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Die Diesel-Lüge Die Hetzjagd auf Ihr Auto - und wie Sie sich wehren von Douglas, Holger (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.05.2018
  • Verlag: FinanzBuch Verlag
eBook (ePUB)
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Die Diesel-Lüge

Millionen von fast wertlosen Dieselfahrzeugen verrosten auf riesigen Halden. Der Wertverlust für Diesel-Besitzer geht in die 100 Milliarden. Was geschieht da eigentlich gerade? Fest steht, der Diesel-Skandal ist einer der größten jemals entstandenen Schäden für Wirtschaft und Verbraucher. Doch was sollen Besitzer von Dieselfahrzeugen nun ganz konkret tun? Gegen die Autohersteller klagen? Trotz kommender Verbote in die Innenstädte fahren? Plötzlich sollen sie mit Begriffen wie NOX-Speicherkatalysator, Partikelfilter und Harnstoffeinspritzung umgehen können, aber was kann und was muss jeder Diesel-Besitzer über diesen Skandal wirklich wissen? Holger Douglas, langjähriger Wissenschafts- und Technikjournalist, hat den ersten unabhängigen und neutralen Ratgeber zusammengestellt mit allen notwendigen Informationen darüber, was Sie als Verbraucher rund um den Diesel-Skandal wissen müssen und aktuell tun können. Holger Douglas ist Wissenschafts- und Technikjournalist. Er produziert seit langem Dokumentationen mit Schwerpunkt 'Wissenschaft und Technik'. Früher für die öffentlich-rechtlichen Anstalten, heute für Sender auf dem weltweiten Markt, darunter Sendungen Wissenschaftssendungen auch für den arabischen Sender Al Jazeera, und schreibt bei Tichys Einblick.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 120
    Erscheinungsdatum: 14.05.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783960922650
    Verlag: FinanzBuch Verlag
    Größe: 448 kBytes
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Die Diesel-Lüge

Was Sie sonst noch wissen müssen

Willkürliche Grenzwerte,

arme Moleküle,

kreative Autobauer

und zweifelhaftes Nachrüsten
Wie wird in unseren Straßen und Innenstädten gemessen? Welche Werte sollen herauskommen?

Immer wieder muss man sich deutlich vor Augen führen, auf welcher Grundlage diese gewaltige Wertvernichtung stattfindet: Das sind einmal die extrem niedrigen Grenzwerte, die willkürlich festgelegt und durch nichts belegt wurden, und zum anderen - vorsichtig ausgedrückt - die wilden Messmethoden. Nicht weiter öffentlich diskutiert wurde, wie die Messstationen zum Beispiel aufgestellt wurden. Lediglich in Stuttgart gab es im Gemeinderat mehrfach Diskussionen um den Standort der Messstelle, die ständig sehr hohe Werte produzierte und dadurch bundesweite Aufmerksamkeit erreichte.

Völlig verblüfft waren wir bei Tichys Einblick über die Reaktionen auf unsere Große Leseraktion: Wie manipulieren Messstationen die Umweltbelastung in Ihrer Stadt? Wir bekamen Hunderte von Fotos auf den Tisch oder besser in die Mailbox.

Mithilfe der TE -Leser war es möglich, Fotos von vielen Messstationen zu sammeln und mit ihnen zu dokumentieren, wie die ominösen Angaben über schlechte Luft in unseren Städten zustande kommen. Stimmen diese eigentlich? Wie wird gemessen?

Vor allem: Jeder Analytiker weiß, es kommt bei der Messung eines Schadstoffes immer darauf an, wo das Messgerät steht. Es gibt dazu genaue Vorgaben der EU, die noch in nationales Recht umgesetzt werden mussten. Die deutschen Regeln haben die Tendenz, höhere Grenzwerte zu produzieren. So sagt die EU-Richtlinie zum Beispiel, dass der Luftstrom um den Einlass der Messöffnung in einem Umkreis von 270° nicht beeinträchtigt werden darf. Die deutsche Vorschrift macht daraus "Bei Probenahmestellen an der Baufluchtlinie soll die Luft in einem Bogen von mindestens 270 Grad oder 180 Grad frei strömen."

Eine scheinbar unbedeutende Wortänderung, doch damit eröffnet sich eine Reihe von Messmanipulationsmöglichkeiten. Es ist außerdem keine "Muss"-Vorschrift wie die der EU, sondern eine "Kann"-Vorschrift. Abweichungen sind also erlaubt, Betroffene können nicht so ohne Weiteres klagen. Der Verdacht bestätigte sich an vielen Orten, dass die Messstationen häufig so aufgebaut wurden, dass sie hohe Ergebnisse produzieren. Damit dienen sie als Begründung für Einschränkungen oder gar Fahrverbote.

So schickte uns TE -Leser Martin G. aus München Bilder der Messstation an der Landshuter Allee: "Die Station steht unmittelbar am Straßenrand des mittleren Rings in München, direkt vor einer Häuserfassade. Wenige Hundert Meter entfernt befindet sich ein Tunnelausgang, was zur lokalen Schadstoffbelastung beitragen dürfte. Die Station ist also für Fahrverbots-Freunde ziemlich gut aufgestellt."

Auch an Deutschlands "berühmtester" Messstelle Stuttgart Neckartor lässt sich das gut erkennen. Die Messstelle steht in einem Häusereck. Dort haben die Messungen von Ingenieuren des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gezeigt, dass die Situation nur ein paar Meter von der Messstation entfernt vollkommen anders aussieht. Jürgen Pfeil vom KIT sagte gegenüber der Welt : "Unsere Messungen zeigen, dass sich die Stickoxidwerte schon 20 bis 25 Meter von den Straßen weg halbieren."

Es gab auch stichprobenartige Kontrollmessungen der Behörden in der Umgebung des Neckartors. Ergebnis: Die Stickoxid-Konzentration sind in der angrenzenden Schubartstraße 60 Prozent geringer als die an der Messstelle Neckartor. Der Leiter des Institutes, Thomas Koch, zieht das Fazit: "Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung muss man feststellen, dass die prinzipielle Diskussion über den Diesel absolut aus dem Ruder geraten ist und Fahrverbote völlig überzogen sind."

Wissenschaftler des Institutes für Feuerungs- und Kraftwerkstechnik der Universität Stuttgar

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