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Verführerische Frauen Elf Porträts von Wunderlich, Dieter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.11.2012
  • Verlag: Piper
eBook (ePUB)
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Verführerische Frauen

Was verbindet Zelda Fitzgerald, Charlotte von Stein und Wallis Simpson? Worin besteht die tragische Parallele zwischen Agnes Bernauer und Petra Kelly? Sie lebten sehr unterschiedliche Leben in sehr unterschiedlichen Epochen und doch hatten diese Frauen eines gemein: Sie stellten sich mit weiblicher Intuition und der Macht der Verführung gegen gesellschaftliche Erwartungen und kämpften für ihr Glück. Mit diesen elf Porträts betörender Frauen wird Geschichte lebendig.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 12.11.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492961509
    Verlag: Piper
    Größe: 1734 kBytes
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Verführerische Frauen

Kleopatra

(69 v. Chr. – 30 v. Chr.)

Tragödie am Nil

Kleopatra war mit drei Kulturen vertraut: Die griechischstämmige Königin, die als Pharaonin in Ägypten regierte, verbündete sich mit dem Römischen Reich und strebte danach, die Geschicke des gesamten Imperiums an der Seite eines römischen Machthabers mitzubestimmen. Zwei Liebhaber sollten ihr dabei behilflich sein: Cäsar und Antonius.

Im Juni 51 v. Chr. gab der Palast in Alexandria den Tod des ägyptischen Herrschers Ptolemaios XII. bekannt. Wahrscheinlich war er bereits einige Monate zuvor gestorben, die Regierung hatte die Meldung jedoch zunächst zurückgehalten. Ptolemaios XII. hatte zwar in seinen in Rom und Alexandria hinterlegten Testamenten seine 18-jährige Tochter Kleopatra VII. und ihren acht Jahre jüngeren Bruder Ptolemaios XIII. als zukünftiges Herrscherpaar bestimmt, aber die ehrgeizige Pharaonentochter beanspruchte die Herrschaft für sich allein.

Die griechischstämmige Dynastie der Ptolemäer war von Ptolemaios I. Soter (367/66 – 283/82 v. Chr.) gegründet worden, einem der Feldherrn und Nachfolger Alexanders des Großen, der nach seinem Sieg über das Perserreich Ägypten erobert und zwischen Donau, Nil und Indus ein Weltreich gegründet hatte, bevor er 323 v. Chr. im Alter von 32 Jahren starb. Weil keiner der Diadochen und Epigonen mächtig genug war, um sich als Alleinherrscher durchzusetzen, zerbrach das von Alexander dem Großen geschaffene Imperium nach seinem Tod schließlich in Teilstaaten, die sich gegenseitig bekriegten. "Von den drei hellenistischen Großmächten im Osten der Mittelmeerwelt – dem makedonischen Königreich der Antigoniden, dem Reich der Seleukiden mit seinem Zentrum in Syrien und dem Reich der Ptolemäer am Nil – war die Ptolemäerherrschaft wirtschaftlich und politisch besonders fest begründet." 1

Als Ptolemaios XII. 80 v. Chr. den ägyptischen Thron bestieg, konnte er nicht ahnen, dass er der letzte männliche Herrscher seiner Dynastie sein würde. Traditionsgemäß regierte er nicht allein, sondern zusammen mit einer Schwestergemahlin. Kleopatra VI. Tryphaina fiel jedoch nach zehn Jahren in Ungnade. Kurz zuvor hatte Ptolemaioss XII. mit einer anderen Frau – die möglicherweise aus einer vornehmen einheimischen Familie stammte, also keine Griechin war– eine Tochter gezeugt, die 69 v. Chr. in Alexandria geboren wurde und den Namen Kleopatra (VII.) erhielt.

58 v. Chr. floh Ptolemaios XII. wegen eines Volksaufstandes nach Rom – vermutlich mit seiner elfjährigen Tochter Kleopatra. Währenddessen riss seine verstoßene Ehefrau Kleopatra VI. mit der gemeinsamen Tochter Berenike IV. in Ägypten die Macht an sich. Zuflucht fanden Ptolemaios XII. und Berenikes jüngere Halbschwester Kleopatra VII. auf einem Landgut in der Nähe von Rom, das Pompeius gehörte.

Der Feldherr Gnaeus Pompeius Magnus hatte 66 v. Chr. König Mithridates VI. von Pontos besiegt und damit begonnen, den Osten des Römischen Reiches neu zu ordnen. Während er 64 v. Chr. das Seleukidenreich eroberte und Syrien zur römischen Provinz machte, scheiterte Julius Cäsar bei dem Versuch, sich ein Mandat zur gewaltsamen Umwandlung des Ptolemäerreichs in eine römische Provinz zu verschaf

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