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PLM Product Lifecycle Management

  • Verlag: VDMA Verlag
eBook (PDF)
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PLM

Der vorliegende Leitfaden zur Erstellung eines unternehmensspezifischen PLM-Konzeptes soll für die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus eine Entscheidungshilfe bei der Erarbeitung und Umsetzung eines PLM-Konzeptes sein. Deshalb beschreibt er die wesentlichen allgemeingültigen Phasen der Produktentstehung bis hin zur Produktentsorgung und stellt Prozesse, Methoden und Werkzeuge vor, die in den jeweiligen Phasen zum Einsatz kommen oder Anwendung finden. Eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung des Konzeptes "Product Lifecycle Management" ist die eindeutige Analyse und Beschreibung aller unternehmensinternen Randbedingungen wie Vorgaben und Prozesse. In diesem Stadium werden Kriterien aufgedeckt, die einen direkten oder zumindest nennenswerten Einfluss auf den Umfang der Umsetzung des PLM-Konzeptes haben. Dieser Leitfaden ist als "roter Faden" bei der Entwicklung/Erarbeitung und Definition eines PLM-Projektes anzusehen. Jedes Unternehmen muss seine Anforderungen und seinen Bedarf individuell für sich bestimmen. Hierzu stellt das innerhalb dieses Leitfadens beschriebene Vorgehensmodell eine zusätzliche Erleichterung bei der Bewältigung der ersten Schritte bis zur Erstellung einer Entscheidungsvorlage dar.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 97
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783816305538
    Verlag: VDMA Verlag
    Größe: 962kBytes
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PLM

5 PLM-Vorgehensmodell (S. 12-13)

5.1 Anforderungen an das Vorgehensmodell

In den vorangegangenen Kapiteln sind die Phasen mit den zugehörigen Prozessen, Methoden und Werkzeugen für die Handhabung des PLM-Themas eingeführt, definiert und beschrieben worden. Das PLM-Vorgehensmodell benutzt diese Elemente zur Planung und Durchführung von PLM-Projekten im Unternehmen. Dabei wird ein Top-down- Ansatz verfolgt. Die einzelnen Schritte werden in den nächsten Kapiteln vorgestellt, wobei die folgenden Punkte während des gesamten Projektes zu berücksichtigen sind.

- Das Modell soll praxisnah anwendbar sein.

- Das Modell soll auf die Bedürfnisse eines Unternehmens flexibel anpassbar sein (Customizing).

- Das Modell soll bei Bedarf auch individuell erweiterbar sein.

- Das Modell soll schnell aus dem großen Vorrat von Elementen diejenigen identifizieren, die für den konkreten Fall von Bedeutung sind.

- Das Modell soll in mehreren aufeinander aufbauenden Schritten zu den Handlungsbedarfen im Unternehmen führen.

- Aus den Ergebnissen soll direkt ein PLM-Projekt initiiert werden können. Das Vorgehensmodell besteht aus den folgenden acht Schritten, die in den Kapiteln 5.2 bis 5.9 detailliert beschrieben sind:

1. Ausgangsbedingungen festlegen

Rahmenbedingungen, gesetzliche Anforderungen, Unternehmensstrategie, etc. berücksichtigen.

2. Phasen bestimmen

Phasen festlegen, die betrachtet werden sollen bzw. vom Unternehmen abgedeckt werden.

3. PMWs für jede Phase zuordnen

Für jede zu betrachtende Phase sind die zutreffenden PMWs zu bestimmen. Dies ist in der Regel unternehmensspezifisch (customized für das Unternehmen).

4. Ist-Analyse-Stufe der PMWs für jede Phase bestimmen

Für jedes zutreffende PMW ist für jede Phase, der es zugeordnet wurde, eine Analyse durchzuführen.

5. Referenz für die PMWs für jede Phase bestimmen (optional)

Für jedes zutreffende PMW ist für jede Phase, der es zugeordnet wurde, eine Referenz zu bestimmen.

6. Zielstufe der PMWs für jede Phase festlegen

Für jedes zutreffende PMW ist für jede Phase, der es zugeordnet wurde, eine Zielstufe festzulegen.

7. Entscheidungsvorlage erstellen

Die Entscheidungsvorlage muss die objektive Darstellung von Aufwänden, Priorisierung und dem Nutzen vom Ist gegenüber dem Soll enthalten.

8. Entscheiden und Umsetzungsprogramm aufsetzen

Hier ist ein Vorgehen wie bei einer Systemeinführung vorzunehmen.

5.2 Ausgangsbedingungen festlegen

Zunächst wird der Rahmen definiert, der zur Beschäftigung mit dem Thema führt. Hier spielen hinein

- Rahmenbedingungen, z. B. Kauf eines Unternehmens und anstehende Prozess- und Datenintegration, erkannte Wettbewerbsschwächen, Technologiewechsel von 2D- zur 3D-Konstruktion

- Gesetzliche Rahmenbedingungen, z. B. Vorschriften zum Recycling mit Werkstoffkennzeichnung, Produkthaftung mit Nachweispflichten

- Unternehmensstrategie, z. B. Rückzug auf Kernkompetenzen und Aufgabe der Eigenfertigung, Erweiterung des Geschäftsfeldes auf den Betrieb und Service, Produktoffensive mit einer komplett neuen Produktlinie

- Interne Ausrichtung eines Unternehmens:

- Zunehmend automatisiert ablaufende Prozesse anstreben, z. B. automatische Generierung von NC-Programmen aus den Geometriedaten der Konstruktion

- Anteil der Informationstechnik entlang der Wertschöpfungskette innerhalb des PLM vergrößern, z. B. durch Kopplung von Systemen, die eng mit einander wirken müssen wie Konstruktion, Dokumentationserstellung, Übersetzung, Service

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