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Keimzelle Krankenhaus. IKZ-Ausgabe von Brandt, Klaus (eBook)

  • Erschienen: 05.02.2014
  • Verlag: Klartext Verlag
eBook (ePUB)
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Keimzelle Krankenhaus. IKZ-Ausgabe

Lebensgefahr im Krankenhaus: Killerkeime wie MRSA und VRE töten Zehntausende von Patienten in deutschen Kliniken. Die meisten dieser Tragödien wären vermeidbar. Doch statt Bakterien durch konsequente Hygiene zu stoppen, werden Keimausbrüche mit Todesopfern vor der Öffentlichkeit verheimlicht. Verschwundene Akten, verschwiegene Infektionen, verschleiernde Behörden - eine Recherche zu den Hintergründen und den Folgen katastrophaler Zustände in Krankenhäusern, die man vielleicht in der Dritten Welt erwartet hätte, aber nicht in Deutschland.

Klaus Brandt, Jahrgang 1959, seit 1981 Journalist. In Dortmund geboren und dort bis 2010 als Lokalredakteur unterwegs. Deckte für die Westfälische Rundschau den Giftskandal um die PCB-Entsorgungsfirma Envio auf. Seit 2011 im Ressort Recherche der FUNKE Mediengruppe in Essen. 2013: Nominierung für den Theodor-Wolff-Preis; eBook-Premiere 2014.

Produktinformationen

    Größe: 7430kBytes
    Herausgeber: Klartext Verlag
    Untertitel: Wie MRSA und andere Killerbakterien töten
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 190
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783837511987
    Erschienen: 05.02.2014
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Keimzelle Krankenhaus. IKZ-Ausgabe

DIE KONFRONTATION

Genug gesammelt vorerst. Jetzt wollen wir hören, was Helios dazu sagt. Ich rufe "Duckface" Lennertz an und sage, jetzt könne er mir helfen - aber diesmal bitte ohne Maskerade, sondern hochoffiziell, bei einem Termin an Ort und Stelle: Im Klinikum St. Johannes wollen wir Helios besuchen und mit unseren Recherche-Ergebnissen konfrontieren. Wir wollen einen Fotografen und einen Kameramann mitbringen, uns erst umsehen in dem alten Backsteinbau und anschließend mit den Verantwortlichen reden.

Der Unternehmenssprecher windet sich. Per E-Mail geht es hin und her. Die zuständigen Hygienefachkräfte will der Konzern uns nicht präsentieren. Die verantwortliche Hygienikerin sei krank, ihre Vertretung komme erst nächste Woche zurück. Also rege ich ein Gespräch in der nächsten Woche an. Doch als es soweit ist, passt es Lennertz nicht mehr. Wir sollten noch zwei Wochen warten, teilt er jetzt mit, oder konkrete Fragen schriftlich stellen. Wir bekämen dann "zitierfähige Aussagen".

Dann eben schriftlich. Ich stelle Helios also konkrete Fragen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Konzern das Duisburger Klinikum mit den Krankenhäusern St. Johannes, St. Vincenz und Marien erst seit November 2011 trägt. Als KKD (Katholisches Klinikum Duisburg) standen die Einrichtungen vorher unter der Regie des Bistums Essen. Als alleiniger Gesellschafter der Kosmas und Damian GmbH (K+D) hält das Bistum immer noch 49 Prozent der Anteile an den Kliniken. Die Mehrheit von 51 Prozent ist in der Hand von Helios.

Meine Anfrage an Helios lautet:

--

1. Trifft es zu, dass in den Jahren 2010 und 2011 sämtliche MRSA-Fälle, die vom KKD bzw. seit 31.10.2011 von Helios gemeldet wurden, aus dem Klinikum St. Johannes stammen?

2. Trifft es zu, dass sich die Zahl der gemeldeten MRSA-Fälle im Klinikum St. Johannes im Jahresvergleich von 2010 zu 2011 verzehnfacht hat?

3. Trifft es zu, dass im St. Vincenz wie auch im Marien-Hospital in den Jahren 2010 und 2011 keine MRSA-Fälle gemeldet wurden? Wenn ja: Warum nicht?

4. Trifft es zu, dass im St. Vincenz wie auch im Marien-Hospital in den Jahren 2012 und 2013 zusammen jeweils elf MRSA-Fälle gemeldet wurden?

5. Trifft es zu, dass in den Helios-Kliniken St. Johannes, St. Vincenz und Marien im Jahre 2012 insgesamt 30 MRSA-Fälle gemeldet wurden?

6. Trifft es zu, dass in den Helios-Kliniken St. Johannes, St. Vincenz und Marien 2013 bis Mitte Juni insgesamt 22 MRSA-Fälle gemeldet wurden?

7. Wie viele MRSA-Fälle 2013 wurden von diesen drei Helios-Kliniken bis zum heutigen Tag gemeldet? (Ich bitte um die separaten Fallzahlen der einzelnen Kliniken.)

8. Seit wann werden Patienten in den drei genannten Kliniken per Eingangsscreening auf MRSA getestet und wie?

9. Sind diese Eingangsscreenings verlässlicher Standard bei sämtlichen Patienten, die seither in den drei genannten Kliniken aufgenommen wurden oder gibt es Fälle, bei denen das Screening entfällt? Wenn ja: Unter welchen Umständen entfällt das Screening?

10. Wie viele MRSA-Kolonisationen wurden im Rahmen der Eingangsscreenings in den Duisburger Kliniken St. Johannes, St. Vincenz und Marien seit dem 01.01.2010 festgestellt? Ich bitte um eine nach Einrichtungen und Betreibern (KKD/Helios) sortierte chronologische Auflistung.

11. Wie viele MRSA-Infektionen wurden bei diesen Eingangsscreenings in den Duisburger Kliniken St. Johannes, St. Vincenz und Marien seit dem 01.01.2010 festgestellt? Ich bitte hier ebenfalls um eine nach Einrichtungen und Betreibern (KKD/Helios) sortierte chronologische Auflistung.

12. Womit ist der vergleichswei

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