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Die geheime Sprache der Katzen von Schötz, Susanne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.05.2018
  • Verlag: Ecowin
eBook (ePUB)
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Die geheime Sprache der Katzen

Kann man die Katzensprache lernen? Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, was Ihnen Ihre Katze genau sagen möchte? Die Autorin ist der Frage mit den Methoden der Sprachwissenschaft auf den Grund gegangen. Sie stellt die ganze Bandbreite der kätzischen Lautäußerungen vor und erklärt, was sie in unterschiedlichen Situationen bedeuten können. Neben einem Schnellkurs in Katzen-Phonetik gibt sie dem Katzenfreund ganz praktische Tipps an die Hand, die er zu Hause im Umgang mit der eigenen Katze anwenden kann. Da kann es durchaus zu Überraschungen kommen. Oder auch zum besseren Verständnis. Auf jeden Fall zu einer besseren Beziehung. Prof. Dr. Susanne Schötz, geboren 1965 im schwedischen Lund, aufgewachsen in Landskrona, forscht und lehrt heute in Lund als Professorin für Phonetik. Derzeit lebt sie mit ihrem Mann und fünf Katzen zusammen: den Drillingen Donna, Rocky und Turbo, die aus dem Tierschutzhaus Landskrona adoptiert wurden, sowie mit Vimsan und Kompis, ehemals Streuner, die bei der Familie Schötz Quartier bezogen haben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 24.05.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783711052476
    Verlag: Ecowin
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Die geheime Sprache der Katzen

Meine ersten Katzen

Mensch und Katze, zwei Arten, aber eine Sprache, die die Grenze zwischen den Gattungen überbrückt - kann das überhaupt gehen? Die Wissenschaft hatte darauf - bisher - keine Antwort. Doch viele Katzenhalter sind der festen Überzeugung, dass die eigene Katze ganz bestimmt sprechen kann. Auch ich als Katzenhalterin lasse mich davon nicht abbringen und sage: Na klar kann sie sprechen! Aber es gibt eben auch die Wissenschaftlerin in mir. Und die sagt: Hier ist die These. Ich werde sie untersuchen! Es nimmt daher nicht wunder, dass ich anfing, die These "Katzen haben eine Sprache" wissenschaftlich zu überprüfen - und zwar mit den Mitteln meines Fachgebietes, der Phonetik.

Dieser wissenschaftliche Ehrgeiz richtet sich freilich auf den verbalen Ausdruck der Katzen. Gibt es "Wörter", die allen Katzen gemein sind? Kann man sie überhaupt als "Wörter" bezeichnen? Und kann es eine Sprache geben, die man unabhängig vom sonstigen Verhalten der Katze verstehen, begreifen, lernen und als Mensch anwenden kann?

Aber bevor wir phonetische Wissenschaft betreiben, lernen wir unsere "Studienobjekte" kennen: Die fünf Katzen Donna, Rocky, Turbo, Vimsan und Kompis, mit denen mein Mann und ich zurzeit unser Haus teilen, sind unsere Quelle des Glücks und die Ursache des wissenschaftlichen Ehrgeizes.

Ich bin Frühaufsteherin. Aller Morgenmüdigkeit zum Trotz stehe ich gerne auf und mache den Katzen ihr Frühstück. Denn dieses Ritual ist die erste Gelegenheit des Tages für eine Unterhaltung. Wie jedes Ritual folgt das Frühstück einem geregelten Zeremoniell.

Als Erstes begrüße ich die Kätzin Vimsan, die im Gästezimmer auf dem Sofa schläft. Während ich ihren Fressnapf fülle, eilt sie mit hochgerecktem Schwanz zu mir, streicht und reibt sich gegen meine Beine, springt auf das Spülbecken und fiept leise, so als wollte sie sagen: "Guten Morgen! Schön, dass du schon da bist. Ich habe Hunger." "Guten Morgen, Süße", sage ich und streichle sie leicht auf dem Kopf, bevor ich ihren Futternapf auf ihren gewohnten Platz stelle. Meistens hüpft sie vor Freude und stupst ihren Kopf gegen meine Hand. "Brrrt!" - "Danke."

Die Drillinge sind als Nächstes dran. Sie stehen wartend vor der Küchentür und begrüßen mich mit weichem Gurren. Wieder: "Brrrt", doch diesmal im Sinne von: "Guten Morgen!" Kater Turbo, der nie genug kriegen kann, springt gleich auf die Küchenbank, gurrt, schnurrt und streicht seinen Kopf gegen meine Hand, während ich sein Futter vorbereite. Ich rede leise mit allen dreien: "Hallo, ihr Lieben, schön, dass ihr schon wach seid, ja, gleich bekommt ihr was zu fressen!"

Rocky stellt sich auf die Hinterbeine, stemmt sich mit den Vorderpfoten auf meine Knie und gibt ein etwas gedehntes "Mä-au!" von sich, das ich als "Oh, riecht das gut, das will ich auch!" deute.

Donna springt grazil auf einen Küchenstuhl, schaut mich erwartungsvoll an und gibt schließlich ein ungeduldig forderndes "Mrhrnaaauuu-hi!" von sich: "Her mit dem Frühstück!" Endlich sind alle auf ihren Plätzen und kauen eifrig und voller Hingabe.

Kompis hat die Nacht auf seiner Lieblingsdecke auf dem Hocker in der Diele verbracht. Er streckt und dehnt sich in seiner ganzen beachtlichen Größe, die im Kontrast zum hellen Baby-Miau, "Mmiihiii", steht: "Vergiss mich nicht, ich habe auch Hunger!" Wenn ich den Napf auf seinen Platz stelle, reibt er seinen Kopf gegen meine Beine und gurrt leise. "Mrrrh!" - "Danke!" "Bitte, mein Freund", antworte ich und streichle ihm über den Nacken.

Dann gehe ich raus in den Garten, wo die Nachbarskatze Grauweiß in ihrem neuen Korb vor dem Küchenfenster residiert. "Guten Morgen, Grauweiß", sage ich. "Gut geschlafen?" Als sie mich sieht, streckt sie sich langsam und erklimmt mit Leichtigkeit den Holzstoß neben dem Fenster, in der berechtigten Er

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