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Wenn Geld stirbt Die Ursachen, die Folgen, die Überlebensregeln von Braun, Michael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.06.2013
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
7,99 €
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Wenn Geld stirbt

Handfeste Überlebensregeln für die größte Finanzkrise seit den 1930er Jahren. Die Finanzkrise ist in allen Köpfen präsent. Doch nur wenige haben das Szenario öffentlich zu Ende gedacht. Zusammenbruch der Eurozone oder Inflation - was bedeuten sie in letzter Konsequenz, wie sollen wir uns verhalten, wenn eines dieser noch weit entfernt wirkenden Schreckensbilder tatsächlich eintritt? 'Wenn Geld stirbt' präsentiert eine handfeste To-do-Liste: Wie handle ich als Verbraucher in diesem Fall? Wie sorge ich richtig vor? Wie investiere ich mein Geld am sichersten? Wer Michael Brauns Tipps nutzt, steht nicht plötzlich mit leeren Händen da. Der Wirtschaftsjournalist Michael Braun Alexander, Jahrgang 1968, studierte Wirtschaftswissenschaften, Politik und Philosophie an der Universität Oxford und internationale Wirtschafts- und Finanzsysteme in Bologna und Washington. Er hat für mehr als 50 Medien im deutschsprachigen Sprachraum gearbeitet, darunter Börse Online, Capital, Cosmopolitan, Die Welt, Financial Times Deutschland, Freundin und Welt am Sonntag. Er leitete als Chefredakteur das Anlegermagazin Finanzen/?uro und berichtete als Auslandskorrespondent aus London, New York und Mumbai. Seit 2014 lebt und arbeitet er in Berlin und Indien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 208
    Erscheinungsdatum: 17.06.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641104221
    Verlag: Goldmann
    Größe: 460 kBytes
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Wenn Geld stirbt

I. Die Vergänglichkeit des Geldes

"Dass die Menschheit von den Lektionen der Geschichte nicht besonders viel lernt, ist die wichtigste aller Lektionen, die die Geschichte uns lehren muss."

- Aldous Huxley [1]

Alle Menschen sind sterblich, lautet ein Romantitel der französischen Schriftstellerin Simone de Beauvoir [2] - eine Aussage, der man in ihrer Absolutheit nicht widersprechen kann. Alle Währungen sind es leider auch, und das ist der großen Mehrheit von uns nur vage klar. Ein leises Echo der Zeitgeschichte ist, was die Vergänglichkeit des Geldes angeht, noch heute in Deutschland wahrzunehmen. Zum einen - vor allem unter Älteren - die Erinnerung an die Währungsreform des Jahres 1948, als Deutsche Mark auf Reichsmark folgte, zum anderen an das Krisenjahr 1923 mit seiner verheerenden Hyperinflation, das bis heute als traumatische Erfahrung im kollektiven Gedächtnis der Gesellschaft verankert ist. Das Sterben einer Währung ist 2012 allerdings mehr eine skurril-unappetitliche Erzählung aus Omas Mädchentagen als ein ernst zu nehmendes, ernsthaft zu erörtendes Risiko, das Wirklichkeit werden und katastrophale Folgen haben könnte.

Manchmal wiederholen sich Albträume jedoch. In diesem Buch lege ich die Gründe dar, warum die seit Sommer 2007 anhaltende und bislang nicht im Ansatz gelöste Finanz- und Schuldenkrise in weiten Teilen der Welt eine Ereigniskette mit sich bringen könnte, die sogenannte Papierwährungen wie Euro, Dollar, Pfund und Yen infrage stellt. Die Krise gefährdet damit die Ersparnisse und den Wohlstand von Millionen Menschen, auch in Deutschland. Für viele könnte sie sich als die größte materielle Katastrophe ihres Lebens erweisen.

Die meisten Bürger in der Bundesrepublik machen sich trotz der schlagzeilenträchtigen Dramatik der mehrjährigen Krisenphase bislang kaum Sorgen um ihr Geld und um ihr materielles Wohlergehen. Im Juli und August des Jahres 2012 bewerteten 57 Prozent der Deutschen ihre persönlichen finanziellen Lebensumstände als "gut" oder "sehr gut". Dies sind weit mehr als beispielsweise in den Jahren 2005 und 2006, vor Ausbruch der Krise. Die Erwartungen für die nächsten zwei Jahre, also bis etwa Sommer 2014, waren zu diesem Zeitpunkt keineswegs verhalten-düster, sondern ähnlich optimistisch wie in den Vorjahren. [3] Nichts deutet in Umfragen darauf hin, dass ein mehr als marginaler Teil der deutschen Gesellschaft sich um einen Kollaps des Finanzsystems - oder auch "nur" des europäischen Währungsraums - ernsthaft sorgen würde. Dass sie Geld verlieren oder weltweit gehandelte und genutzte Währungen wertlos werden könnten, ist ein Gedanke, der für die meisten nicht im Bereich des Möglichen oder Vorstellbaren liegt.

Ein Buch, das den Titel Wenn Geld stirbt trägt, kommt ohne eine Klärung dieses Ausdrucks - des "Sterbens" von Geld - nicht aus. Geld erfüllt mehrere Funktionen. Zum einen ermöglicht es das Aufbewahren von Kaufkraft für einen späteren Zeitpunkt: Wer heute einen 50-Euro-Schein in die Schreibtischschublade legt, geht in der Regel davon aus, dass er auch in einigen Jahren damit noch etwas wird kaufen können, ohne dass die Banknote bis zu diesem Zeitpunkt einen allzu großen Teil ihrer Kaufkraft einbüßen wird. Zum zweiten sind Währungseinheiten ausgesprochen nützlich, um zu rechnen, zu bilanzieren und Preise aller Art zu vergleichen. Drittens dient Geld, wie jeder weiß, als Zahlungsmittel, da es den bequemen Handel mit Waren und Dienstleistungen ermöglicht. Währungen sind also Tauschmittel. Einige wie der US -Dollar, der Euro, der Schweizer Franken und Gold sind als globale Tauschmittel anerkannt und dank dieser Eigenschaft besonders praktisch.

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