text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Welche Zukunft für Frankreich und die Menschheit? Angeborenes und Erworbenes. Herausgegeben von Irmgard Matthes von Laguerre, Maxime (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.02.2016
  • Verlag: R.G. Fischer Verlag
eBook (ePUB)
17,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Welche Zukunft für Frankreich und die Menschheit?

Welche Mechanismen bringen den Menschen dazu, seine Lebensgrundlagen, seine wertvollsten Schätze (saubere Luft, reines Trinkwasser, gesunder Boden) systematisch zu zerstören und dabei immer noch zu glauben, der Fortschritt fördere eine Entwicklung zum Besseren? Innovationen verfolgen aber selten ein anderes Ziel, als den Konsum zu erhöhen, um den Finanz-Kapitalismus zu bereichern. Wie steht es um ihre Wertigkeit für den Fortbestand der Menschheit? Auf welchen Ebenen stoßen intellektuelle Vorstellungen an Grenzen, die von unseren genetischen Anlagen gesetzt werden? Gemäß dem Sprichwort "Gleich und Gleich gesellt sich gern" fühlen wir uns wohl unter Menschen mit gleicher Mentalität, dagegen fühlen wir uns unbehaglich beim Zusammentreffen mit weniger Gleichgesinnten. Und wieviel Einwanderung vertragen wir? Glückliche Umstände beendeten nach drei Jahren Gefängnisstrafe in Frankreich das düsterste Kapitel im Leben von Maxime Laguerre. Seine Beteiligung in der Französische Freiwilligenlegion gegen den Bolschewismus (LVF) während des Krieges war die Ursache für seine Inhaftierung. Als ausgezeichneter Beobachter, leidenschaftlicher Gärtner und Autodidakt entwickelte er 1967 diverse Plastikbinder und wenig später den Kunststoffblumentopf. Zwei Produktionsstätten entstanden, und zwar ohne Fremdkapital oder Kredit. Im Alter von 72 Jahren zog er sich aus dem Unternehmen zurück, um sich dem Schreiben zu widmen. Seitdem entstanden sechs Bücher, das letzte davon stellte er 2014 im Alter von 95 Jahren fertig. Seine Fragen und Gedanken kreisen um die Themen Naturordnung, Bildung und Fortschritt. In einem Gespräch 1996 sagte er: "Anstatt eine Frucht vom Baum der Erkenntnis zu essen, hat sich der Mensch mit dem abstrakten Denken vergiftet. Die Folge ist der Verlust des gesunden Menschenverstandes und der Sinn für Wahres und Konkretes."

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 248
    Erscheinungsdatum: 04.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783830117193
    Verlag: R.G. Fischer Verlag
    Größe: 914 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Welche Zukunft für Frankreich und die Menschheit?

Vorwort

Wie geht es der Welt? Man muss schon sagen: Nicht gerade gut. Und viele Leute fragen sich, weshalb. Wie viele andere stellt auch Maxime Laguerre ein "Unbehagen in der Zivilisation" fest, doch seine Erklärung ist eine ganz andere als üblich. Er beobachtet, dass der Mensch in den westlichen Gesellschaften heutzutage in einer fortwährenden Gegenwart lebt, dass dieser Mensch der Vergangenheit häufig mit einer gewissen Verachtung begegnet und dass er sich kaum Gedanken um eine Zukunft macht, die über sein eigenes menschliches Dasein hinausreicht, also um den Fortbestand der Menschheit auf dieser Erde. Und doch wird er körperlich und moralisch immer schwächer. Sicher stellt dank des medizinischen Fortschritts eine ganze Reihe von Krankheiten heute kein größeres Problem mehr dar. Aber jeder Fortschritt hat seine Kehrseite, und auch seine Grenzen. Sehen wir nicht alle schon den Tag kommen, an dem die Gesundheitskosten auf ein Maß angestiegen sein werden, das das gesamte System zum Erliegen bringen wird? Dieser Gedanke könnte verallgemeinert werden. Der technische Fortschritt ist nicht nur machtlos gegen soziale Pathologien, er begünstigt sie häufig noch. Auf Beobachtungen dieser Art hat Maxime Laguerre dieses Buch aufgebaut, das helfen soll, sich von einer ganzen Reihe falscher Vorstellungen zu befreien.

Die wichtigste dieser Vorstellungen erlebte laut Einschätzung von Laguerre ihren Höhepunkt im 18. Jahrhundert, ist jedoch bis heute niemals ganz verschwunden. Es war die auf einem übermäßigen Vertrauen in die Allmacht von Erziehung und Umfeld basierende Vorstellung, dass das menschliche Wesen bei seiner Geburt nach Belieben formbar sei. Dabei vergaß oder verleugnete man das, was zuvor jeder wusste, nämlich dass ein Teil der Persönlichkeit genetisch bedingt, also schon bei der Geburt und bereits vorher festgelegt ist. Inspiriert von grenzenlosem Optimismus glaubte man, mit den Mitteln eines echten Social Engineering könne sich der Mensch kontinuierlich zum Besseren verändern. Man glaubte, es sei möglich, am Ende immer dieselben Ergebnisse zu erzielen, wenn nur allen von Anfang an dieselben Chancen eingeräumt würden. Ebenso glaubte man, dass man allein mit Erziehung alle Unterschiede beseitigen könne, seien es Unterschiede von Fähigkeiten oder des Temperaments, oder sogar die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Streng genommen hielt man es sogar für möglich, einen "neuen Menschen" zu schaffen. Kurz gesagt: Man machte sich nicht nur daran, die Welt zu verändern, anstatt einfach zu versuchen sie zu verstehen, sondern dachte, diese materielle Transformation der Welt führe unweigerlich auch zu einer Transformation des Menschen selbst.

Seltsamerweise nahm dieser übertriebene Glaube an die Fähigkeit des Menschen, sich selbst nach Belieben zu verändern, eine Richtung an, die ursprünglich keineswegs von dieser Überzeugung erwartet worden war. Sie führte zu Angleichung und Vereinheitlichung - obwohl dieselbe Überzeugung sich schließlich genauso gut auf immer größere Differenzierung hätte ausrichten können. Es ist, als sei die Ideologie des Fortschritts auf gewisse Weise mit der Ideologie des Selbst verschmolzen, also mit dem uralten Verlangen, das zu überwinden, was uns unterscheidet, zugunsten der vermeintlich besseren Aussicht der schlichten Nichtunterscheidung.

Die desaströsen Folgen dieser unwiderstehlichen Sehnsucht erleben wir heute. Maxime Laguerre erinnert gerade im rechten Augenblick daran, dass die Rolle des Umfelds zwar nicht unwesentlich, im chronologischen Sinne aber doch zweitrangig ist: Das Umfeld kann zur Entwicklung von Fähigkeiten beitragen oder diese behindern, aber es ist unfähig, solche hervorzubringen. So ist die Kultur im Grunde eine Ergänzung zur Natur, aber kein Ersatz.

Der aktuelle Wissensstand stützt diese Diagnose. Systematische Vergleiche von echten (eineiigen) und falschen (zweieiigen) Zwillingen oder von adoptierten Kindern mit ihren Adop

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen