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Männer - Freunde - Liebespaare Biographische Notizen von Allers, Dieter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.04.2017
  • Verlag: Himmelstürmer Verlag
eBook (ePUB)
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Männer - Freunde - Liebespaare

Männerpaare, die in Freundschaft und Liebe verbunden sind, gibt es seit den antiken Mythen, der griechischen Götterwelt, dem Alten Testament mit David und Jonathan, der Legende frühchristlicher Heiliger und später in Geschichte und Literatur, zuletzt in "Brokeback Mountain".
Oft kennt man nur den Berühmteren - Michelangelo, Shakespeare, Montaigne, Bacon, Britten oder Isherwood - aber zu jedem gehört auch der andere Partner.

Diese biographischen Porträtskizzen solcher Männerpaare stellen sie als Freunde oder Liebespaare in ihrer meist fruchtbaren Beziehung dar. Auch "tragische Paare" wie Oscar Wilde und Lord Douglas, Rimbaud und Verlaine, Joe Orton und Kenneth Halliwell oder Francis Bacon und George Dyer werden in ihrem Drama skizziert.

Erst spät tauchen in der Literatur Männerpaare auf, vermutlich wegen der christlichen Tabuisierung von Sexualität, die nicht der Fortpflanzung dient. Walt Whitman, Thomas Mann, Marguerite Yourcenar, Annie Proulx u.a. haben die Sehnsucht und Liebe solcher Paare beschrieben.

Der Autor beleuchtet zwar objektiv, aber auch betroffen die Schicksale der ausgewählten Paare, die ihre Liebe mit dem Partner eint, die damit wachsen und manchmal scheitern.

Aufgewachsen in den 1950 und 1960 Jahren in Berlin arbeitete und lebte der Architekt Dieter Allers mit seinem Partner später in München und auf Elba. 2008 veröffentlichte er sein Buch "Gelber Stern- Rosa Winkel - Schwarze Haut", über die Verfolgung der Juden, Homosexuellen und Schwarzen besonders in der Nazizeit.

Seine weiteren Bücher sind: "Elbaner Porträts", ein "Italienischen Notizbuch "Menschen, Orte und Elbaner Trüffel (2009) und sein "Berlin-(Film)Memoir" (2011), zuletzt "Menschen im Haus" (2014).

Für "Männer-Freunde-Liebespaare" hat der Autor eine persönliche Auswahl von Paaren getroffen, die bezeichnend für die vielgestaltige Lebensweise zweier auf einander bezogener, sich liebender Männer sind.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 132
    Erscheinungsdatum: 15.04.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863616090
    Verlag: Himmelstürmer Verlag
    Größe: 4985kBytes
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Männer - Freunde - Liebespaare

William Shakespeare und "the fair youth".

E ines der schönsten Sonette, das 116., lautet:

Let me not to the marriage of true minds
Admit impediments. Love is not love
Which alters when it alteration finds,
Or bends with the remover to remove:
O, no, it is an ever-fixed mark,
That looks on tempests and is never shaken;
It is the star to every wandering bark,
Whose worth unkbown, although his height be taken.
Love's not time's fool, though rosy lips and cheeks
Within his bending sickle's compass come;
Love alters not with his brief hours and weeks,
But bears it out even to the edge of doom.
If this be error and upon me proved
I never writ, nor no man ever loved.

Auf dem Cover des alten Taschenbuchs der Exempla Classica ist ein Faksimile mit Shakespeares Unterschrift "The Sonnets" "Let me not to the marriage of true minds admit impediments ..."

Diese Unverbrüchlichkeit der Liebe wird von Shakespeare entschieden herrlich gepriesen. Dagegen scheint Goethes Liebeslyrik unverbindlicher, unentschieden. Goethe kannte Shakespeares Sonette wohl noch nicht. Später beschrieb sie August Wilhelm Schlegel als "jugendliche Verwirrungen", während der englische Dichter William Wordworth 1809 meinte, Shakespeare, der in seinen Dramen die Figuren sprechen lässt, spräche in diesen Versen selbst und "schließt in den Sonetten sein Herz auf".

Im Jahr 2014 wurde der 450. Geburtstag von William Shake speare gefeiert. Auch wenn sich Experten immer wieder darüber streiten, ob William Shakespeare oder kurz "W. S.", Autor all der 38 Theaterstücke gewesen ist, die seinen Namen tragen, so ist seine Autorenschaft für die "Sonette" weitgehend unstrittig.

Titelblatt Sonnets von 1609

In den Sonetten gehört zum "Ich" des Autors das "Du" des Gegenüber, eines geliebten Menschen. Viele, wenn auch nicht alle der 154 Sonette sind an einen geliebten Mann, "fair youth" oder auch "sweet boy" gerichtet. Nur wer der Adressat gewesen ist, weiß man bis heute nicht genau. Der junge Earl of Southampton, als besonders wohlgestaltet beschrieben und Gönner Shakespeares wird vermutet. Shakespeare hatte ihm schon seine Ballade Venus und Adonis gewidmet, etwas weitschweifig, wortreich auf Anerkennung hoffend. Offensichtlich mit Erfolg, denn die Widmung zur Schändung der Lukrezia ein Jahr später, beginnt knapp und entschieden: "The love which I dedicate to your lordship is without end ..."

Der "sweet boy" hat in einem überlieferten Porträt des Earl of Southampton ein feines Gesicht, "weichgezeichnet", ähnlich wie das verbürgte Porträt von Chistopher Marlowe (s. Seite 30) , das bis heute in seinem College in Cambridge hängt. Vielleicht waren diese geschönten Porträts in der Zeit üblich, andererseits waren die Porträtierten ja junge Männer, kaum über zwanzig.

Und die ominöse "dark lady" der Sonette? Vielleicht war sie die aus Venedig stammende dunkelhäutige Musikerin, deren Finger der Dichter den Tasten des Spinetts überlässt, nicht aber ihre Lippen.

36
Let me confess that we two must be twain,
Although our undivided loves are one:
So shall those blots that do with me remain,
Without thy help, by me be borne alone.
In our two loves there is but one respect,
Though in our lives a separable spite,
Which though it alter not love's sole effect,
Yet does it steal sweet hours from love's delight.
I may not evermore acknowledge thee,
Lest my bewailed guilt should do thee shame,
Nor thou with public ki

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