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Fundraising Ein Praxisratgeber mit 50 Tipps von Burens, Peter-Claus (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.02.2013
  • Verlag: Bundesverband Deutscher Stiftungen e.V.
eBook (ePUB)
14,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Fundraising

Über 600.000 gemeinnützige Einrichtungen haben in Deutschland die Möglichkeit, Spenden zu sammeln. Einschnitte bei staatlichen und kommunalen Mitteln führen dazu, dass der stagnierende Spendenmarkt härter umkämpft ist als je zuvor. Fundraising - das Einwerben von Geld- und Sachmitteln sowie freiwilligen Arbeitsleistungen - gewinnt immer mehr an Bedeutung. Der Ratgeber greift aktuelle Tendenzen auf und gibt Tipps aus der Praxis für die Praxis. Der Autor Dr. Peter-Claus Burens schöpft dabei aus seinem langjährigen Erfahrungswissen. Mit der Devise 'Von den Großen lernen!' vermittelt das Buch konkrete Anregungen für die Arbeit von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern in kleinen bis mittleren Organisationen und Initiativen. Aus dem Inhalt In neun Schritten zum Fundraising-Erfolg Planung von Benefiz-Veranstaltungen Königsdisziplin: Einwerbung von Erbschaften und Stiftungsgeldern 50 Fundraising-Tipps von A bis Z Die Druckversion ist direkt beim Bundesverband Deutscher Stiftungen zu beziehen.

Dr. phil. Peter-Claus Burens Gründer und Mehrheitseigentümer der Gesellschaft für Private Public Partnerships mbH (seit 2000), Generalsekretär der Stiftung Deutsche Sporthilfe (1990-2000), Mitglied der Geschäftsleitung des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft (1985-1990), stv. Abteilungsleiter der Carl Duisberg Gesellschaft (1980-1985), Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Katholischen Akademie in Bayern (1979-1980) Gründer und Präsident des CHARITY SUMMIT (seit 2007), Vorsitzender des Deutschen Fundraising Verbands (2002-2006), Lehrbeauftragter an der Universität der Künste Berlin (1988-1991) Seit 2000 Beratungs- und Umsetzungstätigkeiten für Non-Profit-Organisationen, u.a.: Europäische Stiftung Kaiserdom zu Speyer (Stifter-Kampagne), Mozarteum Orchester Salzburg (Sponsorenwerbung), Kulturdezernat der Stadt Trier (Konzept Kulturstiftung), Aktion Deutschland Hilft (Event 'Im Dialog mit der Wirtschaft'), Deutsche Leberstiftung (Stiftungskonzept, Einwerbung Public Private Partnerships), Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg (Großspender-Kampagne), Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst (Machbarkeitsstudie Hochbegabtenförderung), Universität Konstanz (Marketing-/Fundraisingkonzept).

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 124
    Erscheinungsdatum: 13.02.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783941368309
    Verlag: Bundesverband Deutscher Stiftungen e.V.
    Größe: 3614 kBytes
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Fundraising

2. Neun Schritte zum Fundraising-Erfolg

Wer kennt nicht die Schlagzeilen in den Tageszeitungen "Der Staat muss sparen", "Kommunale Mittel werden knapp", "Einsparungen bei Sozialausgaben unvermeidbar", "Talentschuppen am Ende", "Studiengebühren als ultima ratio", "Das Theater muss schließen"? Und dabei wachsen die Anforderungen, die an das Sozial-, Bildungs- und Erziehungswesen gestellt werden, aber auch an kulturelle, sportliche, ökologische, wissenschaftliche und kirchliche Einrichtungen.

Die Träger und die verantwortlichen Mitarbeiter von gemeinnützigen Initiativen fragen sich immer öfter, wie sie ihre Aufgaben künftig erfüllen wollen, wenn staatliche und kommunale Gelder nicht mehr oder nicht mehr in dem Maße wie bislang zur Verfügung gestellt werden sollten - ganz zu schweigen von der Bewältigung neuer Herausforderungen, wie sie sich durch den Klimawandel oder das Altern unserer Gesellschaft ergeben. So wird im Jahre 2030 jeder dritte Einwohner Deutschlands 60 Jahre oder älter sein.

Diese kurz beschriebene Situation sollte allerdings nicht zur Mutlosigkeit oder Lethargie Anlass geben, bietet sich doch bei allen Risiken auch die Chance, neue ordnungspolitische Weichenstellungen vorzunehmen. Denn die Leistungsfähigkeit des Staates, dies zeigt sich immer mehr, ist beschränkt. Er ist in der Lage, eine Grundversorgung für die Bürger im Sozialen, in der Erziehung, der Wissenschaft oder der Kultur halbwegs sicherzustellen, aber auch nicht mehr.

Damit eröffnet der Staat heute, oftmals ungewollt, Raum für Privatinitiativen. Seit der Entstehung der modernen Territorialstaaten im Europa des 16./17. Jahrhunderts hatte er diese zurückgedrängt. Der öffentliche Bereich, eingebettet zwischen dem staatlichen und privaten Lebensraum, verkümmerte dabei zu einem von Bürokratien organisierten, anonymen System von privaten Rechtsansprüchen und staatlichen Leistungen.

Es waren insbesondere der Philosoph Georg W.F. Hegel und seine Schüler, denen im 19. Jahrhundert der preußische Staat als "das vorhandene wirklich sittliche Leben" galt. Sein Monopol auf die "objektive Vernunft" sollte möglichst nicht leichtfertig zugunsten privater, d.h. nur schwer kontrollierbarer Einflüsse aufgegeben werden. Als bestes mäzenatisches Tun galt folglich das Steuerzahlen - eine Vorstellung, die auch heute noch bei manchem fortlebt in der Hoffnung: Die Obrigkeit bzw. der Wohlfahrtsstaat werden es schon richten.

Die Bismarcksche Sozialgesetzgebung und ihre Vervollkommnung im Industriezeitalter, der Staat als Förderer der Wissenschaft, seine quasi Monopolstellung im Schul- und Bildungswesen, die Kommunalisierung von Kunst und Kultur in der Weimarer Republik haben - bei aller unleugbaren historischen Notwendigkeit und vorteilhaften Wirkung für die Bürger - die Privatinitiative immer mehr zugunsten des staatlichen Handelns verdrängt. Totalitäre Systeme in Deutschland taten schließlich ein Übriges, die öffentliche Sphäre zu verstaatlichen.

Erst in den letzten Jahren, angesichts einer zu beobachtenden gesellschaftlichen Orientierungskrise, zunehmender Parteienverdrossenheit und leerer Staatskassen, erhält der einzelne Bürger wieder die Chance und zugleich Verpflichtung, die lange Zeit scheinbar geltende Gleichung "öffentliches Handeln gleich staatliches Handeln" durch eigenes Tun zu widerlegen. Eine Voraussetzung hierfür dürfte freilich das Bewusstsein sein: Der Staat ist nicht (mehr) für alles da!
2.1. Bewusstsein schaffen

Bernhard Freiherr von Loeffelholz, langjähriges Vorstandsmitglied der Kulturstiftung Dresden, beschreibt die Wiederentdeckung des Kunstförderers in unserer Zeit: "Man hat ihn lange für entbehrlich gehalten, bisweilen auch für störend wie einen Maulwurf, der in die mit öffentlichen Mitteln gepflegte Kulturlandschaft e

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