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Stakeholderorientiertes Integrationsmanagement bei Fusionen und Akquisitionen von Schäfer, Torsten (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.03.2008
  • Verlag: Gabler Verlag
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Stakeholderorientiertes Integrationsmanagement bei Fusionen und Akquisitionen

Torsten Schäfer prüft, wie Integrationen stakeholderorientiert gestaltet werden können. Im Gegensatz zu bisherigen Arbeiten kombiniert der Autor Erkenntnisse aus der Business & Society-, der Strategische Management- und der Akquisitionsforschung. Dr. Torsten F. Schäfer promovierte bei Prof. Dr. Egon Franck am Institut für Strategie und Unternehmensökonomik der Universität Zürich. Er ist als Spezialist Unternehmensstrategie bei der Schaeffler KG in Herzogenaurach tätig.

Produktinformationen

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Stakeholderorientiertes Integrationsmanagement bei Fusionen und Akquisitionen

2 Relevante Konzepte der Strategischen Management- Forschung und der Business &, Society-Forschung (S. 19)

Für die Entwicklung des theoriegestützten Frameworks zum stakeholderorientierten Integrationsmanagement werden der Zürcher Ansatz (Kapitel 2.1) und der Stakeholder-View (Kapitel 2.2) als relevante Konzepte der Strategischen Management-Forschung sowie das Stakeholder Management Konzept der Business &, Society-Forschung (Kapitel 2.3) verwendet und ihre wesentlichen Aspekte in diesem Kapitel erläutert.

2.1 Zürcher Ansatz als Konzept der Strategischen Management- Forschung

Um die Managementaktivitäten der Akquisitions- und Integrationsverantwortlichen zu strukturieren, wird der Zürcher Ansatz zur "Lehre von der Unternehmensführung" benutzt (Rühli 1996: 5, Grüter 1991: 70). Er schafft einen Ordnungs- bzw. Bezugsrahmen, um das komplexe Phänomen der Führung systematisch und ganzheitlich zu erfassen (Rühli 1996: 26). Der Zürcher Ansatz besitzt die "effiziente Steuerung der multipersonalen Problemlösung in Unternehmungen" (Rühli 1996: 30, Grüter 1991: 70) als Erkenntnisobjekt. Dieser Problemlösungsprozess wird auch als strategisches Management bezeichnet (Thommen/Achleitner 2003: 887). Der Zürcher Ansatz stellt somit ein Konzept der Strategischen Management- Forschung dar.

Der Zürcher Ansatz eignet sich für die Untersuchung der Integrationsmanagementaktivitäten, da zur Erzielung der Integration eine multipersonale Problemlösung im Unternehmen erforderlich ist und diese das Erkenntnisobjekt des Zürcher Ansatzes bildet. Die Akquisitions- und Integrationsverantwortlichen können nicht sämtliche Entscheidungen zur Problemlösung, d. h. zur Integration, alleine treffen. Sie sind auf weitere Personen bzw. Stakeholder angewiesen. Der Zürcher Ansatz und seine Elemente bilden eine wichtige Strukturierungsgrundlage für das theoriegestützte Framework zum stakeholderorientierten Integrationsmanagement. Auf die Elemente des Zürcher Ansatzes und die diesbezüglich vorgenommene Abgrenzung wird in den folgenden Abschnitten eingegangen.

2.1.1 Wesentliche Elemente und Abgrenzung

Der Zürcher Ansatz geht davon aus, dass ein Unternehmen und damit auch die Unternehmensführung unter folgenden Gesichtswinkeln bzw. Aspekten "erfasst, analysiert und beurteilt sowie in den jeweiligen Dimensionen gestaltet werden" kann (Rühli 1996: 44):

- Strategie: durch diesen Gesichtswinkel werden die Phänomene sichtbar, die durch die "inhaltlich-materielle Substanz der Geschäftstätigkeit" bestimmt werden (Rühli 1996: 44). Hinsichtlich der Gestaltungsmöglichkeiten der Führung erfasst der Aspekt der Strategie die Gestaltung der Führungsinhalte, d. h. die unternehmungspolitische Gestaltungsdimension der Führung, die sich mit der Entwicklung und Durchsetzung der Unternehmenspolitik beschäftigt (Grundlagen, Ziele, Strategien, Mittel). Beispielsweise zählt hierzu die Formulierung der zukünftigen Organisationsstruktur und Prozessschnittstellen des Unternehmensverbundes.

- Struktur: dieser Gesichtswinkel betrachtet die "aufbau- und ablauforganisatorischen Phänomene" (Rühli 1996: 44). Durch ihn tritt die formale Gestaltung der Führung in den Fokus, d. h. vor allem die für die Führung verwendeten Prozesse und involvierten Institutionen. Diese Gestaltungsdimension wird als Führungstechnik bezeichnet. Hierunter fällt u. a. die Betrachtung der bei der Integration verwendeten Institutionen1, z. B. Lenkungsausschuss (Steuerungskreis), Projektleitung/Projektbüro, (Teil-)Projektteams.

- Kultur: die kulturelle Sicht ermöglicht eine Betrachtung der "gemeinsam getragenen Normen und Werte" (Rühli 1996: 44). Unter diesem Gesichtswinkel wird die von der Führung beeinflussbare Gestaltungsdimension der Menschenführung (Absichtskundgebung, -übertragung und -annahme) erfasst.Diese drei Gesichtswinkel umfassen damit die Gestaltungsdimensionen der Führung.

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