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Business Analysis und Requirements Engineering Produkte und Prozesse nachhaltig verbessern von Hruschka, Peter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.02.2019
  • Verlag: Carl Hanser Fachbuchverlag
eBook (PDF)
28,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Business Analysis und Requirements Engineering

Wir alle wollen schlanke, effektive Geschäftsprozesse und optimale IT-Unterstützung. Wir finden für jedes Problem eine Lösung - wenn wir uns nur genau darauf einigen könnten, was unser Problem ist. Das Verstehen von Problemen und das Formulieren von Anforderungen, was wir gerne anders hätten, ist das Thema dieses Buches. Viele verschiedene Begriffe werden dafür verwendet (Business Analysis, Systemanalyse, Requirements Engineering, ...) und viele Berufsbezeichnungen für die Beteiligten. Dieses Buch zeigt einen integrierten Ansatz zum Umgang mit Anforderungen. Es stellt Ihnen Methoden, Notationen und viele pragmatische Tipps (Best Practices) zur Verfügung, mit denen Anforderungen effektiv zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern behandelt werden können - von Entdeckungstechniken über Dokumentationstechniken, Prüftechniken bis hin zu Verwaltungstechniken. Dr. Peter Hruschka ist 'Principal of the Atlantic Systems Guild' und Gründungsmitglied bzw. Board Member des IREB (International Requirements Engineering Board). Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind Training und Consulting im Bereich Software Engineering.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 361
    Erscheinungsdatum: 11.02.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783446457348
    Verlag: Carl Hanser Fachbuchverlag
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Business Analysis und Requirements Engineering

2 Erfolgreich starten
Im zweiten Kapitel betrachten wir, wie wir Vorhaben oder Projekte erfolgreich starten. Aus Sicht des Business Analyst, Requirements Engineer oder Product Owner sind es drei Punkte oder drei Zutaten, die zu einem erfolgreichen Projektstart unbedingt notwendig sind.

1. Wir brauchen eine Einigung über die Projektziele; eine Vision von dem, was wir wirklich erreichen wollen. Ziele oder Visionen sind die höchsten und abstraktesten Anforderungen. Oder kurz gesagt, Ziele sind auch Anforderungen und müssen genauso prüfbar sein wie alle Anforderungen im System.

2. Wir müssen die Stakeholder ermitteln. Damit gemeint sind alle relevanten Personen, die im Projekt mitwirken sollen, wollen und können.

3. Wir müssen den Scope eingrenzen, den Umfang unseres Projekts. Wir müssen wissen, was uns gehört und was uns nicht gehört. Unser Thema abgrenzen von der Umwelt, von Nachbarsystemen und die Schnittstellen zu diesen Nachbarsystemen festlegen.
2.1 Drei Zutaten zu einem erfolgreichen Projektstart
Die Grundlage für den Erfolg oder den Misserfolg von Projekten wird schon sehr früh, ganz am Anfang gelegt. Deshalb wollen wir uns in diesem Kapitel die Ingredienzen ansehen, die dazu notwendig sind, ein Projekt erfolgreich zu beginnen. Drei Punkte sind es, auf die wir am Anfang achten sollten: die Festlegung der Projektziele, die Festlegung der Mitspieler (im Englischen "Stakeholder" genannt) und die Festlegung des Umfangs des Projekts (im Englischen als "Scope" bezeichnet). Wie Bild 2.1 verdeutlicht, haben diese drei Punkte Wechselwirkungen untereinander. Es ist klar: Andere Mitspieler haben unter Umständen andere Ziele. Umgekehrt, wenn Ziele vorgegeben werden, kann man die beteiligten Personen so auswählen, dass diese Ziele gut erreichbar sind.

Die Ziele geben aber auch den Umfang des Projekts vor und der Umfang bestimmt wiederum, was innerhalb des Zielbereichs liegt und was nicht. Und natürlich haben auch die Stakeholder und der Scope ihre Wechselwirkungen. Wir werden in den folgenden Abschnitten alle drei Ingredienzen ausführlich behandeln.

Bild 2.1 Drei Zutaten ausbalancieren
2.2 Ziele
Beginnen wir mit den Zielen. Natürlich sollte jedes Projekt Projektziele haben. Aber ist das wirklich Ihre Aufgabe als Systemanalytiker? Sind Sie dafür verantwortlich, dass es Projektziele gibt? Das ist doch der Job eines Projektleiters. Oder vielleicht noch besser, der Job eines Auftraggebers, denn als Projektleiter würde ich meine Auftraggeber fragen, was sie eigentlich anstreben. Warum sollten Sie sich als Systemanalytiker also um Ziele kümmern? Nun ja. Ziele sind die höchste und abstrakteste Form von Anforderungen. Alle weiteren (detaillierteren) Anforderungen, die Sie erheben, sollten sich aus diesen Zielen ableiten. Deshalb sollten Ziele Ihre Ausgangsbasis sein. Und wenn der Projektleiter oder der Auftraggeber sie noch nicht formuliert haben, dann müssen Sie ran und diese Ziele formulieren.

Ich habe vor ein paar Jahren einmal im Oktober ein Team kennengelernt, das mit fünfzehn Personen an einem großen Thema arbeitete. Wir haben dann für Anfang Januar vereinbart, einen Einführungskurs zu machen und auch ein bisschen Projektberatung. Nach den beiden Tagen des Einführungskurses, mit ähnlichen Inhalten wie in diesem Buch, habe ich am Mittwochmorgen die Fragen gestellt: Wo sind Eure Projektziele? Ihr arbeitet schließlich schon mit fünfzehn Leuten seit drei Monaten zusammen. Kann mir jemand die Ziele nennen? Alle sahen sich ratlos um. Insbesondere der deutsche Softwareprojektleiter und der italienische Hardwareprojektleiter sahen sich tief in ihre

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