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Von der Welt und den Elementen von Plinius der Ältere (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.12.2013
  • Verlag: Edition Erdmann in der marixverlag GmbH
eBook (ePUB)
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Von der Welt und den Elementen

'Sei mir gegrüßt, Natur, du Mutter aller Dinge, und nimm es gütig auf, dass unter den Quiriten ich allein es bin, der dich in allen deinen Werken verherrlicht hat.' Gaius Plinius Secundus Gaius Plinius Secundus war so etwas wie der Diderot der römischen Antike. Seine ausführliche Naturgeschichte liefert einen umfassenden Überblick über alle bekannten Kulturtechniken und den Wissensstand seiner Zeit. Damit stellt sie eine unschätzbare Quelle des antiken Wissens dar. Dieser Auszug behandelt die damals gängige Elementenlehre und Kosmologie und dient als Einführung in das übrige Werk. Plinius rühmt die Freigiebigkeit und Hoheit, die Erhabenheit und Kraft der Natur und schreibt ihr göttliche Providenz zu. DR. LENELOTTE MÖLLER studierte Geschichte, Latein und evangelische Theologie in Saarbrücken, Basel und Mainz; die Promotion in Geschichte folgte im Jahr 2000; sie unterrichtet am Gymnasium Schifferstadt im Rhein-Pfalz-Kreis. Im marixverlag sind von ihr u.a. folgende übersetzungen erschienen: Die Enzyklopädie des Isidor von Sevilla, die Cicero-Briefe, Titus Livius' Römische Geschichte, Senecas Vom glücklichen Leben, Plutarchs Von Liebe, Freundschaft und Feindschaft,Polybios' Der Aufstieg Roms und Lukians Vom beinahe vollkommenen Menschen. Sie ist außerdem Mitherausgeberin der 2-bändigen Plinius-Ausgabe. GAIUS PLINIUS SECUNDUS (der Ältere) wurde 23 n. Chr. im heutigen Como geboren. Er war römischer Verwaltungsbeamter, Naturphilosoph, Universalgelehrter, Offizier und enger Freund des Kaisers Vespasian. Er starb 79 n. Chr. beim Ausbruch des Vesuv. Heute gilt Plinius als einer der wichtigsten Schriftgelehrten der Antike, dessen umfassende Naturgeschichte Naturalis Historia heute als Ur-Enzyklopädie bekannt ist. In insgesamt 37 Büchern versammelt er das Wissen der antiken Welt. Sie ist ein unvergleichlicher Schatz für Historiker und in vielen Belangen überhaupt die einzig erhalten gebliebene Quelle für bestimmte Informationen über Kulturtechniken und den Wissensstand der römischen Antike: Botanik und Kosmologie, Geographie, Medizin, Agrartechnik und Bergbau, Kunst und Zoologie. Der hier vorliegende Auszug aus dem monumentalen Werk dient als kosmologische und naturphilosophische Einleitung zum Übrigen

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 17.12.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843803878
    Verlag: Edition Erdmann in der marixverlag GmbH
    Größe: 2635 kBytes
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Von der Welt und den Elementen

Plinius' praefatio zum
Gesamtwerk

C. Plinius Secundus an den Kaiser Titus Vespasianus

1 Die Bücher der Naturgeschichte, ein unter den Schriften 1 Deiner Römer 2 noch neues Werk, erst jüngst von mir vollendet, habe ich beschlossen, Dir, geliebtester Kaiser (dieser Titel, an den wir durch Deinen erhabenen Vater 3 schon lange gewöhnt sind, sei auch der Deiner würdigste), in einer freimütigen Zuschrift vorzutragen. Du pflegtest ja meinen unbedeutenden Arbeiten einigen Wert beizulegen 4 – dass ich den Catull, meinen Landsmann (Du kennst auch dieses militärische Wort), anzuführen wage; denn derselbe bediente sich, wie Du weißt, nicht der feinsten Ausdrücke, als ihm seine setabischen Tücher 5 vertauscht waren, weil er sie als Geschenk von seinen Freunden Veraniolus und Fabullus sehr in Ehren hielt. 2 Zugleich soll aber durch diese meine Kühnheit das in Erfüllung gehen, über dessen Unterlassung Du Dich auf ein früheres ehrerbietiges Schreiben von mir beklagt hast, damit einige Deiner Taten ans Licht treten und jedermann erfahre, wie würdig Du der Beherrschung des Römischen Reiches bist. 3 Du hast Triumphe gehalten, warst Zensor, sechs Mal Konsul und Dir wurde die Macht eines Tribuns zuteil; aber groß und edel hast Du gehandelt, da Du, als Befehlshaber der Leibwache, Deinem Vater und dem Ritterstande Deine Dienste widmetest, und das alles tust Du für den Staat, mir aber bist Du ebenderselbe im Feldlager. Bei Dir hat die Größe des Glücks nichts geändert, als mehr und mehr nützlich zu sein. 4 Wenn daher den Übrigen alle jene Mittel zu Gebote stehen. Dir Verehrung zu erweisen, so bleibt mir, um Dir auf eine vertrauliche Weise zu huldigen, nur die Kühnheit übrig. Diese magst Du Dir selbst anrechnen, und, wenn ich schuldig bin, verzeihen. Ich wollte aller Blödigkeit entsagen, kann sie aber dennoch nicht ganz ablegen, denn Du trittst mir auf anderem Wege zu mächtig entgegen, und bestimmst mich durch Deine große Gelehrsamkeit, noch weiter zurückzuweichen. 5 Noch bei keinem glänzte so sehr die wahre rednerische Kraft, die Beredsamkeit der tribunizischen Gewalt. Wie donnerst Du das Lob des Vaters! Wie lieblich bist Du beim Lob des Bruders! Wie groß ist Dein Dichtertalent! Oh, welche Fruchtbarkeit des Geistes! Du wusstest auch den Bruder 6 nachzuahmen. 6 Aber wer kann dies alles wohl ohne Furcht würdigen, wenn er sich dem überdies noch erbetenen Urteil Deines Geistes unterwerfen will? Denn die Lage derer, welche etwas öffentlich herausgeben, ist verschieden von denen, welche Dir speziell etwas widmen. In jenem Falle könnte ich sagen, warum liest Du dies, mein Kaiser? Es ist für das niedere Volk, die Bauern, Handwerker, zum Ausfüllen müßiger Stunden geschrieben; wer hat Dich zum Richter bestellt? Als ich dieses Werk schrieb, warst Du nicht mit auf jener Liste. Ich hielt Dich für zu erhaben, als dass ich glauben sollte, Du würdest Dich soweit herablassen. 7 Überdies gibt es ja auch eine öffentliche Zurückweisung bei den Gelehrten. Ihrer bediente sich M. Tullius 7 , der doch über alle Geistesarmut erhaben ist, und ließ sich, was mich wundert, durch einen Sachwalter verteidigen. "Es ist nicht für die gelehrtesten Männer bestimmt; ich will nicht, dass Manius Persius, ich will, dass lunius Congus mich lese". Wenn dies Lucilius 8 , der zuerst eine satirische Schreibart einführte, von s

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