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Griechen besiegen Perser bei Salamis! von Graser, Ulrich (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.01.2012
  • Verlag: WBG Theiss
eBook (ePUB)
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Griechen besiegen Perser bei Salamis!

Ereignisse, die die Welt bewegten - alle Hintergründe und Fakten! 480 v. Chr.: Xerxes ist entsetzt. Hilflos muss er zusehen, wie die Griechen seine Flotte Schiff für Schiff aufreiben. Die Perser wissen kaum, wie ihnen geschieht. Die Griechen hingegen werden diesen Tag nie vergessen; er stellt die Weichen für die goldene Zeit der berühmten Attischen Demokratie und damit für die weitere Geschichte der antiken Welt. Kunst, Kultur und Philosophie blühen auf: Sokrates diskutiert auf dem Marktplatz, Sophokles probt seine Stücke, Arbeiter und Handwerker verwandeln die Akropolis in ein von Marmor glanzendes Juwel. Doch der Sieg hatte ein unheilvolles Machtgefüge geschaffen. Fünfzig Jahre später wenden sich Athen und Sparta, die Verbündeten von einst, gegeneinander. Die große Zeit Athens ist schlagartig vorbei. Ulrich Graser ist Historiker und Journalist. Er arbeitet als Redakteur bei den Nürnberger Nachrichten und schreibt für das Magazin G/Geschichte. Im Theiss Verlag erschien bereits sein Buch "Griechen besiegen Perser bei Salamis!".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 01.01.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783806225372
    Verlag: WBG Theiss
    Größe: 1398 kBytes
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Griechen besiegen Perser bei Salamis!

+++ Ein Meer aus Trümmern und Leichen +++

Dunkle Nacht liegt über der Bucht von Salamis. Im weiten Halbrund der Küstenlinie ankern mehr als dreihundert Kriegsschiffe. Zigtausend Männer sitzen, liegen und stehen am Strand. Einige schlafen, viele haben sich in Gruppen zusammengefunden und diskutieren, halblaut zwar, aber heftig. Immer wieder deuten sie aufs Meer hinaus und schütteln die Köpfe. Feuerstellen erhellen die Szenerie. Über den Lagerplatz patrouillieren Soldaten. Von Attika, auf der anderen Seite der Meerenge, dringen Marschgeräusche herüber, Befehle, Fanfarenstöße, Peitschenhiebe. Sie lassen die Griechen auf Salamis schaudern. Hören sich so die Vorboten des Todes an?



+++ Nikolaos fröstelt. Er schlingt die Arme um die Knie und zieht sie fester an den Körper. Außer einem Lendenschurz trägt er kein Kleidungsstück zum Schutz vor der kühlen Meeresbrise. Etwas abgesondert kauert er ganz allein auf einer kleinen Anhöhe über dem Strand. Nikolaos sieht auf die Bucht hinaus, horcht angestrengt in die Dunkelheit. Seit Stunden hockt er schon hier. Ihm ist, als würden sich drüben, in seiner Heimat, Millionen von feindlichen Soldaten in Bewegung setzen, keine zehn Stadien von Salamis entfernt. Plötzlich steht Demochares neben ihm. In der Triere "Aphrodite" rudert er gleich hinter Nikolaos. Demochares reicht seinem Freund eine kleine Schale: "Du musst essen", sagt er, "sonst hast du morgen keine Kraft, wenn wir die Perser schlagen." Nikolaos antwortet nicht. Er nimmt die Schale, überlegt kurz. Dann reicht er das Essen zurück: "Morgen Abend", flüstert er und sieht seinen Freund mit großen Augen an, "werden wir dann noch leben?"

Demochares hebt den Kopf, lenkt den Blick ins Dunkle, Richtung Attika: "Mit Athenas Hilfe." Schnell greift er in die Schüssel und kratzt die letzten Reste der Hafergrütze aus. Er weiß, was Nikolaos Sorgen bereitet. Sein Großvater, der schon ein wenig gebrechlich ist, blieb in Athen zurück, als alle anderen im späten Sommer die Stadt und die Höfe auf dem Land fluchtartig verließen. Und Nikolaos' Mutter war mit seiner Frau und dem kleinen Sohn nach Aigina ausgeschifft worden, ehe er sie noch einmal sehen konnte. Zu lange hatten die Gefechte am Kap Artemision gedauert. Als die "Aphrodite" nach Attika zurückkehrte, waren viele Frauen und Kinder schon in Sicherheit gebracht worden. Morgen nun würde vor der Küste von Salamis die nächste Seeschlacht stattfinden, vielleicht die letzte. Tausend Schiffe soll der Perserkönig aufgeboten haben, dreimal so viele wie die Griechen. Viele Phönizier sind dabei, Ägypter, Ionier - die besten Seefahrer der Welt. Nur die Götter wissen, ob Nikolaos seine Familie wiedersehen wird. Alle hatten beobachtet, wie nach der Einnahme Athens tagelang eine schwarze Rauchfahne über der Akropolis aufgestiegen war. Großvater, wo bist du?

Nicht nur Nikolaos schläft schlecht in dieser Nacht. Kurz vor Sonnenaufgang werden die Krieger zum Appell gerufen. Die Feldherren der einzelnen Poleis richten einige Worte an sie. Die Korinther, die Spartaner, die Aigineten und die anderen. Nikolaos und Demochares sind zu weit weg, um etwas zu verstehen. Aber als der Athener Themistokles spricht, senkt sich ringsum der Lärmpegel. Die allgemeine Unruhe weicht für einen Moment gespannter Aufmerksamkeit. Themistokles' Stimme füllt die Bucht. Wie gebannt verfolgen die Männer seine Worte. Sie sollten, sagt der berühmte Stratege, alle guten und schlechten Regungen, deren der Mensch fähig sei, nebeneinander stellen und sich dann stets für den guten Teil entscheiden. Während Nikolaos noch überlegt, was damit gemeint sein könnte, gibt Themistokles den Befehl, auf die Schiffe zu gehen. Die beiden Freunde sitzen im Bauch der "Aphrodite" ganz unten, direkt am Bug, gleich hinter dem Rammsporn, der gefährlichen Waffe der Triere. Sie steigen als erste an Deck, klettern hinunter und binden ihre langen Riemen mit Led

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