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Der vogtländische Bergbau bis 1875 Eine Zusammenfassung des überlieferten Schriftgutes von Ott, Rainer (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.09.2012
  • Verlag: Pro BUSINESS digital printing
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Der vogtländische Bergbau bis 1875

Die vorliegende Arbeit stellt zwar in Bezug auf die Erforschung des vogtländischen Bergbaus nichts wesentlich Neues dar, aber es wurde erstmals der Versuch unternommen, die Fülle von gedruckten Quellen kurz und übersichtlich zusammenzufassen. Dadurch wird es dem Interessierten möglich, sich über die gedruckten Quellen und deren Inhalt zu informieren, ohne dass er in mühevoller Kleinarbeit fast jede einzelne Veröffentlichung durcharbeitet. Rainer Ott, geb. 1969 in Plauen, gründete 1985 im damaligen Kulturbund der DDR die Fachgruppe 'Historischer Bergbau', aus der 1990 der Vogtländische Bergknappenverein zu Plauen e.V. hervorging. Die Fachgruppe und später der Verein nahmen nach über 100 Jahren die Erforschung des vogtländischen Bergbaus wieder auf. Der Vogtländische Bergknappenverein zu Plauen e.V. betreibt heute u.a. das Alaunbergwerk 'Ewiges Leben' in Plauen als Besucherbergwerk sowie das Luftschutzmuseum in Plauen. Der Autor lebt im Rheinland und ist in der Health Care Branche tätig.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 51
    Erscheinungsdatum: 05.09.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864600401
    Verlag: Pro BUSINESS digital printing
    Größe: 947 kBytes
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Der vogtländische Bergbau bis 1875

2.1. Die Erzreviere

Heute noch lässt sich eine bestimmte Anzahl von Erzrevi e ren erkennen, in denen sich eine besonders große Anhäufung von Bergwerksanlagen befindet. Solche Reviere befinden sich meistens in den Bereichen der von Nordwest nach Sü d ost ziehenden Spaltensysteme, welche in ihren Kontaktzonen meist Erze führen. So kann nach Jaeger auf einige wichtige Reviere hingewiesen we r den 10 :

a) das Oelsnitzer Erzrevier, an der Nordostflanke des Obertriebler Quersa t tels;

b) das Geilsdorfer Erzrevier, westlich der Neumühlenspa l te;

c) die Erzreviere von Plauen, Liebau-Röttis und Mechelgrün-Zobes;

d) das Erzrevier von Reichenbach, nördlich von Aue r bach und

e) das Erzrevier zwischen dem Schneckenstein und Brunndöbra, im Kontakthof des westlichen Eibenstocker Gr a nits.

Grubenregister der kindlichen-Gehorsam-Fundgrube in der Nähe von Oelsnitz von 1762 aus dem ehemaligen Bergamt Voigtsberg (Sammlung Heimatmuseum Schloss Voigtsberg in Oelsnitz, Inv.-Nr. 1462, Titelseite). Reproduktion: Joha n na Falk, Plauen.
2.2. Die Erze

2 2.1. Eisenerze

Von allen Erzen nimmt wohl das Eisen den wichtigsten Platz ein. Im Vogtland kommt es meist als Eisenspat (Siderit), Brauneisenstein (Limonit) und Nadeleisenerz (Goethit) vor. Seltener sind Magneteisenstein (Magnetit) und Roteisenstein (Hämatit). Als Begleiter der Eisenerze tritt häufig der Eisen- oder Schwefelkies (Pyrit) auf. Eisenspat und Brauneisen sind in der Regel in der gleichen Lagerstätte enthalten, da letzteres durch Umwandlung aus Eisenspat entsteht. Von den Erzgängen wurden in den vergangenen Jahrhunderten die ergiebigsten bereits abgebaut. Diese kleineren Gruben 11 waren meist nur mit wenigen Leuten besetzt und befanden sich vorwiegend bei Pöhl, Pirk und Gottesberg. Größere und bedeutendere Gruben waren z.B. die Hartmann Fundgrube bei Ruppertsgrün (Tabelle 1), der Friedrich-Wilhelm-Stollen bei Pirk und im Nymphental 12 die Doppelgrube Saxonia Bavaria vereinigt Feld. Pingen und Halden sind heute noch bei Straßberg, Gottesberg, Geilsdorf, Pöhl und Pirk zu s e hen.

Tabelle 1: Ausgewählte Förderleistungen der Grube "Hartmann" bei Ruppertsgrün 13 ; abgebautes Erz: Eisenerze


Jahr

Zentner

Bergleute

1858

512

2- 3

1859

8.912

10-11

1861

21.440

11-17

1864

7.424

12-14

1874

11.601

11-15
2.2.2. Zinnerze

Die Blütezeit des Zinnabbaus, die

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