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Rom Die Biographie eines Weltreichs von Woolf, Greg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.04.2015
  • Verlag: Klett-Cotta
eBook (ePUB)
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Rom

Rom hat die Welt unterworfen und sie zivilisatorisch und politisch geeint. Souverän und stilistisch bravourös schildert Greg Woolf, wie es gelang, diesen bis heute einzigen Weltstaat der Geschichte zu sichern und ihm Dauer zu verleihen: ein packender Parcours durch 1500 Jahre Weltgeschichte- das neue Standardwerk. Triumph und Leistungen einer Weltmacht: Greg Woolf, einer der international renommiertesten Historiker für das antike Rom, betrachtet die Geschichte der römischen Republik und Kaiserzeit als Einheit. Dadurch lässt er ganz Europa und die Mittelmeerwelt vor unseren Augen lebendig werden. Alle wichtigen Facetten der römischen Zivilisation kommen zur Sprache. Der Autor zeigt, wie das Römische Reich funktionierte, und stellt es in den Zusammenhang anderer Reiche von China bis Peru. Allerneueste archäologische und historische Erkenntnisse lassen den weltgeschichtlich einzigartigen Erfolg Roms in einem neuen Licht erscheinen. Nicht zuletzt geht es um die alles bedeutende Frage: Warum konnte gerade Rom unter allen uns bekannten Imperien so lange überdauern und eine derart unvergleichliche Wirkung ausüben - bis zum heutigen Tag? Greg Wool f studierte Altertumswissenschaften an den Universitäten von Oxford und Cambridge. Er ist einer der weltweit führenden Historiker für die Geschichte des Römischen Reichs. Von 1998 bis 2014 lehrte er als Professor für die Geschichte des Altertums an der Universität St Andrews, Schottland. Seit 2015 ist er Direktor des Institute of Classical Studies in London. Seine Forschungsschwerpunkte sind die römische Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie die Geschichte der antiken Religion.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 495
    Erscheinungsdatum: 25.04.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783608107968
    Verlag: Klett-Cotta
    Originaltitel: Rome
    Größe: 15299 kBytes
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Rom

JEDE RÖMISCHE GESCHICHTE

IST DIE GESCHICHTE EINES

WELTREICHS

Jede römische Geschichte, die geschrieben wird, ist die Geschichte eines Weltreichs. Der Aufstieg Roms zur Macht, der lang andauernde Frieden und der noch längere Niedergang bilden insgesamt den Hintergrund für jeden Bericht über seine Geschichte. Mein Thema ist aber das Reich als solches. Wie ist es gewachsen? Wodurch war es imstande, Niederlagen zu überstehen und Siege zu nutzen? Warum war Rom erfolgreich, wo seine Feinde versagten? Wie überstand die Reichsherrschaft Krisen, konnte Wurzeln schlagen und chaotische Eroberungszüge in stabile Verhältnisse überführen? Wie gelang es dem Reich, die breiten Ströme des Reichtums und der Bevölkerung, von denen sein Erfolg abhing, zu kanalisieren? Wie entwickelte es sich, um neuen Bedürfnissen und neuen Bedrohungen zu widerstehen? Warum wankte es, gewann von neuem sein Gleichgewicht, schrumpfte dann aber infolge einer Reihe von militärischen Niederlagen zusammen, bis es wieder ein Stadtstaat wurde? Welche Umstände und technischen Fähigkeiten ermöglichten die Schaffung und Erhaltung eines Weltreichs gerade in diesem Teil der Welt und zu eben dieser Zeit? Welche Institutionen und Gewohnheiten und welcher Glaube befähigten Rom, seine Rolle auszufüllen? Und welche Auswirkungen hatte der Umstand der Reichsherrschaft auf all seine Institutionen, Gewohnheiten und den Glauben, mit deren Hilfe die Welt erobert worden war? Welche Rolle spielten Glück und Schicksal bei seinen Erfolgen und seinem Scheitern?

Der lange Zeitraum, der von einer Anzahl verstreuter Dörfer an den Ufern des Tiber bis zur mittelalterlichen Stadt am Bosporus reicht, die vom einstigen Ruhm träumt, erstreckt sich über eineinhalb Jahrtausende. Diese Geschichte in einem einzigen Buch zu erzählen, ist vielleicht ein vermessenes Vorhaben, aber es ist auch eine aufregende Herausforderung. Vielleicht hat die römische Geschichte unter den vielen Perioden der Vergangenheit, über die wir nachdenken und die unsere Welt beeinflusst haben, keinen besonderen Anspruch auf unsere Aufmerksamkeit. Aber als Student bin ich der Faszination erlegen, etwas so Unermessliches zu erforschen, einen Gegenstand, der sich über so lange Zeit und einen so weiten Raum erstreckte. Was konnte ein menschliches Vorhaben ermöglicht haben, das auf einen so gewaltigem Maßstab angelegt war? Wie konnte menschliches Wirken von so langer Dauer sein? Unsere eigene Lebenserfahrung verändert sich atemberaubend schnell. Vorangehende Generationen, die auf die Dauer ihrer eigenen Weltreiche und den ununterbrochenen Fortschritt vertrauten, standen ganz im Bann der Geschichte vom Niedergang und Fall Roms. Für uns ist es heute die Langlebigkeit Roms, das unsere Vorstellung fesselt. Meine eigene Faszination aus der Studentenzeit hat keineswegs abgenommen. Selbst heute noch gleicht für mich die römische Welt einem gewaltigen Sandkasten, in dem ich spielen kann, oder besser gesagt einem gewaltigen Laboratorium der Geschichte, in dem man alle möglichen langlebigen Prozesse und Gebilde untersuchen kann. Die römische Geschichte ähnelt in dieser Hinsicht der Astronomie. Neue Experimente kann man zwar nicht erfinden und durchführen, aber eine stattliche Menge an entfernten, sehr alten Phänomenen anhand einer kleinen Gruppe von noch vorhandenen Daten lassen sich beobachten und so die Kräfte und verheerenden Ereignisse rekonstruieren, die das zu beobachtende historische Universum geformt haben. Wie Astronomen suchen die Althistoriker nach Mustern und versuchen sie zu erklären. Dieses Buch ist ein Versuch, die Muster zu erklären, die ich beobachtet habe.

Das Römische Reich lädt zu Vergleichen ein. Die Menschen der Antike benutzten häufig biologische Analo

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