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Wilhelm II. und seine Geschwister von Beck, Barbara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.04.2016
  • Verlag: Verlag Friedrich Pustet
eBook (ePUB)
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Wilhelm II. und seine Geschwister

Kaiser Wilhelm II. hatte vier Schwestern und drei Brüder, die meist im Schatten ihres berühmten Bruders standen. Dieser Band vereint erstmals die bewegenden Einzelbiografien der Geschwister des letzten deutschen Kaisers und bietet zugleich ein spannendes Zeit-panorama. Sigismund und Waldemar starben bereits im Kindesalter. Die Lebenswege des 'Marineprinzen' Heinrich von Preußen, der Herzogin Charlotte von Sachsen-Meiningen, Prinzessin Victoria zu Schaumburg-Lippe bzw. Zoubkoff, Königin Sophie von Griechenland und Landgräfin Margarethe von Hessen, die beinahe Königin von Finnland geworden wäre, blieben hingegen zeitlebens eng mit jenem des Kaisers verbunden. Ihre sehr unterschiedlichen Schicksale ermöglichen somit auch einen facettenreichen Blick auf diesen umstrittenen Monarchen. Barbara Beck, Dr. phil., geb. 1961, studierte Geschichte, Kunstgeschichte und Volkskunde. Die freie Historikerin und Sachbuchautorin veröffentlichte zahlreiche Bücher und Beiträge zu historischen und kultur-historischen Themen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 280
    Erscheinungsdatum: 06.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783791760766
    Verlag: Verlag Friedrich Pustet
    Größe: 4034 kBytes
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Wilhelm II. und seine Geschwister

D IE KAISERLICHEN E LTERN - F RIEDRICH III. UND V ICTORIA

Das Elternhaus, in das Wilhelm II. und seine jüngeren Geschwister hineingeboren wurden, galt als ausgesprochen harmonisch. Der 99-Tage-Kaiser Friedrich III. und die Princess Royal Victoria führten eine der wenigen wirklich glücklichen Ehen im europäischen Hochadel des 19. Jahrhunderts. Obwohl es sich bei diesem Bund um eine von langer Hand geplante Heirat handelte, verband den Hohenzollernprinzen und die britische Königstochter tiefe Zuneigung und Liebe, was sich auch positiv auf ihr Familienleben auswirkte.
Ein adeliges Traumpaar

Prinz Friedrich Wilhelm von Preußen, der spätere deutsche Kaiser Friedrich III., erlebte im Gegensatz zu seinen eigenen Kindern keine so liebevolle Kindheit. Er wurde am 18. Oktober 1831 als einziger Sohn des Prinzen Wilhelm von Preußen und der Prinzessin Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach in Potsdam geboren. In der bloß aus dynastischen Rücksichten geschlossenen, nicht sehr guten Ehe seiner Eltern trafen zwei völlig konträre Charaktere aufeinander, die keine gemeinsame Basis fanden und es daher später vorzogen, möglichst getrennt voneinander zu leben. Der Prinz wuchs in relativer Distanz zu den Eltern auf, denen er oft nur als Folie diente, vor der sie ihre Animositäten ausfochten. Während seine Mutter liberalen Ideen anhing, vertrat sein Vater erzkonservative Ansichten. Als ältester Neffe des kinderlosen preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. stand Prinz Friedrich Wilhelm seit 1840 an zweiter Stelle der Thronfolge in Preußen. Neben der für einen Prinzen typischen militärischen Erziehung erhielt er an der Bonner Universität eine bürgerlich-liberal angehauchte Ausbildung auf rechts- und staatswissenschaftlichem sowie historischem Gebiet. Er war damit der erste preußische Thronfolger, der eine akademische Schulung vermittelt bekam. Anlässlich der Eröffnung der Weltausstellung in London im Frühjahr 1851 begegneten sich der 19 Jahre alte Prinz und die noch nicht elf Jahre alte englische Prinzessin Victoria zum ersten Mal. Das ungewöhnlich intelligente Mädchen hinterließ offenbar bereits damals schon einen positiven Eindruck bei ihm.

Prinzessin Victoria war am 21. November 1840 im Londoner Buckingham Palast als ältestes Kind der britischen Königin Victoria und des Prinzen Albert von Sachsen-Coburg und Gotha zur Welt gekommen. Im Gegensatz zu dem preußischen Prinzen wuchs die Princess Royal in einer fast bürgerlich anmutenden und wesentlich herzlicheren familiären Atmosphäre auf. Das äußerst aufgeweckte und lernbegierige Kind entwickelte sich zum Liebling seines Vaters, der es nach Kräften förderte und für eine umfassende Bildung sorgte. Ihre Erziehung zielte darauf ab, sie zu selbstständigem Denken und Urteilen anzuleiten. Vicky war nicht nur das klügste Kind unter den neun Königskindern, sondern ähnelte wohl auch, was Begabung, Intellekt und Fleiß betraf, am meisten ihrem Vater.

Prinz Friedrich Wilhelm war mit der Princess Royal in brieflichem Kontakt geblieben. Als der gut aussehende Hohenzoller vier Jahre später erneut nach Großbritannien kam, zeigte er sich sehr angetan von der charmanten Prinzessin: "Ohne eine Schönheit in ihr zu finden, bietet sich bei ihrem Ausdruck und anmutigen Zügen ein so angenehmes Gemisch von Kindlichkeit und jungfräulicher Anmut, wie ich's gern habe. Und das kann ich sagen, daß Gemüt und Verstand reichlich in ihr wohnen und Interesse für Kunst und Literatur, namentlich Deutschlands, sie lebhaft erfüllt." Zur Freude beider miteinander befreundeter Elternpaare, die schon frühzeitig an eine mögliche Heirat ihrer beiden ältesten Kinder gedacht und dieses Projekt gefördert hatten, fassten der Prinz und die junge Prinzessin bei diesem Besuch auf Schloss Balmoral eine tiefe Zuneigung zueinander und verlobten sich 'inoffiziell'. Glücklich bekannte Friedrich Wilhelm: sp

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