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Auschwitz und die 'Auschwitz-Lüge' Massenmord, Geschichtsfälschung und die deutsche Identität von Bastian, Till (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.02.2016
  • Verlag: Verlag C.H.Beck
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Auschwitz und die 'Auschwitz-Lüge'

Selbsternannte 'Experten' präsentieren gefälschte 'Dokumente' und pseudowissenschaftliche 'Gutachten', die angeblich 'beweisen', dass in Auschwitz alles 'ganz anders' oder doch 'halb so schlimm' gewesen sei. Neonazis und den sogenannten Revisionisten ist bei ihrer Geschichtsfälschung nahezu jedes Mittel recht. Viele Menschen lassen sich dadurch verunsichern und fragen insgeheim sogar, ob der Massenmord an den europäischen Juden tatsächlich stattgefunden hat. Dieses Buch will als ein Gegengift wirken. Es stellt alle wichtigen Fakten über das Vernichtungslager zusammen und informiert über die Hintermänner und Hintergründe der 'Auschwitz-Lüge'.

Dr. med. Till Bastian ist als Arzt an einer psychosomatischen Fachklinik im Allgäu tätig. Als ausgewiesener Kenner der Geschichte des Holocaust hat er mehrere Bücher über die Zeit des Nationalsozialismus veröffentlicht. Bei C.H.Beck sind von ihm lieferbar: Furchtbare Ärzte. Medizinische Verbrechen im Dritten Reich (2001) und Sinti und Roma im Dritten Reich. Geschichte einer Verfolgung (2001).

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 134
    Erscheinungsdatum: 24.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783406693786
    Verlag: Verlag C.H.Beck
    Serie: C.H. Beck Paperback Bd.1058
    Größe: 5783 kBytes
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Auschwitz und die 'Auschwitz-Lüge'

Erster Teil

DAS VERNICHTUNGSLAGER AUSCHWITZ-BIRKENAU

1. Vorgeschichte und Geschichte des nationalsozialistischen Massenmordes

An der antisemitischen Einstellung des sich nach einem mächtigen "Großdeutschland" sehnenden Österreichers Adolf Hitler konnte niemals auch nur der geringste Zweifel bestehen. Und ebenso offensichtlich ist stets gewesen, dass es sich bei dieser Einstellung nicht bloß um eine private Meinung handelte, sondern um ein auf das aktive Handeln einer "Bewegung" abzielendes politisches Programm. Schon am 16. September 1919 schrieb Hitler in einem Brief über seinen "Antisemitismus der Vernunft": "Letztes Ziel muß aber unverrückbar die Entfernung der Juden überhaupt sein."[ 1 ] Und in seinem fünf Jahre später, 1924, geschriebenen Buch "Mein Kampf"[ 2 ] wetterte er in äußerst brutalem Ton gegen die "hebräischen Volksverderber". Den Weltkrieg, dessen für Deutschland fatales Ergebnis in Hitlers Augen dringlich der Korrektur bedurfte - nötigenfalls auch mit Gewalt! -, hätte man gewinnen können, wenn schon zur richtigen Zeit genügend "jüdische Schurken" aus dem Weg geräumt worden wären. Sogar das Stichwort "Giftgas" fällt in diesem Zusammenhang! "Zwölftausend Schurken zur rechten Zeit beseitigt, hätten vielleicht einer Million ordentlicher, für die Zukunft wertvoller Deutscher das Leben gerettet."[ 3 ]

So konnte es für die Zeitgenossen auch kaum überraschend sein, dass das am 24. Februar 1920 im Festsaal des Münchner Hofbräuhauses verabschiedete und von Hitler im Mai 1926 für "unabänderlich" erklärte Parteiprogramm der Nationalsozialisten im vierten von 25 Punkten erklärte: "Staatsbürger kann nur sein, wer Volksgenosse ist. Volksgenosse kann nur sein, wer deutschen Blutes ist, ohne Rücksicht auf Konfession. Kein Jude kann daher Volksgenosse sein."[ 4 ] Im Gegensatz zum "Volksgenossen" sei "der Jude" nichts anderes als "ein Negativum", so verkündete kurz darauf Hitlers Weggefährte und späterer Propagandaminister Dr. Joseph Goebbels, "und dieses Negativum muß ausradiert werden aus der deutschen Rechnung".[ 5 ]

In den Jahren zwischen 1920 und 1933 mögen einige Deutsche über solche Sätze erschrocken gewesen sein, andere werden sie eher belächelt haben - die Zahl derer, die ihnen offen applaudierte, wuchs jedenfalls von Jahr zu Jahr. Dreizehn Jahre nach der Verabschiedung des oben zitierten Parteiprogramms hatte die von Hitler geführte nationalsozialistische "Bewegung" die Macht in Deutschland übernommen - nicht als Ergebnis demokratischer Wahlen, sondern durch einen geschickt inszenierten "Staatsstreich von oben", an dessen Gelingen der greise Reichspräsident und Generalfeldmarschall a. D. Paul von Hindenburg entscheidenden Anteil hatte. Sein offener Antisemitismus stand Hitlers Popularität nicht im Wege, sondern trug eher zu ihr bei. Neu an dieser speziellen Spielart des Antisemitismus war freilich die unerbittliche Rücksichtslosigkeit, zu der Hitler sich stets in aller Offenheit bekannt hat. Auch als Reichskanzler milderte er seinen Tonfall nicht und machte aus seinen mörderischen Absichten weiterhin keinerlei Hehl.[ 6 ] Werde es zu einem neuen Krieg, gar zu einem Weltkrieg kommen, so sagte der "Führer" am 30. Januar 1939, dem sechsten Jahrestag seiner "Machtergreifung", so werde dessen Ergebnis "die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa" sein.[ 7 ]

Sieben Monate später war dieser Krieg da, von Hitler selbst herbeigeführt. Er begann als Krieg in Europa,[ 8 ] der sich dann 1941 durch Japans Überfall auf Pearl Harbour und durch Hitlers Kriegserklärung an die USA tatsächlich zu einem Zweiten Weltkrieg fortentwickeln sollte. Der Vernichtungsfeldzug gegen die "jüdische Rasse" war dabei von Anfang an fest eingeplant.[ 9 ]

Als der Krieg am 1. September 1939 mit dem deutschen Überfall auf Polen begonnen hatte,[ 10 ] waren ihm bereits sechs Jahre "

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