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Stocks on the Move So schlagen Sie den Markt mit den Momentum-Strategien der Hedgefonds von Clenow, Andreas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.07.2016
  • Verlag: Börsenbuchverlag
eBook (ePUB)
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Stocks on the Move

Es ist gar nicht so schwer, den Markt zu schlagen. Dennoch versagen nahezu alle Investmentfonds regelmäßig bei dem Versuch. Hedgefondsmanager Andreas F. Clenow nimmt seine Leser mit hinter die Kulissen der Branche, um ihnen zu zeigen, warum das so ist und wie jeder Anleger die Fonds schlagen kann. Der Schlüssel dazu: Momentum-Investing. Es ist eine von nur sehr wenigen Methoden, die erwiesenermaßen konstant den Markt schlagen. In seinem Buch präsentiert Clenow die Methoden, mit denen eta blierte Hedgefonds ihre Ergebnisse erzielen. 'Stocks on the Move' stellt einen rationalen Investmentansatz vor. Alle Regeln und alle Details werden erklärt, keine Frage bleibt offen. Andreas F. Clenow ist CIO und Partner bei ACIES Asset Management in Zürich. Er gründete und managte zahlreiche Hedgefonds und ist Autor des Bestsellers 'Following the Trend'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 20.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864703744
    Verlag: Börsenbuchverlag
    Originaltitel: Stocks on the Move
    Größe: 10661 kBytes
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Stocks on the Move

KAPITEL 3

Aktien sind die
schwierigste Anlageklasse

V iele Anleger fühlen sich zu Aktien hingezogen, weil sie meinen, sie seien die unkomplizierteste Anlageklasse. Jeder weiß doch mehr oder weniger, was ein Unternehmen ist und was Anteile an einem Unternehmen bedeuten. Es lässt sich leichter ein Bezug herstellen als zu Rohstoffpreisen, Anleiherenditen oder Devisen.

Die meisten Menschen handeln mit Unternehmen, die sie verstehen. Man trinkt morgens bei Starbucks seinen Kaffee und versteht, wie das Unternehmen funktioniert. Man ist mit seinem neuen iPhone glücklich und kauft Apple-Aktien. Doch selbstverständlich ist das eine Illusion. Die eigenen Erfahrungen mit Kaffee von Starbucks oder mit einem iPhone von Apple sind nicht wirklich hilfreich, wenn man die künftigen Aktienkurse vorhersagen will. Es kommt einem bloß im Nachhinein so vor.

Von dieser Illusion kann man sich sehr leicht täuschen lassen. Wenn man sich die Namen börsennotierter Unternehmen anschaut und sie mit eigenen Erfahrungen verbindet, die man mit ihnen gemacht hat, kann man sich davon leicht beeinflussen lassen. Wenn man die Produkte eines Unternehmens mag, hat man das Gefühl, der Aktienkurs müsste eigentlich steigen. Hält man die Produkte für veraltet, altmodisch oder mangelhaft, meint man, der Preis müsste eigentlich bald fallen. Doch solche Überlegungen bringen sehr wahrscheinlich nichts für den Handel mit der fraglichen Aktie.

Man kann sehr leicht auf eine größere Preisbewegung zurückblicken und sich denken, es sei doch offensichtlich gewesen, dass das passieren musste. Vielleicht sehen Sie sich den dramatischen Anstieg des Microsoft-Kurses an und sagen sich, es habe doch auf der Hand gelegen, dass Microsoft nicht nur die Softwarebranche, sondern den gesamten Aktienmarkt beherrschen würde. Schließlich war es doch der Hersteller des wundervollen Betriebssystems DOS und der brandneuen darauf aufsetzenden grafischen Benutzeroberfläche Windows. Selbst wenn Sie Ihre Abende in den 1990er-Jahren aus irgendeinem Grund nicht damit zugebracht haben sollten, mithilfe der config.sys und der autoexec.bat ständig die Nutzung des Extended Memory neu einzustellen, wäre Ihnen wohl aufgefallen, dass es eigentlich keine ernst zu nehmenden Konkurrenten gab. Rückblickend war das sonnenklar. Doch damals war es alles andere als klar. Sicher, im Zuge des damals allgemein grassierenden Wahnsinns steckte jedermann Geld in beliebige Technologie-Aktien, als gäbe es kein Morgen. Doch die Menschen, die Microsoft kauften, waren normalerweise die gleichen, die auch Worldcom, Global Crossing, AOL und viele andere Unternehmen kauften, die spektakulär scheiterten. Offensichtlich erscheint es erst, wenn es zum Handeln zu spät ist.

Sehr oft entwickeln sich Unternehmen mit großartigen Produkten und scheinbar großartigen Strategien an der Börse schlecht. Genauso oft ist es umgekehrt und irrsinnig klingende Konzepte schießen wie Raketen in die Höhe. Wie gesagt: Warten Sie ab, bis die Aktie so sehr gestiegen ist, dass sie Schlagzeilen macht; dann erscheint es allen offensichtlich, warum das alles passiert ist. In Amerika gibt es die Redewendung, jeder sei ein Montagmorgen-Quarterback. Als Europäer weiß ich zwar nicht so genau, was ein Quarterback macht, aber jedenfalls scheint es nichts zu sein, was man an einem Montagmorgen tun sollte.

Natürlich gibt es Menschen, die Unternehmen und Branchen sehr gut fundamental analysieren können, Experten, die sich ausrechnen können, was auf lange Sicht passieren wird, und die bei ihren Analysen gewöhnlich extrem ins Detail gehen. Das ist jedoch ein sehr schwieriges Spiel und reicht viel tiefer als die Zuneigung zu Produkten oder die Abneigung dagegen. Solche Analysten sind oft auf nur einen Sektor oder gar nur auf wenige Aktien spezialisiert. Sie beobachten alle Einzelheiten und analysieren jede Zeile in den Erfolgsrechnungen und Bilanzen der Unternehmen. Das ist

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