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Historische Diskursanalyse von Landwehr, Achim (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.04.2018
  • Verlag: Campus Verlag
eBook (ePUB)
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Historische Diskursanalyse

Geschichte ist nicht nur das, was geschehen ist - Geschichte ist auch das, was zu einzelnen Ereignissen aufgezeichnet worden ist, und das, worüber man in welcher Weise kommuniziert und debattiert hat. Geschichte ist somit nur in vermittelter Form zugänglich. Achim Landwehr erklärt zunächst die Wurzeln der historischen Diskursanalyse, die sich intensiv mit diesen Fragen beschäftigt: von der Begriffsgeschichte Reinhart Kosellecks über die Arbeiten Hayden Whites bis zu den Studien Michel Foucaults. Auf dieser Grundlage zeigt er, welchen Nutzen die analytische Kategorie des Diskurses für die Geschichtswissenschaften hat. Zudem stellt er dar, wie sich empirisch fundierte historische Diskursanalysen im Studium durchführen lassen und was es dabei zu beachten gilt. Für alle, die sich mit dieser einflussreichen Theorie und Methode vertraut machen wollen, ist der Band ein unverzichtbares Standardwerk. 'Eine gut strukturierte und dokumentierte Einführung ...für Studenten' Das Historisch-Politische Buch Achim Landwehr ist Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Düsseldorf.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 184
    Erscheinungsdatum: 12.04.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783593438870
    Verlag: Campus Verlag
    Originaltitel: Geschichte des Sagbaren. Einführung in die Historische Diskursanalyse
    Größe: 3412 kBytes
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Historische Diskursanalyse

Vorwort Zuweilen ist zu hören und zu lesen, es handele sich bei allem, was mit Begriffen wie ?Diskurs?, ?Diskursanalyse? oder ?Diskursgeschichte? in Verbindung gebracht werden könnte, um wissenschaftliche Modephänomene, die nicht nur genauso schnell wieder verschwänden wie sie aufgetaucht seien, sondern die vor allem - horribile dictu - als inhaltsleere Worthülsen gebraucht würden, um am jüngsten akademischen Trend mit möglichst großer Aufmerksamkeitswahrscheinlichkeit teilnehmen zu können. Da ich in dieser Angelegenheit parteiisch bin, möchte ich mich einer Beurteilung dieser Einschätzung enthalten. Aber hier und da geäußerte Vorwürfe in diese Richtung müssen zumindest mit dem Umstand zurecht kommen, dass es sich bei ?Diskurstheorie? und ?Diskursanalyse? um Ansätze handelt, die schon seit einigen Jahrzehnten in unterschiedlichen wissenschaftlichen Zusammenhängen für Diskussionsstoff und auch für zahlreiche Anregungen sorgen - für eine Modeerscheinung ein recht langer Zeitraum, sollte man meinen. Dass es sich um mehr als ein Gekräusel an der Oberfläche wissenschaftlicher Tagesdebatten handelt, könnte eventuell auch der vorliegende Band belegen. Er erschien erstmals 2001 unter dem Titel Geschichte des Sagbaren. Einführung in die historische Diskursanalyse im Tübinger Verlag edition diskord, erfuhr 2004 eine unveränderte Neuauflage und hat nun nicht nur die verlegerische Heimat gewechselt, sondern auch eine dringend benötigte Überarbeitung erfahren. Eine Revision dieser Einführung lag mir schon länger am Herzen. Nicht nur hat sich die Forschungslandschaft zur Diskursgeschichte und historischen Diskursanalyse in den vergangenen Jahren verändert, auch in meinen eigenen Überlegungen zu diesem Themenbereich kam es zu einigen inhaltlichen Verlagerungen und neuen Schwerpunktsetzungen. All dies hat zwar nicht dazu geführt, dass nun ein gänzlich neues Buch vorliegen würde, aber doch ein grundlegend überarbeitetes und in einigen Teilen von seinem Vorgänger deutlich abweichendes. Dies betrifft zunächst die sprachliche Form. Kaum ein Satz ist unverändert geblieben, was weniger mit einer möglichen ?Fehlerhaftigkeit? der früheren Auflage zu tun hat, sondern mit einer mir nötig erscheinenden Politur an den Formulierungen. Die wichtigste inhaltliche Veränderung zielt hingegen auf eine weniger deutliche Betonung der Sprache, die in der vorherigen Auflage doch zu stark geriet, und vor allem stärker, als es eigentlich intendiert war. Sprache spielt für die folgenden Darlegungen fraglos eine wesentliche Rolle, und das nicht nur, weil gerade historische Fragestellungen diesem Medium auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind. Bedeutsamer scheint mir aber im Zusammenhang der historischen Diskursanalyse sowie einer sie überwölbenden Kulturgeschichte das Problem historischer Wirklichkeiten, die zwar wesentlich, aber eben keineswegs ausschließlich durch sprachliche Handlungen hergestellt werden. Dieser Aspekt findet sich in der Neuausgabe deutlicher berücksichtigt, weshalb auch der Titel Geschichte des Sagbaren wegfiel, da er sprachliche Aspekte über Gebühr unterstrich. Der Überarbeitung sind zum Teil ganze Kapitel zum Opfer gefallen. So ist nicht nur die Einleitung neu geschrieben worden, sondern auch das ehemals separierte Kapitel mit Quellenbeispielen wurde aufgelöst und in gänzlich neuer Form in dasjenige zu methodischen Vorgehensweisen integriert. In anderen Kapiteln wurden zum Teil neue Abschnitte eingefügt und andere gestrichen. Darüber hinaus war es vor allem mein Bestreben, die Forschungsliteratur auf den neuesten Stand zu bringen. Tanja Hommen, Stefan Jordan und Nina Schaffrin haben durch hilfreiche Kommentare das Ihrige zur Überarbeitung beigetragen. Ihnen sei an dieser Stelle herzlich gedankt! Der Aufbau des Bandes blieb - auch in der vorliegenden zweiten, aktualisierten Auflage der 'Historischen Diskursanalyse' - im Grundsatz bestehen. Ziel der Einführung soll es sein, einerseits zur

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