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Fonds-Handbuch von Börse Frankfurt (eBook)

  • Erschienen: 01.03.2014
  • Verlag: Deutsche Börse AG
eBook (PDF)
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Online verfügbar

Fonds-Handbuch

Investmentfonds sind und bleiben die liebste Assetklasse der Deutschen: 700 Milliarden Euro steckten dem Bundes verband Investment und Asset Management (BVI) zufolge im Juli 2013 in Fonds. Das Fondsangebot ist schon rein mengenmäßig sehr reichhaltig - in Deutschland sind derzeit rund 7.000 Fonds für alle Anleger zugänglich.

Im Hinblick auf die Anlageschwerpunkte bietet sich Anlegern eine riesige Auswahl nahezu aller denkbaren Märkte, Regionen und Themen. Was die Qualität, sprich Rendite, angeht, unterscheiden sich die Fonds teilweise stark. Dabei ist ein stetiger Wertzuwachs aus Anlegersicht wohl das wichtigste Auswahlkriterium.

Auch die Wege zur Anlage in Fonds werden immer vielfältiger. Während es noch vor gar nicht langer Zeit Fonds ausschließlich bei Anlageberatern gegen eine Gebühr - den Ausgabeaufschlag - zu kaufen gab, bieten inzwischen Discount-Broker erhebliche Rabatte auf diese Gebühr. Im Fondshandel über die Börse entfällt der Aufschlag ganz. Daher werden Fonds inzwischen auch zum Spekulieren auf kurz fristige Markttrends eingesetzt.

Es hilft nichts: Am Ende müssen Sie sich für einzelne Fonds und für eine Strategie, die zu Ihnen passt, entscheiden. Dabei wollen wir Sie mit diesem Handbuch unterstützen. Nach den wichtigsten Grundlageninformationen zeigen wir mögliche Vorgehensweisen und Hilfen bei der Anlageentscheidung auf, erläutern die neue Regelung für Immobilienfonds und gehen auch darauf ein, wie der Börsenhandel mit Fonds funktioniert. Wir wünschen Ihnen eine nutzbringende Lektüre

Produktinformationen

    Größe: 593kBytes
    Herausgeber: Deutsche Börse AG
    Untertitel: Know-how für Ihr Investment
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 102
    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    ISBN: 9783945439074
    Ausgabe: 2. Aufl.
    Erschienen: 01.03.2014
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Fonds-Handbuch

Die Fondstypen

Mittlerweile gibt es auf dem Markt viele unterschied liche Fondstypen, die sich darin unterscheiden, in welche Art Wertpapiere beziehungsweise Anlageobjekte der Fonds investiert, wo also der Anlageschwerpunkt liegt: Ein High Yield-Rentenfonds beispielsweise investiert in hochverzinsliche Anleihen, ein Aktienfonds Welt dagegen in globale Aktien. Man kann ebenso in internationale Aktien ökologisch orientierter Unternehmen anlegen wie in indische Unternehmen, in Hochzinsanleihen von Schuldnern aus Schwellenländern, in nachhaltige Werte oder in weltweite Neuemissionen. Die Auswahl ist enorm und geht weit über diese Beispiele hinaus.

Aktienfonds

Aktienfonds gibt es in Deutschland seit 1950. Sie inves tieren nur oder überwiegend in Aktien, wobei ihre Aus richtung und damit das Risiko höchst unterschiedlich sein kann: Manche Fonds sind auf bestimmte Länder oder Regionen wie beispielsweise Europa oder Nord amerika beschränkt, andere sind global oder internatio nal orientiert; einige fokussieren sich auf einzelne Branchen oder Themen.

Auch im Hinblick auf die Größe der Unternehmen, in die sie investieren, können sich Aktienfonds spezialisieren. Einige Fonds engagieren sich ausschließlich in kleinen Firmen, sogenannte Small Caps. Andere nehmen nur hochkapitalisierte Börsenschwergewichte ins Portfolio - Bluechips, wie sie beispielsweise die Leitindizes DAX ® oder Euro Stoxx 50 ® enthalten.

Auswahlprozess und Anlagestil

Manager von Aktienfonds gehen bei der Titelauswahl je nach Fondskonstruktion sehr unterschiedlich vor und verfolgen individuelle Strategien, die teilweise im Fondsprospekt verbindlich festgehalten sind. Grund- sätzlich wird im Investmentprozess zwischen Top-down- und Bottom-up-Verfahren unterschieden:

- Top-down ("von oben nach unten"): Auf diese Weise bewer ten Fondsmanager zunächst Märkte und ihre Perspektiven. In den favorisierten Branchen oder Regionen suchen sie anschließend nach Einzeltiteln. Diese Methode wird deshalb auch als länder- oder branchenorientierte Strategie bezeichnet.

- Bottom-up ("von unten nach oben"): Hier liegt der Fokus des Fondsmanagers auf der Auswahl vielversprechender Einzeltitel. Dieses Verfahren heißt daher auch Stock Picking. Die Diversifizierung nach Branchen oder Regionen wird dabei nur als Instrument zur Risikostreuung eingesetzt und ist - anders als beim Top-down-Ansatz - nicht die Grund lage der Anlage entscheidung.
Auch beim Anlagestil gibt es verschiedene Ansätze:

- Beim Growth ("Wachstum")-Ansatz werden Titel ausgewählt, die in der Zukunft ein möglichst hohes Wachstum und damit einhergehend steigende Börsenkurse versprechen.
- Beim Value ("Wert")-Ansatz stehen dagegen der tatsächliche Wert und die aktuellen Erträge und Ertrags möglichkeiten der jeweiligen Unternehmen im Vordergrund. Wertorientierte Fondsmanager suchen und investieren in der Regel in Aktien, die sie als vom Markt unterbewertet einstufen.
Stichwort

Aktienfonds

Aktienfonds investieren in Unternehmen. Sie sind daher von den weltweiten Aktienmärkten abhängig und können sich von deren Entwicklung nicht abkoppeln: Sinken an den Börsen die Kurse, fallen die Preise der Aktienfonds ebenfalls. Die Gefahr von Verlusten und längeren Schwächeperioden wächst mit der Spezialisierung eines Aktien fonds. Gleichzeitig steigen aber auch seine Renditechancen. Das heißt im Umkehrschluss: Je breiter ein Fonds diversifiziert ist, desto robuster ist seine Wertentwicklung bei Marktschwankungen. Aktienfonds ermöglichen es Anlegern, sich auch mit niedrigen Beträgen breit gestreut in verschiedenen Wertpa pieren zu engagieren.

Wie bei fast allen Fonds wird die Wertentwicklung durch die

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