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Spitzenteams der Zukunft So spielen Virtuosen zusammen von Hoop, Richard de (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.08.2014
  • Verlag: GABAL
eBook (PDF)
20,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Spitzenteams der Zukunft

Flexibel, intelligent, vielseitig, kooperativ und sich selbst organisierend - so sind die Teams der Zukunft. Mit einem Wort: virtuos. Und diese Zukunft hat bereits begonnen. Quer durch alle Branchen fordern disruptive Unternehmen die Etablierten heraus. Sie sind hoch dynamisch und extrem erfolgreich. Wenn die Unternehmen von heute in Zukunft noch mitspielen wollen, dann sollten sie Virtuosen werden. Richard de Hoop zeigt, was Teams tun können, um fit für die Zukunft zu werden. Das bereits in Macht Musik vorgestellte Orchestermodell ist dafür ein ausgezeichnetes Hilfsmittel. Herzstück des Buches sind Anleitungen und Impulse, wie man in jeder der acht Teamrollen zum Team-Virtuosen wird. Eingebettet ist dieser praktische Teil in viele spannende Geschichten der innovativsten Unternehmen unserer Zeit. Richard de Hoop ist Berater in solchen hochinnovativen Unternehmen und berichtet aus der Insiderperspektive, wie die modernsten Unternehmensteams heute die Weichen für morgen stellen. Richard de Hoop (Holland) ist Experte für Teambuilding, Führung und Motivation und mit diesen Themen seit 1995 als Entert®ainer und Keynote-Sprecher erfolgreich in Europa unterwegs. Er nutzt Musik als Metapher und Inspirationsquelle für unternehmerischen Erfolg. Bekannt wurde er in Deutschland als 'Glückscoach' in der Pro7-Sendung 'Der Glücksreport'. Richard ist Vorstandsmitglied der Professional Speakers Association (PSA) Holland.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 252
    Erscheinungsdatum: 18.08.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956231025
    Verlag: GABAL
    Größe: 3069 kBytes
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Spitzenteams der Zukunft

Track 1 -
Die Welt dreht sich schneller – wie schnell sind Sie?

"Was die reine Schnelligkeit angeht – da sollten Sie mal meine Schüler hören. Da komme ich manchmal kaum noch mit."

Maurice Steger, Flötenvirtuose

Ich kam rein und wusste: Hier ist die Luft raus. Keine Musik mehr, die mir Laune macht. Keine Verkäufer, die freudestrahlend auf mich zukommen. Ich schaute mich um: Ein Laden für Männersachen wie viele andere. Hatte hier einmal ein Spitzenteam jeden Tag Party gemacht? Ich konnte es kaum glauben.

Verlegen standen die beiden Regioleiter, die mich angerufen hatten, in einer Ecke. Es waren alte Freunde. Und sie waren frustriert. "Richard, es läuft nicht mehr", meinte einer. Ihre Lieblingskollegen hatten längst gekündigt. Wir unterhielten uns eine dreiviertel Stunde. Plötzlich kam der neue CEO dazu. Er war von einem internationalen Luxuslabel hierher gewechselt. "Ey, was will der hier?", raunte er seine Regioleiter an und schielte dabei zu mir herüber.

Später, nach einem missglückten Gespräch, sagte der CEO mir noch knapp, er wüsste seit Langem, wie das Modebusiness funktioniert. Ich ging. Kurz darauf stand in der Zeitung, dass "Set Point" pleite sei. So schnell kann das heute gehen. Mich wundert es nicht.

Wenn Sie mein erstes Buch Macht Musik gelesen haben, dann kennen Sie Set Point als sensationell erfolgreiche holländische Kette für Männerkleidung. In den 44 Filialen gab es noch vor Kurzem Aktionen, bei denen die Kunden hin und weg waren vor Begeisterung. Jetzt sind die Kunden nur noch weg. Und zwar für immer. Nach dem Verkauf von Set Point an einen dieser Konzerne, die ganz Europa mit ihren Läden überziehen, war nach fünf Jahren Schluss. Noch vor zwei Jahrzehnten wäre ein so schnelles Sterben kaum vorstellbar gewesen. Und wissen Sie, was noch erschreckender ist? Bei Set Point gab es nicht einmal katastrophales Missmanagement oder irgendwelche Skandale. Die Firma hatte "nur" aufgehört, sich weiterzuentwickeln. Bisher hoch motivierte Teams sollten jetzt business as usual machen. Es gab keine Antworten auf die nächste Welle der digitalen Revolution. Und die bisher mit viel Aufwand betreuten Kunden waren nur noch Datenbankeinträge im CRM-System eines Bekleidungskonzerns. Solche Fehler reichen heute schon, um schlagartig aus dem Geschäft zu sein.

Der neue CEO von Set Point wurde direkt nach der Übernahme eingesetzt und repräsentierte für mich die alte Welt der Wirtschaft. Er war gekleidet und gestylt, als wäre er einer Printwerbung jenes Luxuslabels entstiegen, bei dem er Karriere gemacht hatte. Das ist okay, in einem Spitzenteam darf jeder seinen persönlichen Stil pflegen. Doch so unnahbar, wie ein männliches Model über den Laufsteg schwebt, so distanziert bewegte er sich auch durch die Firma. Er dachte in Flagship-Stores. Schöne Fassaden und teure Werbung waren seine Welt. Gleichzeitig bestellten die Leute aber Kleidung zunehmend im Internet – bei uns in Holland übrigens früher und in größeren Mengen als in Deutschland, wo das erst jetzt richtig losgeht. Welchen Wert soll ein Shop in der Innenstadt den Kunden dann noch bieten? Worin besteht seine Existenzberechtigung? Die alte Welt der Wirtschaft hat auf solche Fragen oft keine Antworten. Ja, manche machen sich nicht einmal die Mühe, nach Antworten zu suchen. So wie dieser CEO.

Die Repräsentanten der neuen Welt der Wirtschaft heißen Zappos in den USA oder Zalando in Deutschland. Sie krempeln die Modebranche kräftig um. In der Finanzwelt heißen die neuen Mitspiele

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