acquire and thereby, hopefully, to explain the characteristics of such contracts which are actually observed'. Innerhalb der Principal-Agent-Theorie kann zwischen einem positiven und normativen Ansatz unterschieden werden. Der normative Ansatz modelliert unter vorwiegend mathematischer Methoden optimale Entlohnungsverträge in Abhängigkeit von der Risikoneigung der Beteiligten und der Informationsstruktur. Der positive Ansatz befasst sich dagegen hauptsächlich in verbaler Form mit der Beschreibung und Erklärung institutioneller Gestaltungen von Auftragsbeziehungen. Die Wahl für die Principal-Agent-Theorie für diese Diplomarbeit liegt darin begründet, dass sie spezifisch auf die Agenturbeziehungen und den verbundenen Agenturproblemen zwischen Arbeitgeber (Principal) und dem Arbeitnehmer (Agent) eingeht, die beim E-Recruitment eine fundamentale Gewichtung einnehmen. Zudem legt sie ihren Schwerpunkt auf den positiven Ansatz, da sie die Principal-Agent-Beziehungen, Agenturprobleme und deren Lösungsansätze auf weitgehend deskriptiver Weise analysiert bzw. beschreibt. 3.1, Annahmen der Principal-Agent-Theorie: Die Principal-Agent-Theorie geht dabei von drei fundamentalen Grundannahmen aus: 1. dass es sich um ein vertragstheoretisches Organisationskonzept handelt. 2. dass es sich um ein Verhaltensmodell handelt, das die individuelle Nutzenmaximierung, die asymmetrische Informationsverteilung, die individuellen Präferenzen und die unterschiedliche Risikoneigung der beiden Akteure hervorhebt. 3. dass eine optimale Vertragsgestaltung die Berücksichtigung von Agenturkosten voraussetzt. Die Principal-Agent-Theorie betrachtet die Organisation dabei als ein Netzwerk von Verträgen, die zur Realisierung wirtschaftlicher Beziehungen geschlossen werden. Auf Basis der Verträge überträgt ein Auftraggeber (Principal) zur Realisierung seiner Interessen bestimmte Aufgaben und Entscheidungskompetenzen an einen Auftragnehmer (Agent), der für seine Leistungen eine Vergütung erhält. Bei der Gestaltung der Verträge wird davon ausgegangen, dass die Modalitäten der Auftragsbearbeitung aufgrund begrenzter Informationen nicht eindeutig fixiert werden können, so dass man von der 'Unvollständigkeit der Verträge' spricht. Zusätzlich wird angenommen, dass sich die rationalen Vertragspartner der 'Unvollständigkeit der Verträge' bewusst sind, und in Folge dessen Anreiz-, Kontroll-und Informationsmechanismen in den Vertragskonditionen berücksichtigt werden, um den Problemen zukünftiger Auftragsbearbeitungen kompensatorisch entgegenzuwirken. Die zwei

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