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Geschichte der Fashion & Beauty Photographie Das 19. Jahrhundert von Hanefeld, Sven M. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.09.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Geschichte der Fashion & Beauty Photographie

Sonderausgabe mit vielen farbigen Abbildungen: Ein Handbuch zur Geschichte der Photographie in Bezug auf Fashion und Beauty im 19. Jahrhundert. Bis heute das erste Werk dieser Art, einzigartig und unentbehrlich für alle, die das Studium der Photographie unter diesen Gesichtspunkten vertiefen und an ihre Wurzeln gehen möchten. Sven Magnus Hanefeld wurde am 27. Dezember 1965 als Sohn eines Oberstudienrats und einer Lehrerin in Bremen geboren. Im Alter von sieben Jahren begann er zu photographieren, als er eine Box von seinem Opa geschenkt bekam. 1974 verbrachte er mit seiner Familie in Lafayette, einem kleinen Ort in der Nähe von San Franzisko. Hier machte er Aufnahmen mit einer Kodak Instamatic. 1977 richtete er sich im Keller der Eltern ein Photolabor ein. Die Oberstufe des Gymnasiums brach er vorzeitig ab. Auf der Suche nach alternativen Lebensformen folgten Reisen per Anhalter quer durch Europa, Asien und Amerika. In den 90er Jahren war er Gelegenheitsarbeiter. Im Jahr 1996 machte er ein Praktikum bei einem Werbe- und Industriephotographen. Er arbeitete diverse Jahre als Taxifahrer und Reiseleiter. 2001 zog er für ein halbes Jahr nach Schottland und arbeitete für IBM als Customer Service Representative. Zurück in Bremen fuhr er wieder Taxi. Im Jahr 2005 machte er sich als Photograph selbstständig. Auf internationalen Modeschauen in Mailand, New York und Paris entstanden Runway-Aufnahmen. Im Jahr 2010 machte er eine Ausbildung zum Mediengestalter an der Digital Arts Academy in Hamburg. Seither Freelancer als Photograph und Mediengestalter. Er ist Mitglied des Freundeskreises des Hauses der Photographie in Hamburg. Das Interesse an der Photographie war immer präsent. Seine phototheoretischen Studien vertiefte er unter anderem in seiner Heimatstadt an der Universität Bremen. Insbesondere die Geschichte im Hinblick auf die künstlerische Entwicklung, sowie einzelne Photographen-Biographien sind Gegenstand seiner Interessen-Schwerpunkte.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 408
    Erscheinungsdatum: 16.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741206764
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 114029 kBytes
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Geschichte der Fashion & Beauty Photographie

Das Verfahren der Daguerreotypie und der Kalotypie

Mit Aufkommen der Daguerreotypie im Jahr 1839 in Frankreich sowie der Kalotypie ein Jahr später in England war dann der Grundstein gelegt, und die Photographie war erfunden. Es sollen die wichtigsten Verfahren kurz dargestellt werden.

Die Daguerreotypie:

Sie wurde, wie bereits erwähnt, von Louis Daguerre (1787-1851) in Paris entwickelt, lieferte gut nuancierte und fein strukturierte Bilder auf einer Kupferplatte. Die versilberte Kupferplatte wurde Joddämpfen ausgesetzt. Diese reagierten mit dem Silber und bildeten an der Oberfläche eine Schicht aus lichtempfindlichem Jodsilber. Nun wurde die Platte belichtet. Erst als die Platte über einem Kasten Quecksilberdämpfen ausgesetzt wurde, das reduzierte Silber ein Amalgam bildete, entwickelte sich ein Bild. Dann wurde die Platte in einer starken Kochsalzlösung (Natriumchlorid) fixiert.

Später wurde auch koloriert und besonders in Paris lösten die Daguerreotypien die gemalten Miniaturen ab. In der Schärfe und Detailgenauigkeit war die Daguerreotypie der Kalotypie deutlich überlegen, die zur selben Zeit hauptsächlich in Großbritannien hergestellt wurde. Die französische Regierung kaufte das Patent, Daguerre erhielt eine lebenslange Rente, und jeder durfte das Verfahren nutzen. Es wurden spezielle Kameras auf den Markt gebracht, sogenannte Schiebekasten-Kameras, die erst aus Holz, später aus Metall gefertigt wurden. Die Daguerreotypie konnte sich schon zu Beginn ihrer Geschichte innerhalb weniger Monate über die ganze Welt ausbreiten.

Das Verfahren wurde 1840 durch John Fredderik Goddard verbessert. Es gelang ihm, die Lichtempfindlichkeit der Aufnahmeplatte durch das Auftragen eines zweiten Halogens, nämlich Brom, auf die schon vorhandene Jodschicht um ein Vielfaches zu steigern. Dieser Beschleuniger wurde von den Daguerreotypisten "quickstuff" genannt.( 12 ) Außerdem brachte Peter Friedrich Voigtländer ein neues 20 mal lichtstärkeres Objektiv auf den Markt. Die Belichtungszeit konnte nun auf eine Minute reduziert werden. Hippolyte Fizeau erfand zudem die Goldtonung im März 1840, wodurch der Bildton eine natürlichere Wirkung erhielt. Die eigentliche Daguerreotypie hatte im Urzustand meist einen hellgrauen bis blaugrauen Ton.( 13 )

Die Kalotypie (Talbotypie):

Kurz nachdem Daguerre sein Verfahren vor der Akademie der Wissenschaften vorgestellt hatte, beanspruchte auch der Engländer Henry Fox Talbot (1800-1877) die Photographie erfunden zu haben. Er nannte sie Kalotypie (abgeleitet von griechisch kalos : schön, gut, nützlich). Als Bildträger diente ein mit lichtempfindlichem Silbernitrat präpariertes Papier. Er legte diese Papierstücke in kleine Kastenkameras, die seine Frau als "Mausefallen" bezeichnete. Erst nach dem Entwickeln mit Gallussäure, das zur Beschleunigung der Reaktion diente und eine Schwärzung hervorrief, kam eine negative Abbildung zum Vorschein.

Als Positiv diente wieder ein mit Natriumchloridlösung und Silbernitrat behandeltes Papier. Beide wurden in einem Rahmen zusammengepresst und eine halbe Stunde oder länger dem Sonnenlicht ausgesetzt.

Das Negativ-Positiv-Verfahren erlaubte es, beliebig viele Kopien anzufertigen, weshalb Talbot sein Verfahren als überlegen ansah. Tatsächlich aber war seine Fixiertechnik in den Anfängen noch nicht so weit entwickelt und die meisten seiner frühen Ergebnisse sind alle ausgeblichen. Erst John Herschel gelang dies mit Hilfe von Natriumhyposulfit. Er war auch der erste, der die Begriffe Photographie, Negativ und Positiv vorschlug. Talbot sprach noch von photogenischen Zeichnungen .

Die Talbotypie hatte einen entscheidenden Nachteil gegenüber der Daguerreotypie. Sie war immer recht grobkörnig, da die Papierstruktur des Negat

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