text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Hormonelle Intelligenz Wie Hormone uns prägen, bereichern und klüger machen von Haselton, Martie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.04.2019
  • Verlag: Mosaik bei Goldmann
eBook (ePUB)
21,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Hormonelle Intelligenz

Hormone machen Frauen zickig, wankelmütig, aggressiv? Nein, sie machen uns weiser! Ihr Kreislauf im weiblichen Zyklus hat sich über Jahrmillionen entwickelt, um uns optimal für die biologischen Herausforderungen in unserem Leben auszustatten. Die Sexual- und Ovulationsforscherin Dr. Martie Haselton vermittelt auf unterhaltsame Art mehr Verständnis für den Körper, das Gehirn, die Beziehungen und das Verhalten von Frauen und ermöglicht dadurch selbstbestimmte Entscheidungen in Sachen Sexualität, Ehe, Freundschaft und anderen Lebensbereichen. Ein unüberhörbarer Appell, die Genialität der weiblichen Biologie als wahres Wunderwerk anzunehmen. Dr. Martie Haselton lehrt als Professorin für Psychologie und Kommunikation am Institute for Society and Genetics der Universität Kalifornien in Los Angeles (UCLA). Sie war Herausgeberin der Fachpublikation Evolution and Human Behavior und leitet das Forschungszentrum für Evolutionäre Psychologie an der UCLA.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 01.04.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641230081
    Verlag: Mosaik bei Goldmann
    Originaltitel: Hormonal - The hidden intelligence of hormones
Weiterlesen weniger lesen

Hormonelle Intelligenz

DER NEODARWINISTISCHE FEMINISMUS

Ich lebe den Traum eines jeden Wissenschaftlers, denn ich kann mich mit einem faszinierenden, gesellschaftlich relevanten Thema auseinandersetzen, das zuvor unzureichend erforscht war, aber reichlich empirische Daten liefert, wie sich schnell herausstellte.

Als ich anfing, zum hormonellen Zyklus der Frau zu forschen, herrschte in der Wissenschaft breiter Konsens, dass der Mensch sich grundlegend von anderen Säugetieren unterscheide, und dass die Hormonzyklen auf das menschliche Sexualverhalten keine besondere Auswirkung hätten. Man glaubte, der Mensch hätte sich von der hormonellen Steuerung "emanzipiert", der unsere nichtmenschlichen Verwandten noch unterworfen sind. Diese Einstellung beruhte unter anderem auf der Erkenntnis, dass Menschen besondere Verhaltensweisen an den Tag legen. Zum Beispiel sind sie fast immer sexuell aktiv, ob zum Zeitpunkt optimaler Fruchtbarkeit kurz vor dem Eisprung oder zu anderen Zeiten des Zyklus und sogar, wenn eine Empfängnis ausgeschlossen ist, also bei einer Schwangerschaft, einige Zeit nach der Entbindung, während der Stillzeit und in den Jahren nach der Menopause. Ein solches "verlängertes Sexualverhalten" unterscheidet sich deutlich von der Sexualität anderer Säugetiere.

Selbstverständlich war und ist mir bewusst, dass Frauen verschieden sind. Wir sind keine Automaten, die auf einen Östrogenanstieg mit einem bestimmten Verhalten reagieren, zum Beispiel, indem wir sexuell aktiv werden oder uns mit einer Konkurrentin messen. Dank meiner Ausbildung in Evolutionstheorie stellte sich mir jedoch die Frage, ob die Hormone nicht auch Frauen und ihre sexuellen und sozialen Entscheidungen beeinflussen. Immerhin steuern die Hormone die Fortpflanzung und damit den mächtigen Motor der natürlichen Selektion. Daher erschien es mir ausgesprochen unwahrscheinlich, dass die Hormone nicht in gewisser Weise auch unser Verhalten lenken sollten.

Die ersten Studien meiner Abteilung stellten fest, dass Frauen an ihren fruchtbarsten Tagen besonders viel Wert auf die Attraktivität ihrer männlichen Partner legen. In diesem Zeitraum fühlten sie sich auch attraktiver und gingen lieber in Clubs oder auf Partys, wo Männer anzutreffen waren. Selbst in meinem Team waren sie schicker und mitunter freizügiger gekleidet als sonst. Offenbar löste der Eisprung instinktiv einen verstärkten Impuls zur Partnersuche aus.

Anfangs betrachtete ich diesen Forschungsbereich eher als Nebenthema, doch bald waren die Ergebnisse so spannend, dass ich sie nicht länger von der Hand weisen konnte - ich wollte dieser Sache nachgehen. Welche sonstigen, bis dato übersehenen Geheimnisse der weiblichen Lust würde ich bei gründlichem Hinsehen entdecken? Also machte ich mich - mithilfe von Dutzenden Studenten und vielen geschätzten Kollegen - an die Arbeit.

In diesem Buch berichte ich von unseren faszinierenden Ergebnissen. Denn offenbar verfügen wir Menschen auch über hormonelle Intelligenz. Unsere Hormone beeinflussen sowohl Partnersuche und sexuelles Verlangen (Kapitel 2 und 4) als auch den Konkurrenzdrang (Kapitel 5), die Veränderungen des Körpers und des Verhaltens von Schwangeren und frischgebackenen Müttern (Kapitel 7) sowie die Phase der Menopause mit ihrem Potenzial für befreiende neue Erfahrungen jenseits der Fortpflanzung (Kapitel 7).

Gleichzeitig dient dieses Buch als Aufruf, mehr Informationen über das weibliche Gehirn und den weiblichen Körper zu sammeln. Zwar wissen wir schon viel, doch letztlich basierte die Forschung viele Jahrzehnte auf der Grundannahme, Männer seien in Bezug auf biomedizinische Fakten das "Standardgeschlecht". (Wenn das bei Männern so funktioniert, müsste es bei den Frauen doch genauso ablaufen.) Frauen schienen mit ihren ganzen hormonellen Veränderungen einfach zu "chaotisch" zu sein. Wozu sollte man sich damit näher befassen?

Ich glaube, wir wissen viel zu wenig über di

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen

    HOFER life eBooks: Die perfekte App zum Lesen von eBooks.

    Hier findest du alle deine eBooks und viele praktische Lesefunktionen.