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Transparenz als Mittel zum Erfolg: Aspekte der Bedeutung von Transparenz für die Umsetzung von Corporate Governance von Skodda, Christoph (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.08.2011
  • Verlag: Diplomica
eBook (PDF)
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Transparenz als Mittel zum Erfolg: Aspekte der Bedeutung von Transparenz für die Umsetzung von Corporate Governance

Die aktuelle Diskussion um Corporate Governance beginnt um die Jahrtausendwende. Die Fälle von Enron und Mannesmann, haben gezeigt, welche Fehlstellungen es in den betriebswirtschaftlichen Kernprozessen von Unternehmungen gibt. Insbesondere das Versagen von Kontrollinstanzen wurde deutlich, aber auch das Fehlen von Unternehmenskultur, ethischen Grundsätzen und einer aktiven Kommunikation, inner- und außerhalb der Unternehmung. Durch die politischen Reaktionen, sowohl durch den Sarbanes-Oxley Act als auch durch den Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), ist offensichtlich geworden, unter welchem Druck die Volksvertreter standen. Die Öffentlichkeit nahm die Fehltritte der Unternehmen nicht nur zur Kenntnis, sondern verlangte zudem Erklärungen und Rechtfertigungen. Beide Reaktionen dürfen jedoch nicht als Vollendung von diesem Prozess gesehen werden. Vielmehr begann hier eine andauernde Diskussion um 'gute' Corporate Governance. Die Darstellung der Transparenzproblematik zeigt, dass es hier keine einheitliche Definition gibt. Das hängt vor allem damit zusammen, dass Transparenz kein wirtschaftswissenschaftlich geprägter Begriff ist, sondern fächerübergreifend verwendet wird. Ähnlich wie der DCGK, versteht ein Großteil der Wirtschaftswissenschaftler Transparenz nur im Hinblick auf die Weitergabe von Informationen. Diese Sichtweise ist jedoch zu eingeschränkt. Neben der Zugänglichkeit zu Informationen kann aufgezeigt werden, dass auch die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen und Handlungen von zentraler Bedeutung ist. Transparenz beeinflusst stets die betriebswirtschaftlichen Kernprozesse einer Unternehmung. Diese Einsicht ist nur unzureichend in der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur und den Unternehmen angekommen. Deswegen ist es notwendig, sich intensiver mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Transparenz ist nicht nur ein Schlagwort der Betriebswirtschaftslehre, sondern auch ein notwendiges Mittel für den Erfolg einer Unternehmung. Christoph Skodda, B.A., Jahrgang 1986, studierte an der Universität Erfurt Volkswirtschaftslehre und Rechtswissenschaft (Staatswissenschaften). Er verbrachte ein sechsmonatiges Auslandsstudium an der Universität Tartu (Estland). Bereits während des Studiums sammelte der Autor umfassende praktische Erfahrungen im Bereich der strategischen Planung und des Beteiligungsmanagements. Diese Tätigkeit motivierte den Autor unter anderem sich mit dem Thema des Transparenzmanagements und der notwendigen strategischen Umsetzung innerhalb von Unternehmungen zu widmen. Um seine fachliche Qualifikation auszubauen, plant Christoph Skodda zum Wintersemester 2011/2012 ein Masterstudium (M.Sc. in Management) aufzunehmen.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 74
    Erscheinungsdatum: 01.08.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783842813816
    Verlag: Diplomica
    Größe: 851 kBytes
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Transparenz als Mittel zum Erfolg: Aspekte der Bedeutung von Transparenz für die Umsetzung von Corporate Governance

