text.skipToContent text.skipToNavigation

Strategische Managementtheorie von Bresser, Rudi K. F. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.10.2010
  • Verlag: Kohlhammer
eBook (ePUB)
24,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Strategische Managementtheorie

Das Lehrbuch stellt die aktuelle Diskussion zur Theorieentwicklung des Strategischen Managements umfassend dar. Es bietet eine ausführliche Einführung in und Kommentierung der wichtigsten Forschungsfelder und Debatten des Strategischen Managements. Unter Verwendung der Phasen eines strategischen Entscheidungsprozesses werden die Forschungsfelder anhand aktueller Fragestellungen und unter Rückgriff auf die Ergebnisse der empirischen Forschung sowie der konzeptionellen Entwicklung aufgearbeitet. Zu jedem Forschungsfeld werden vertiefende Lektürehinweise aus führenden Fachzeitschriften gegeben. Das Buch ist insbesondere für wissenschaftsorientierte Bachelor- und Masterprogramme sowie Doktorandenprogramme geeignet. Für Praktiker und Wissenschaftler aus Nachbardisziplinen bietet es die Möglichkeit, sich in die wichtigsten Forschungsfragen des Strategischen Managements einzuarbeiten.

Dr. Rudi K. F. Bresser ist Professor für Strategisches Management an der Freien Universität Berlin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 226
    Erscheinungsdatum: 21.10.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170270527
    Verlag: Kohlhammer
    Größe: 8038kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Strategische Managementtheorie

Teil II Perspektiven zum Planungsprozess

Kapitel 2 Der Streit zwischen Planern und Inkrementalisten

Es wäre sicherlich hilfreich, wenn man zu Beginn eines Strategiebuches zunächst eine eindeutige Definition des untersuchten Phänomens "Unternehmungsstrategie" anbieten könnte. Eine solche klare Definition würde nicht nur helfen, den weiteren Verlauf des Buchs zu strukturieren, sondern auch dazu dienen, konfligierende Auffassungen und Interpretationen einer Lösung zuzuführen. Zwar werden ein allgemeiner Definitionsversuch, und damit eine Strukturierungshilfe, das Resultat dieses Kapitels sein, Aufgabe dieser Strukturierungshilfe ist es dann jedoch nicht, konfligierende Auffassungen aufzulösen. Die Divergenzen über das, was man unter Unternehmungsstrategie und Strategischem Management verstehen sollte, sind fundamental und es ist gerade ein Ziel dieses Buches, diese Meinungsunterschiede unverblümt offenzulegen. Das angestrebte prozessbezogene Ordnungsschema (die Strukturierungshilfe) soll lediglich ermöglichen, das Strategiephänomen vor dem Hintergrund konfligierender Ansätze zu diskutieren und zu erforschen. Das Schema soll der Integration dienen, indem es dazu anhält, eine eklektische Theorie 12 des Strategischen Managements zu entwickeln.
Prozessmodelle der Strategieformation

Die Art und Weise, in der sich Strategien in Unternehmungen herausbilden, gehört zu der ersten und historisch gesehen ältesten Kontroverse der strategischen Managementliteratur. Es gibt kein einheitliches Prozessmodell der Strategieformation. Chaffee (1985) unterscheidet drei Modelle, Bailey und Johnson (1992) sechs und Mintzberg (1990a) differenziert sogar zwischen zehn Schulen und Prozessperspektiven des Strategischen Managements. Diese jeweils unterschiedliche Anzahl ist allerdings ein Resultat unterschiedlich breit gewählter Abgrenzungskategorien. Werden diese sehr breit ausgelegt, so lassen sich alle Unterscheidungen unter zwei Modellen subsumieren: einem präskriptiven Modell der synoptischen Planung und einem deskriptiven Modell des Inkrementalismus (Mintzberg, 1990a; DeWit & Meyer, 2004: 117; Grant, 2003).

Das Planungsmodell entstammt der frühesten Entwicklungsphase des Strategischen Managements und ist eng mit dem Namen Igor Ansoff (1965) verbunden. Das Modell ist kennzeichnend für den größten Teil der heute veröffentlichten Lehrbücher (vgl. z. B. Welge & Al-Laham, 2008; Wheelen & Hunger, 2008). Dieser Ansatz ist präskriptiv, denn er macht Gestaltungsempfehlungen für den Prozess der strategischen Planung. Ein Befolgen der Gestaltungsempfehlungen soll ein Höchstmaß an Effizienz bei der Durchführung der Planungsaufgabe ermöglichen. Als wesentliche Charakteristika aller synoptischen Planungsprozessmodelle hebt Schreyögg (1984: 133f.) fünf Tatbestände hervor:

Die Strategieformulierung ist durch einen systematischen Prozess gekennzeichnet, der mehrere aufeinander folgende Schritte umfasst (Zielformulierung, SWOT-Analyse, Bewertung und Auswahl von Strategiealternativen).

Der so formulierte strategische Plan bildet die Grundlage für die Erstellung detaillierter Programme, Kurzfristpläne und Budgets, durch die der Plan implementiert werden soll.

Die Organisation und das Führungssystem werden auf die Strategie und ihre Implementierungserfordernisse zugeschnitten.

Der strategische Plan und daraus abgeleitete Maßnahmenpläne sind umfassend, d. h. sie sollten sämtliche als wichtig erkannte Faktoren und Aktivitätsbereiche berücksichtigen.

Strategische Planungsentscheidungen sind eine originäre, nichtdelegierbare Aufgabe der Unternehmungsleitung.

Das Inkrementalmodell entwickelte sich aus der empirischen Analyse strategischer Entscheidungsprozesse, in denen eine

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen