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Rom und das Schwert Wie Krieger und Waffen die römische Geschichte prägten von James, Simon (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.05.2014
  • Verlag: Philipp von Zabern
eBook (ePUB)
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Rom und das Schwert

Simon James bietet so eine anregend neue Perspektive auf die römische Geschichte, indem er sie aus der Sicht der Legionäre und ihrer Aktionen beschreibt. In einer einzigartigen Verbindung von Militär- und Sozialgeschichte zeigt er, dass Roms Herrschaft letztlich auf der Grausamkeit seiner Soldaten und ihrer exzellenten Bewaffnung beruhte. Simon James ist Dozent für Römische Archäologie an der University of Leicester. Er war viele Jahre lang als Museumspädagoge am British Museum tätig, bevor er in die Forschung zurückkehrte. Er hat bereits mehrere Publikationen zur römischen Militärgeschichte veröffentlicht.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 01.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783805346481
    Verlag: Philipp von Zabern
    Originaltitel: Rom & the Sword
    Größe: 8148 kBytes
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Rom und das Schwert

Einführung
Schwerter und Soldaten

Das Schwert, dem niemand entrinnt

Arma virumque cano, Troiae qui primus ab oris
Italiam fato profugus Laviniaque venit
litora, multum ille et terris iactatus et alto
vi superum saevae memorem Iunonis ob iram,
multa quoque et bello passus, dum conderet urbem
inferretque deos Latio, genus unde Latinum
Albanique patres atque altae moenia Romae.

Vergil, Aeneis 1.1-7

Waffen ertönt mein Gesang und den Mann , der vom Troergefild' einst
Kam, durch Schicksal verbannt, nach Italia und der Laviner
Wogendem Strand. Viel hieß ihn in Land' umirren und Meerflut
Göttergewalt, weil dau'rte der Groll der erbitterten Juno;
Viel auch litt er im Kampf, bis die Stadt er gründet' und Trojas
Götter nach Latium führte: woher der Latiner Geschlecht ward,
Und albanische Väter, und du, hochragende Roma. 1

Übersetzt von Johann Heinrich Voß

Dies sind die einleitenden Verse der Aeneis , der Erzählung von Aeneas, einem trojanischen Prinzen und Sohn der Venus, welcher durch seine Flucht aus dem brennenden Troja der Rache der Griechen entkam und sich mit göttlicher Fügung auf eine lange Irrfahrt begab, die an den Gestaden Italiens ihr Ende fand. Dort gründete er in Latium eine Dynastie, aus der in direkter Linie Romulus, der Gründer Roms, hervorging ( Abb. 1 ). Das erste Wort von Roms imperialem Nationalepos ist arma : Waffen und Rüstung. Vergils grandioses Gedicht gipfelt wiederum in einem Duell, das durch einen todbringenden Schwertstoß entschieden wird. Das Schwert - im Lateinischen gewöhnlich mit dem Wort gladius bezeichnet, das man sich als die kurze Stoßwaffe der römischen Legionäre der frühen Kaiserzeit vorstellen muss - steht als archetypisches Symbol für Rom und fungiert als zentrale Metapher für Roms Macht.

Rom herrschte jahrhundertelang über Gebiete, die heute unter mehr als dreißig Nationalstaaten auf drei verschiedenen Kontinenten, welche das Mittelmeer umfassen, aufgeteilt sind. Zudem reichte sein direkter Einfluss weit über diese Gebiete hinaus in die Biskaya, die Nord- und Ostsee, das Schwarze und das Kaspische Meer, den Persischen Golf und den Sudan. Dieses Riesenreich wurde in erster Linie, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn, mit dem Schwert aus der Welt "herausgeschnitten".

1. Aeneas entkommt aus Troja und trägt dabei seinen greisen Vater Anchises und eine alte Statue der Athene, die für den zukünftigen Standort Rom bestimmt ist (Münzprägung Caesars, der seine Abstammung von Aeneas und dessen Mutter Venus herleitete).

Weil sich Westeuropäer noch immer häufig mit Rom identifizieren, wird dieser kriegerische Aspekt oft äußerst positiv bewertet oder, paradoxerweise, mit ebensoviel Engagement heruntergespielt. Viele populärwissenschaftliche und auch manche akademische Veröffentlichungen preisen das römische Militärwesen als das großartigste der westlichen Antike. Alexander der Große mag in einem kürzeren Zeitraum ein größeres Territorium erobert haben, aber die bewaffnete Macht Roms stellte sich als viel dauerhafter heraus - und seine Legionen, nicht Alexanders Phalanx (siehe S. 86ff.), werden häufig noch heute als Vorbild moderner Armeen betrachtet. Bei dieser Betrachtungsweise stellen sich die fast unbesiegbaren Legionen der "römischen Armee" (gewisser maßen als stehender Begriff) als eine funkelnde 'Kriegsmaschine' von nie dagewesener Effektivität dar. Nachdem sie den Mittelmeerraum und den Großteil Westeuropas in zugegebenermaßen äußerst blutigen Kriegen erobert hatten, verwandelte sich die militärische Dampfwalze in eine furchtlose Wachmannschaft, welche die entmilitarisierten Provinzen vor der Bedrohung durch Barbareneinfälle schützte.

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