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Chronik der Familie Tröster Eine genealogische Studie zur Familie Tröster in Vorpommern und der mit ihr verbundenen Familien mit Nachkommenbericht und Namensverzeichnis von Albrecht, Matthias (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
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Chronik der Familie Tröster

Dieses Buch stellt die Lebensumstände und die sich entwickelnden Familiengenerationen des in Pommern von ca. 1687 bis 1772 lebenden Johann Gottfried Tröster dar, der sein Leben als Tagelöhner bestritt. Viele seiner Nachfahren hatten ebenfalls ihre Wurzeln in Pommern, wie auch die drei Autoren dieses Buches. Die aus den beiden Ehen von Johann Gottfried Tröster hervorgegangenen Nachfahren sind, soweit sie den Autoren bekannt sind, erfasst und beschrieben. Dieses Werk kann dem interessierten Ahnenforscher eine Fülle von möglichen Anknüpfungspunkten für die Familienforschung im Raum Anklam und dem interessierten Leser eine Fülle von Informationen zu den jeweiligen Personen bieten. Von dem einen wird mehr zu erfahren sein, von dem anderen weniger. Anhand der Ortsbezeichnungen können Wanderung und Ausbreitung der Nachfahren von Johann Gottfried Tröster in ihrer jeweiligen Zeit nachvollzogen werden bis hin zu den Auswanderern in die heutige USA. Dieses Buch nimmt den Leser mit auf eine kleine Zeitreise beginnend im Jahre 1687 bis in unsere heutige Zeit. Vieles wird noch unentdeckt und unbeschrieben sein und kann durch Werke anderer Forscher bzw. späterer Generationen gerne ergänzt werden. Matthias Albrecht, geboren 1973 in Stralsund, Mecklenburg-Vorpommern. Ausbildung zum Hochbaufacharbeiter mit Abitur, anschließendes Studium der Rechtswissenschaften in Greifswald. Das Studium mit dem 1. Staatsexamen beendet, das 2. Staatsexamen in Braunschweig abgelegt, wo er heute noch lebt und als Jurist arbeitet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 380
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783752800746
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 1557 kBytes
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Chronik der Familie Tröster

Spitzenahn Johann Gottfried Tröster im Kontext seiner Zeit

Unser nachweislich ältester Vorfahre ( Spitzenahn ) Johann Gottfried Tröster wurde wahrscheinlich im südwestlichen Siedlungsgebiet unweit der Stadt Anklam um 1687 geboren. Die Vermutung liegt nahe, da um diesen Zeitraum herum in Blesewitz die Geburt einer unehelich geborenen Maria Tröster dokumentiert wurde. In den nachfolgenden Generationen unseres Spitzenahns tauchen als Geburts-, Wohn- und Sterbeorte häufig die nur wenige Kilometer voneinander entfernten kleinen Dörfer Dersewitz, Stolpe, Blesewitz, Görke, Tramstow, Kagendorf, Rossin, Charlottenhof, Auerose, Wusseken, Stretense, Woserow, Pelsin und Marienthal auf. Alle Orte befinden sich südlich der Peene unweit der Stadt Anklam.

Quelle: Ausschnitt aus der Lubinschen Karte (zwischen 1610 bis
1618 erarbeitetes Kartenwerk des Rostocker Gelehrten Eilhard
Lubinus im Auftrag des Herzogs von Pommern Philipp II.)

Die Herkunft der Eltern unseres bis jetzt bekanntesten ältesten Vorfahren konnte noch nicht geklärt werden. Denkbar wäre, dass seine Vorfahren in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges als Söldner oder als zivile Angehörige eines Trosses in die südlich von Anklam gelegene Region gelangten. Unser Spitzenahn könnte sich aber auch als Kolonist nach dem Ende dieses verheerenden Krieges in Blesewitz oder in einem Nachbardorf angesiedelt haben. Beide Thesen sind jedoch nicht durch Dokumente belegt und daher reine Spekulation.

Am Ende des Dreißigjährigen Krieges waren ganze Landstriche durch die Kriegs- und Gewalteinwirkungen sowie die damit einhergehenden Hungersnöte und Seuchen weitgehend entvölkert.

"Während des Dreißigjährigen Krieges fielen von 1627 bis 1629 kaiserliche Truppen mordend, plündernd und brandschatzend in Anklam ein. 1600 Einwohner kamen ums Leben. Mit dem Tod Bogislaws XIV. im Jahr 1637 geriet die Stadt in einen erneuten Konflikt zwischen Schweden und Preußen. Schwedische Truppen besetzten die Stadt und wurden von kaiserlichen Truppen vertrieben. Sie plünderten jedoch die Stadt erneut aus und vernichteten dabei auch die Bauernschaften in den umliegenden Dörfern wie Pelsin, Gellendin, Woserow, Bargischow oder Gnevezin. Das Kloster Stolpe wurde ebenfalls zerstört. Hinzu kam, dass die Soldaten erneut die Pest in die Stadt brachten und wiederum 1400 Einwohner starben." ( 13 )

Es ist annehmbar, dass die kleinen Dörfer Blesewitz, Dersewitz oder Görke in Nachbarschaft zu den genannten zerstörten und entvölkerten Dörfern ebenfalls verwüstet wurden. Ab 1648 gehörte diese Region zur südlichsten Provinz des schwedischen Königreiches.

Im Jahre 1687, dem etwaigen Geburtsjahr von Johann Gottfried Tröster, wurde der schwedische General Nils Bielke zum Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern ernannt. ( 14 )

Ende 1715 bis Anfang 1721 fiel "Schwedisch-Pommern" zwischenzeitlich an das Königreich Dänemark. 1720 musste das geschwächte Schweden Gebiete südlich des Peene-Flusses an Brandenburg/Preußen abtreten. ( 15 )

Als 1815 das nördlich der Peene gelegene "Schwedisch-Pommern" zu Preußen kam, bezeichnete man diese Gebiete als "Neuvorpommern". Die Region südlich der Peene, wo unser Spitzenahn mit seiner Familie lebte, nannte man dagegen "Altvorpommern".

Wie unser Vorfahre Johann Gottfried Tröster sowie die Generation seiner Kinder und Enkelkinder den Wechsel der jeweils herrschenden Mächte bis dahin erlebte, entzieht sich unserer Kenntnis und ließe wiederum nur Spekulationen zu.

Als Tagelöhner hatten sich die Familien unseres Spitzenahns Johann Gottfried Tröster und die Familien seiner Kinder und Enkel der zu dieser Zeit geltenden strengen Gesindeordnung zu fügen. Noch bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts befanden sich diese Generationen in der Leibeigenschaft. Sie waren unfrei, durften z.B. nicht ohne Zustimmung des Guts

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