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Konfliktgespräche in der Pflege So meistern Sie schwierige Situationen in der Praxis

  • Erscheinungsdatum: 29.01.2015
  • Verlag: Schlütersche
eBook (ePUB)
29,80 €
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Konfliktgespräche in der Pflege

Leitungskräfte werden in ihrem Berufsalltag häufig mit konfliktreichen Gesprächen konfrontiert. Doch oft fehlt es an einer entsprechenden Vorbereitung auf solche kritische Situationen. So kommt es zu Problemen, die das gesamte Team stören. Eine gute Gesprächsvorbereitung ist also essenziell. In diesem Buch wird anhand von konkreten Konfliktfeldern und vielen Fallbeispielen aufgezeigt, wie auch problematische Gespräche erfolgreich geführt werden können. Dazu zählen Gespräche mit Mitarbeitern, Patienten, Angehörigen, Mitarbeitern der Krankenkassen und des MDK sowie weiteren im Alltag relevanten Personengruppen. Dieses Buch schildert aber nicht nur konkrete Fälle, sondern stellt sie in einen didaktischen Rahmen und identifiziert Erfolgsfaktoren. So hilft es bei der Reflexion des bisherigen Verhaltens, optimiert die eigene Gesprächsführung und schildert passende Alternativen. Professor Dr. Christian Loffing und Dina Loffing arbeiten seit vielen Jahren als Berater, Autoren und Coaches im Sozial- und Gesundheitswesen. Sie sind Herausgeber und Autoren vieler Fachbücher und -artikel.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 152
    Erscheinungsdatum: 29.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783842686502
    Verlag: Schlütersche
    Serie: Pflege
    Größe: 2367 kBytes
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Konfliktgespräche in der Pflege

3 PRAXISFELDER BRISANTER GESPRÄCHE

Im Fokus der nachfolgenden Ausführungen stehen Gespräche mit ausgewählten Personengruppen:

- Klienten

- Angehörigen

- MDK-Mitarbeitern

- Eigenen Mitarbeitern

- Ärzten

Beispiele aus der Praxis lassen Sie die dargestellten Konflikte gut nachvollziehen. Die aufgeführten Erfolgsfaktoren helfen Ihnen, Lösungen für brisante Gespräche zu finden.
3.1 Gespräche mit Klienten

3.1.1 Die Bedeutung von Gesprächen mit Klienten

Kommunikation findet überall dort statt, wo Menschen miteinander in Verbindung stehen und zwar auf vielfältigste Art und Weise. In der Regel findet Kommunikation verbal, nonverbal und paraverbal statt. Aber es gibt auch Situationen, in denen von den typischen Kommunikationsarten abgewichen wird. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Die Kommunikation zwischen Klienten und Pflegefachpersonal ist allgegenwärtig und hat zahlreiche Funktionen. Sie findet täglich und überall in den Institutionen des Gesundheitswesens statt: auf einer Station oder in den Funktionsbereichen in einem Krankenhaus, in der ambulanten Pflege, auf Wohnbereichen und in Hospizen. Dabei ist zu beachten, dass die Sprache der Pflege eine große Bedeutung für die Beziehung zum Klienten hat. Im Alltag sind dies häufig Gespräche zwischendurch oder Gespräche, die sich im Rahmen der Durchführung einer Behandlung ergeben. Während des kompletten Aufenthalts eines Klienten in einer Institution steht dieser immer wieder in Interaktion mit Pflegefachpersonen. Beginnend mit der Aufnahme (Aufnahmegespräch, auch Pflegeanamnese genannt) bis hin zur Entlassung (Entlassungsgespräch).

Doch insbesondere der Aufenthalt in einer Institution des Gesundheitswesens ist geprägt von vielen unterschiedlichen kommunikativen Sequenzen. Dies gilt natürlich besonders für den Bereich der Altenhilfe. Die enge Beziehung zwischen Bewohner und Pflegefachperson ist die Grundlage für einen intensiven Gesprächskontakt. Diese Gespräche haben eine hohe Bedeutung und sollten vom Pflegefachpersonal sehr ernst genommen werden. Alle Klienten in Einrichtungen des Gesundheitswesens sollten mit Feingefühl betreut und begleitet werden. Denn bereits heute und noch wesentlicher in der Zukunft wird sich Folgendes entwickeln: Der Klient ist ein Kunde und die Tätigkeiten einer Pflegefachperson sind Dienstleistungen.

Leider wird der Tätigkeitsbereich "Gespräch" von vielen Pflegefachpersonen häufig noch als "Quatschen" abgestempelt. Der Stellenwert der Kommunikation ist hierbei sehr gering. Knappe Zeitressourcen des Personals führen regelmäßig zu kurzen, hektischen und ungeplanten Gesprächen zwischen Tür und Angel. Dabei ist die Kommunikation mit dem Klienten eine pflegerische Kernaufgabe. Tatsache ist zudem, dass Kommunikation mit dem Klienten die häufigste pflegerische Handlung ist.

Oft werden Gespräche nicht intensiv geführt oder sogar frühzeitig abgebrochen, da andere Tätigkeiten eine höhere Priorität zu haben scheinen.

Kommunikation ist Ihre wichtigste Aufgabe

Haben Sie kein schlechtes Gewissen, wenn Sie mit Klienten und Bewohnern Gespräche führen. Ganz im Gegenteil: Machen Sie sich immer wieder bewusst, dass Kommunikation eine Ihrer wichtigsten täglichen Kernaufgaben ist. Gelungene Kommunikation erhöht die Zufriedenheit und die Genesung Ihrer Klienten.

Personalengpässe und fehlerhafte Arbeits- und Prozessorganisation führen häufig zu mangelnden Zeitressourcen. Pflegefachpersonen bekommen das Gefühl, ihre Arbeit nicht zu schaffen und beenden ihren Dienst häufig mit dem Gedanken, den ihnen anvertrauten Menschen nicht gerecht geworden zu sein. Der zunehmende Personalmangel führt

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