Textprobe: Kapitel 5.2.2, Transparentes Risikomanagement: Berücksichtigung der Risikopräferenzen der Öffentlichkeit: Wie bereit festgestellt wurde, kann aufgrund von Informationsasymmetrien zwischen Manager und Öffentlichkeit Unsicherheit auf beiden Seiten entstehen. Ein Maß für die Unsicherheit, also für den Eintritt von Prognosen und Planungen, ist das Risiko. Dieser Begriff kommt von dem italienischen 'riscare' und bedeutet wagen. Risiken entstehen durch Handlungen oder Entscheidungen, die von Individuen getroffen werden. Erst durch einen Denkprozess, lassen sich Handlungsalternativen aufzeigen. Auf Grundlage dieser können Entscheidungen getroffen werden, welche den Verantwortungsbereich eines Individuums erkennen lassen. Es stellt sich nun die Frage, in welchem Maße ein Manager Risiken eingehen muss und inwiefern wird er hierbei beschränkt. Angelehnt an das Glashaus-Axiom kann unterstellt werden, dass nicht ohne Risiko gehandelt werden kann. Ein Unternehmen wird vor allem zwischen Markt-, Kredit-, Betriebs-, Liquiditäts- und Absatzrisiken unterscheiden. Ereignisse aus der gesamten Volkswirtschaft oder der Umwelt (naturwissenschaftliche Risiken) haben ebenfalls Einfluss auf die Unternehmung und somit auch auf die wahrgenommenen Risiken. Unabhängig wie durchkonstruiert ein spezifisches Risikomanagement ist, ein Restrisiko wird immer bleiben. Die Aufgabe des Risikomanagements liegt vor allem darin, die Risiken zu messen und zu steuern. Das bereits erwähnte KonTraG schreibt durch die Einführung des
91 Abs. 2 AktG vor, dass der Vorstand einer Aktiengesellschaft ein Überwachungssystem zur Früherkennung von bestandsgefährdenden Entwicklungen einzurichten hat. Auch 4.1.4 DCGK fordert lediglich die Einführung eines Risikomanagements- und controllings, formuliert dabei aber keine inhaltlichen Anforderungen. Diese können jedoch aus
93 Abs.1 S. 1-3 AktG analog hervorgehen: 'Die Vorstandsmitglieder haben bei ihrer Geschäftsführung die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters anzuwenden. Eine Pflichtverletzung liegt nicht vor, wenn das Vorstandsmitglied bei einer unternehmerischen Entscheidung vernünftigerweise annehmen durfte, auf der Grundlage angemessener Information zum Wohle der Gesellschaft zu handeln. Über vertrauliche Angaben und Geheimnisse der Gesellschaft, namentlich Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse, die den Vorstandsmitgliedern durch ihre Tätigkeit im Vorstand bekanntgeworden sind, haben sie Stillschweigen zu bewahren.' Diese zentrale Norm verdeutlicht die Verantwortungs- und Legitimitätsgrundlage des Managements. Die Geschäftsführung wird hierbei zunächst auf das Wohl der Unternehmung beschränkt. Die Legitimität erfolgt vor allem durch die Einhaltung von legalen Normen und betriebswirtschaftlichen Kennzahlen. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Transparenz und den jeweiligen Anspruchsgruppen der Unternehmung zeigt auf, dass eine Berücksichtigung der Öffentlichkeit unumgänglich ist. Fraglich ist dabei, inwiefern die Öffentlichkeit das Risikoprofil der Unternehmung beeinflussen kann. Anlehnend an VON DER CRONE ist, bezüglich der Risikopolitik eines Unternehmens, zunächst von einer Art Bündnis zwischen Management und Arbeitnehmern auszugehen. Erst über den Aktienmarkt erfolgt seiner Auffassung nach ein Einfluss der Gesellschaft auf den Aktienkurs. Hier wird der Bereich der Aktionäre fälschlicherweise mit der Öffentlichkeit gleichgesetzt. Es liegt jedoch auf der Hand, dass die Aktionäre nicht repräsentativ für die gesamte Gesellschaft stehen können. Erst unter zu Hilfenahme des Glashaus-Axioms kann die Sichtweise auf die komplette Gesellschaft erweitert werden. Das bedeutet wiederum, dass die Öffentlichkeit grundsätzlich Einfluss auf die Unternehmung nimmt und deren Handlungen 'mitbestimmt', somit auch das Risikoprofil. Dieser Ansatz deckt sich auch mit dem formulierten Öffentlichkeitsmandat der Manager. Zudem lässt sich der Bayessche Wahrscheinlich

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