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Rheuma kann auch wieder gehen von Ahrlich, Ilona (eBook)

  • Erschienen: 11.06.2011
  • Verlag: Balance buch + medien
eBook (PDF)
9,99 €
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Rheuma kann auch wieder gehen

Rheuma ist eine vielgestaltige Krankheit und wird oft erst nach einer strapaziösen Odyssee durch diverse Facharztpraxen diagnostiziert. Dort bekommen Betroffene nicht selten zu hören, dass sie mit den Schmerzen und körperliche Beeinträchtigungen werden leben müssen: Rheuma sei unheilbar. Ilona Ahrlich ist selbst Betroffene und seit Jahren beschwerdefrei. Sie hat neun betroffene Männer und Frauen im Alter zwischen 30 und 70 Jahren ihre ganz persönliche "Rheuma-Geschichte" erzählen lassen und dabei den Schwerpunkt auf die je eigenen Umgehensweisen mit der Krankheit gelegt. Die Interviews richten den Fokus auf die Selbstheilungskräfte jedes Einzelnen. Wenn Heilung auch nicht immer möglich ist, so bietet jedes Interview doch eine Fülle von Hinweise und Anregungen, die helfen können, das Rheuma in das eigene Leben zu integrieren und wieder mehr Lebensqualität zu gewinnen.

Produktinformationen

    Größe: 10427kBytes
    Reihe (Teil): BALANCE erfahrungen
    Herausgeber: Balance buch + medien
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 184
    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783867397247
    Erschienen: 11.06.2011
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Rheuma kann auch wieder gehen

Rheuma kann auch wieder gehen – Wege zur Heilung (S. 103)
Die Entstehung rheumatischer Erkrankungen aus fachlicher Sicht

Der Beginn meiner Krankheit liegt jetzt 30 Jahre zurück. Drei Jahre lang waren damals verschiedene Ärzte auf der Suche nach einer genauen Bezeichnung für die oftmals kaum zu ertragenden Schmerzen. Die Diagnose pcP – primär chronische Polyarthritis – wurde 1977 in einer Rheumaklinik gestellt. Während der drei Jahre hatte ich mich zu einer "klassischen" Rheumatikerin entwickelt. Alle Gelenke waren entzündet und geschwollen und stark in der Bewegung eingeschränkt.

Ist eine frühzeitige Diagnose generell eine Seltenheit oder bin ich in dieser Hinsicht ein Einzelfall? Obwohl es sicherlich auch andere Abläufe bei der Diagnostik von Rheuma gibt, geht aus den Interviews hervor, dass meine Geschichte durchaus nicht außergewöhnlich ist.

Zu Anfang meiner Erkrankung war ich noch sehr unerfahren, kannte mich nur sehr wenig aus mit Medikamenten und deren Wirkungsweise. Von einem Arzt wurde mir ein Kortisonmittel verabreicht, das die Schmerzen binnen kürzester Zeit abklingen ließ. Damals wusste ich nicht, was ich bekommen hatte, der Arzt hatte mich nicht über das Medikament aufgeklärt und ich hatte ihn in meiner Verzweiflung auch nicht danach gefragt.

Sein Ratschlag lautete lediglich: "Nehmen Sie dieses Mittel und es wird Ihnen besser gehen." Das entsprach natürlich meinem Wunsch, denn ich hatte sehr unter den ständigen Schmerzen gelitten und war einfach glücklich über diese Veränderung. Seit langer Zeit ging es mir erstmalig wieder gut.

Einige Wochen später jedoch musste die Kortisondosis erhöht werden, die Schmerzen hatten sich wieder eingestellt. Zwar nicht so heftig wie vor der Kortisoneinnahme, aber ausreichend spürbar, um besorgt zu sein. Ungefähr nach einem Dreivierteljahr bekam ich heftige Nierenprobleme und an meinen Beinen zeigten sich cellulitisähnliche Erscheinungen. Somit musste das Mittel aus Gründen einer Unverträglichkeit abgesetzt werden. Schon kurze Zeit danach traten die Schmerzen und Schwellungen wieder auf, und zwar mit derselben Heftigkeit wie vor der Einnahme des Medikamentes.

Auf die Frage nach den Nebenwirkungen der üblicherweise verordneten Rheumamittel antwortete ein von mir befragter Rheumatologe: "Es gibt keine Nebenwirkungen von Rheumamedikamenten, das ist alles übertrieben." Wenn das Fach der Medikation beherrscht werde, es vom Arzt wirklich verstanden werde, dann gebe es für den Patienten keinerlei Risiken. "Die Verschreibungen gehören in die Hände eines Fachmannes, in die rheumatologischen, internistischen Fachhände, die anderen sollen ihre Finger davonlassen."

Wie denken Fachleute, wie denken Ärzte über diese Erkrankung?

Welche Auffassung vertreten sie zur Entstehung von Rheuma?

Welche Aussagen können sie über den Verlauf der Krankheit und eine eventuelle Heilung treffen?

Auf meine Frage nach der Entstehung rheumatischer Erkrankungen antwortete der Nienburger Rheumatologe Prof. Dr. Peter Wagener: "Das weiß ich nicht und ich bezweifle auch, dass es überhaupt jemand umfassend beantworten kann. Ich bin da auf jeden Fall sehr bescheiden geworden."

Prof. Dr. Wagener vertritt die These, dass die genetischen Vorbedingungen zwar ein wesentlicher Faktor seien, eine Risikofamilie jedoch nicht die alleinige Ursache für das Auftreten einer rheumatischen Erkrankung darstelle. Andere, oft unbekannte Umstände und nicht wichtig genommene Ereignisse müssten hinzukommen. Auch die lange in der Medizin vertretene

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