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Als Leiche im Ochsenfell... ...kehrte der erste Geschäftsführer der Hanse (Syndikus) Heinrich Suderman (1520-1591) in seine Heimatstadt Köln zurück von Herion, Dieter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.03.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Als Leiche im Ochsenfell...

Im Kölner Ratsturm finden sich herausragende Personen der Kölner Stadtgeschichte verewigt. Neben dem Hansesyndikus Heinrich Suderman begegnen Sie in diesem Buch dem Erzbischof Anno II., dem als Ketzer verbrannten Adolf Clarenbach, dem berühmten Maler Stephan Lochner und der Hauptseidmacherin Fygen Lutzenkirchen. Dieter Herion lässt die Figuren in fiktiven Gesprächen teilweise in ihrer Ursprache, nämlich Kölsch, aus ihrem Leben berichten, fügt aber den kölschen Äußerungen die hochdeutschen Fassungen unmittelbar hinzu. So erfahren die Leser nicht nur interessante Details der Kölner Geschichte aus weit zurück liegenden Jahrhunderten. Der Autor lässt dadurch ihre Protagonisten im Dialog auf ganz besondere Weise lebendig werden.

Der 1937 geborene Dieter Herion hatte neben seiner Sparkassentätigkeit sein Betriebswirtschaftsstudium an der VWA Köln erfolgreich abgeschlossen, sich aber schon früh - wie er sagt: "schon immer" - für Geschichte interessiert. Obwohl er im Laufe seines Berufslebens als Bankkaufmann in der Betriebshierarchie einer großen deutschen Bank bis auf die Ebene des "niederen Adels" aufstieg, holte ihn eines Tages seine alte Liebe zur Geschichte wieder ein. Er studierte einige Semester an der Kölner Volkshochschule und an der Kölner Universität und "praktiziert" nun seit 25 bzw. 20 Jahren Geschichte in Form von Stadtführungen durch Köln bzw. Führungen und Vorträgen im Kölnischen Stadtmuseum. Und das verstärkt nach dem Ende seines Berufslebens. Dies ist die erste Veröffentlichung aus seiner Vortragstätigkeit.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 124
    Erscheinungsdatum: 11.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741216367
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 4246 kBytes
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Als Leiche im Ochsenfell...

ALS LEICHE IM OCHSENFELL ...

... kehrte der erste Geschäftsführer der Hanse (Syndikus) Heinrich Suderman (1520-1591) in seine Heimatstadt Köln zurück

Wer oder was war die "HANSE"?

Ein (fiktiver) Rückblick

Sudermans Lebensweg

Sudermans Persönlichkeit

"Hanse" haben wir alle schon einmal gehört. Heute noch geläufig ist der Begriff nicht zuletzt von den Autokennzeichen für die Hansestädte Bremen, Hamburg, Lübeck, Rostock, Stralsund, Greifswald und Wismar.

Diese Namen haben die Städte von einer Handelsorganisation, der sie - neben Köln auch ca. 200 andere Städte 3 - im Mittelalter angehört hatten. Die Hanse hatte sich im Laufe mehrerer Jahrhunderte auf der Basis einer "Gemeinschaft der Gotlandfahrer" gebildet, etwa zu Beginn des 12. Jahrhunderts. Sie sollte Handelswege und -plätze sichern, denn fehlende Zentralgewalten mit entsprechender Sanktionsmacht in Europa hatten zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert Raubritter- und Strandräubersitten zur Folge. Außerdem waren Kaufleute aus fremden Städten und Ländern der Willkür der jeweiligen Herrschaften an allen Handelsplätzen ausgesetzt.

Deshalb sicherten sich die der Hanse angehörenden Städte gegenseitig Geleitschutz, Rechtsschutz und Handelsprivilegien (Steuerfreiheit, Zollfreiheit, eigene Rechtsprechung usw.) zu und gegenseitige Unterstützung bei kriegerischen Auseinandersetzungen. Besonders bekannt ist für uns heute noch der Kampf der Hanse gegen Klaus Störtebeker und seine Vitalienbrüder.

Die Hanse war zeitweise so stark, dass sie selbst gegen Staaten Krieg führen oder durch Handelsblockaden zum Einlenken bewegen konnte. Selbst der deutsche Kaiser setzte sich zeitweise für die Hanse ein, weil er wusste, welche Bedeutung sie für sein Reich hatte.

Nachbau einer Hansekogge in Lübeck

Die Macht der Hanse war also groß, obwohl der Hanse eine ständige eigene Exekutivgewalt fehlte. Ebenso fehlten ihr übrigens eine eigene Verwaltung, Finanzhoheit, Heer und Siegel. Wohl aber verfügte sie über eigene feste Niederlassungen, Kontore oder Faktoreien genannt.

Die Hanse war immer auf die Solidarität ihrer Mitglieder angewiesen, die leider manchmal zu wünschen übrig ließ, weil diese hin und wieder lieber jeweils ihre eigenen Interessen verfolgten, die denen der Gesamtorganisation manchmal zuwiderliefen. Die Hanse versuchte dann die "Individualisten" notfalls durch die Androhung der "Verhansung" (Ausschluss) wieder in die Gemeinschaft zu zwingen. Mit diesem Schicksal musste sich z. B. auch einmal die Stadt Köln von 1471 bis 1476 abfinden.

Der Hanse gehörten in der Regel Städte an - vertreten durch ihre Stadträte oder Bürgermeister -, es konnten aber auch einzelne Kaufleute sein und das auch manchmal nur zeitweise. Diese unterschiedliche und für Fremde besonders undurchsichtige Organisationsform führte hin und wieder zu heftigen Auseinandersetzungen mit Ländern oder Städten bis zum Verlust von Handelsplätzen oder Privilegien. Das galt insbesondere für England, an dem die Stadt Köln als größte Handelsmetropole Europas im Mittelalter starkes Interesse hatte. Und in einer solchen privilegierten Position ließ sich Köln - als zudem freie Reichsstadt - auch nicht gerne von anderen Hansestädten in ihre Handelspolitik hineinreden.

Der letzte Hansetag, an dem auch Köln teilnahm, fand 1669 in Lübeck statt, aber der Niedergang der Hanse setzte schon Mitte des 16. Jahrhunderts ein mit

den großen Entdeckungen und dem beginnenden Überseehandel, denen die Verlagerung der Handelsströme folgte,
der Reformation und den damit verbundenen Religionskriegen 4 ,
der Erstarkung der Territorialmächte, in denen sich schon im 15. Jahrhundert allmählich eine geordnete Verwaltung des weltlichen Gemeinwesens entwickelt hatte, die Polizei (Politie, Police) genannt wurde. Es bedurfte deshalb immer weniger der selb

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