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Erzherzogin Sophie Die starke Frau am Wiener Hof. Franz Josephs Mutter, Sisis Schwiegermutter von Ehrlich, Anna (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.01.2016
  • Verlag: Amalthea Signum Verlag GmbH
eBook (ePUB)
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Erzherzogin Sophie

"Leider wird nicht von jenen, die mich kennen, Geschichte gemacht! Und es ist ein böses Gefühl, zu bedenken, dass selbst bis über das Grab hinaus die üble Nachrede dauert." Man nannte Erzherzogin Sophie die heimliche Kaiserin, den bösen Geist und den einzigen Mann bei Hof, aber auch eine bigotte Frömmlerin und politische Intrigantin. Seit der "Sissi"-Filmtrilogie von Regisseur Ernst Marischka aus den 1950er-Jahren haftet ihr darüber hinaus der Ruf der bösen Schwiegermutter Kaiserin Elisabeths an. So entstand ein widersprüchliches, meist negatives Bild der intelligenten Frau. Dieses Buch zeichnet auf der Grundlage einer Fülle von Äußerungen Sophies, überliefert in ihren Tagebüchern und Briefen, und Mitteilungen ihrer Zeitgenossen ein neues Bild der Mutter Franz Josephs. Als überaus engagierte Mutter leitete sie die Erziehung des künftigen Kaisers Franz Joseph und wurde damit zur Weichenstellerin für seinen Charakter und sein Weltbild. Besuchen Sie auch die Website zum Buch: erzherzoginsophie.at Mit zahlreichen Abbildungen

Anna Ehrlich, promovierte Juristin und Historikerin, bietet seit über 45 Jahren in Wien informative und unterhaltsame Führungen an (wienfuehrung.com). Sie widmet sich vor allem Randthemen der Geschichte, so der Sitten-, Medizin-, Religions- und Rechtsgeschichte. Zuletzt erschienen: 'Auf den Spuren der Josefine Mutzenbacher', 'Karl Leger', 'Wien für kluge Leute', 'Wien für kluge Kinder' (mit Jennifer Faulkner), 'Wien für coole Kids' (mit Jennifer Faulkner) und 'Der Wiener Kongress' (mit Christa Bauer). Christa Bauer arbeitet als Fremdenführerin in Wien (touristguides-austria.at) und trat durch die Veröffentlichung etlicher Artikel in historischen Magazinen hervor. Seit 2008 im Vorstand des Vereins der geprüften Wiener Fremdenführer, leitet sie diesen derzeit als Präsidentin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 28.01.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783903083103
    Verlag: Amalthea Signum Verlag GmbH
    Größe: 14616 kBytes
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Erzherzogin Sophie

Kindheit und Jugendjahre

Eltern und Geschwister

S ophie und ihre Geschwister wuchsen in einer sehr harmonischen und toleranten Familie auf. Ihre ausgesprochen glückliche Kindheit gab ihr ein festes Fundament für ihr ganzes Leben. Sie liebte ihre Eltern zärtlich und stand mit ihnen auch nach ihrer Heirat in engstem Kontakt, vor allem mit ihrer Mutter. König Maximilian Joseph von Bayern (1756-1825), kurz Max genannt, und seine zweite Gattin Karoline Friederike Wilhelmine von Baden (1776-1841) waren einander in tiefer Liebe verbunden und trennten sich nur ungern voneinander.
Vom Herzog ohne Land zum
König von Napoleons Gnaden

Bei der Geburt von Sophies Vater Max war nicht vorauszusehen gewesen, dass er einmal über Bayern regieren würde, stammte er doch aus einer Pfälzischen Seitenlinie der Wittelsbacher. Sein Vater Friedrich Michael von Pfalz-Birkenfeld-Bischweiler (1724-1767) kommandierte wie schon seine Vorfahren ein französisches Regiment, trat aber im Siebenjährigen Krieg in österreichische Dienste und konvertierte deshalb zum Katholizismus. Seine Mutter, die Wittelsbacherin Maria Franziska Dorothea von Pfalz-Sulzbach (1724-1794), wurde ab 1760 wegen einer leidenschaftlichen Liebesaffäre mit einem Schauspieler in Klosterhaft gehalten. Max' Erziehung lag genau wie die seines älteren Bruders Karl August (1746-1795) in den Händen seines Onkels und Vormunds, Christian IV. von Birkenfeld und Zweibrücken (1722-1775), der seinen Neffen für die militärische Laufbahn bestimmte. Seine Lehrer bezeichneten Max als " reichbegabt und fähig ", es entwickelten sich sein " Geist und Körper gleichmäßig , ohne Schulzwang und Überfülle von Kenntnissen, mit welchen man Prinzen häufig betäubt und oftmals alles richtige Gefühl in ihnen erstickt ".

König Maximilian I. Joseph

Max wird als schöner Jüngling beschrieben, man bescheinigte ihm ein freundliches und gütiges Wesen sowie Großzügigkeit, er galt als einfach und ehrlich und besaß gesunden Menschenverstand. Völlig undiplomatisch sagte er stets offen und manchmal mit recht derben Worten genau das, was er dachte. Mit seiner Entscheidungsfähigkeit stand es allerdings nicht zum Besten, dafür verfügte er über die Gabe, fähige Ratgeber um sich zu scharen.

Max' Lehrer, der französische Offizier Agathon de Guynement Chevalier de Keralio (1723-1788), prägte ihm ein: " Vergessen Sie nie, dass Sie die große Hoffnung eines illustren Hauses sind ." 1 Er war seinem Schüler nicht nur Lehrer, sondern auch väterlicher Freund und legte mehr Wert auf die Charakterbildung des jungen Prinzen als auf das Erlernen höfischer Umgangsformen. " In Gesellschaft hat er besser abgeschnitten, als erwartet; denn ich lehrte ihn wenig oder richtiger gesagt gar nichts, was man Höflichkeit nennt aus Besorgnis, ihn falsch zu machen " 2 , berichtete er einer Tante seines Schülers erfreut. Falschheit war tatsächlich das Letzte, was man Max nachsagen konnte.

1770 trat Max in die Fußstapfen seines Vaters und übernahm das Elsässer Regiment, das unter französischem Befehl stand. Er lebte meist in Straßburg und führte das typische Leben eines adeligen jungen Offiziers. Besonders heiratswillig war er nicht, obwohl sein Vormund Herzog Christian schon eine Braut für ihn zu suchen begonnen hatte, als er gerade einmal 16 Jahre alt war. Erst 1785, mit fast 30 Jahren, war er unter Druck bereit, die protestantische Prinzessin Auguste Wilhelmine von Hessen-Darmstadt (1765-1796) zu ehelichen. Entgegen den herrschenden Sitten musste sie nicht konvertieren, sich jedoch verpflichten, die gemeinsamen Kinder im katholischen Glauben zu erziehen.

1795 starb sein älterer Bruder Karl August, und Max folgte ihm als Herzog von Zweibrücken nach. Noch im selben Jahr wurden seine Herrschaftsgebiete während der Koalitionskriege von Frankreich bese

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