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Pflege von Menschen mit geistigen Behinderungen Pflegebedarfsanalyse und integrierte Hilfeplanung von Schulze Höing, Annelen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.12.2015
  • Verlag: Kohlhammer Verlag
eBook (ePUB)
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Pflege von Menschen mit geistigen Behinderungen

Das Buch verfolgt das Ziel, die Qualität zur Erbringung pflegerischer Leistungen in Einrichtungen der Behindertenhilfe sicherzustellen. Es gibt eine praktische Anleitung zur Ermittlung von Pflegebedarfen sowie zur Planung, Ausführung und Dokumentation. Basierend auf dem von der Autorin entwickelten Instrument zur Pflegebedarfserhebung, dem Gesprächsleitfaden Pflegeerfassung®, wird anhand von Fallbeispielen in Pflegethemen eingeführt. Auf den Umgang mit Medikamenten, Sondenernährung, künstlichen Blasen- und Darmausgängen sowie Schmerzerfassung bei Sprachunfähigkeit wird eingegangen. In der 2. Auflage wurde u. a. das Thema Juckempfinden neu aufgenommen. Folgende Arbeitsmaterialien gibt es zum kostenlosen Download: Gesprächsleitfaden Pflegeerfassung® und Protokoll Pflegebedarfsanalyse. Geleitwort von Dr. Heidrun Metzler. Annelen Schulze Höing, Pflegefach- und Organisationsberaterin (MSc), Auditorin, verfügt über langjährige Erfahrung in der ambulanten und stationären Pflege sowie in Leitungspositionen. Als freiberufliche Beraterin ist sie bundesweit für Träger der Eingliederungshilfe und Verbände tätig, bietet Workshops an und bildet pflegerische Multiplikatoren aus.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 300
    Erscheinungsdatum: 02.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170257443
    Verlag: Kohlhammer Verlag
    Größe: 4752 kBytes
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Pflege von Menschen mit geistigen Behinderungen

II Konzeptionelle Ansätze zur Integration von Pflege

Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass der Umfang der zu erbringenden pflegerischen Leistungen in Einrichtungen der Eingliederungshilfe stetig ansteigt. Die sich verändernden Bedarfslagen erfordern eine Auseinandersetzung mit Fragen der Erbringungspraxis, Qualitätssicherung und Finanzierung dieser Leistungen. Diese Anforderungen beziehen sich insbesondere auf:

1. Die fachgerechte Ausführung von Pflegeleistungen sowie das Erkennen der pflegerischen Bedarfe und Gesundheitsrisiken.

2. Der Entwicklung von Leitlinien und Verfahrensanweisungen.

3. Der erforderlichen Fortbildung von pädagogischem Personal.

Wie können sich Einrichtungen der Eingliederungshilfe auf die Übernahme pflegerischer Aufgaben vorbereiten?

Im Rahmen des Qualitätsmanagements sind für die Entwicklung des Bereichs Pflege Ressourcen bereitzustellen, um diesen schrittweise zu entwickeln. Dies kann beispielsweise über eine zeitlich begrenzte Schwerpunktsetzung auf das Thema Pflege erfolgen. Über einen Projektzeitraum von ca. drei Jahren können so benötigte Leitlinien , Verfahrensanweisungen und Erfassungsinstrumente ausgearbeitet und Mitarbeitende gezielt zu pflegerischen Themen geschult werden.

Neben der Qualifizierung der Mitarbeitenden sollten auch konzeptionelle Überlegungen in den Prozess einfließen. Hierzu sollten die zu erwartenden veränderten Anforderungen, die sich aus einer zunehmenden Pflegebedürftigkeit der Klienten ergeben (z. B. Betreuung von multimorbiden Klienten, Menschen mit Demenzerkrankungen), in Hinblick auf die hierfür benötigten Versorgungsstrukturen (z. B. Tagesstruktur, Dienstzeiten, Refinanzierung zusätzlicher Angebote) überdacht werden. Im Folgenden werden die Anforderungen im Einzelnen erläutert:

1. Sicherstellung der fachgerechten Ausführung von Pflegetätigkeiten

Damit pflegerische Assistenz fachgerecht ausgeführt wird und die fachliche Anleitung von Mitarbeitenden ohne pflegerische Ausbildung sichergestellt ist, sind in jedem Arbeitsbereich pflegefachlich qualifizierte Mitarbeiter einzusetzen. In Abhängigkeit von der Größe, Struktur und konzeptionellen Ausrichtung der Einrichtungen ist eine Entscheidung über die grundsätzliche Vorgehensweise zu treffen. Folgende Varianten sind aus Sicht der Autorin praxistaugliche Beispiele hierfür:

- Vorhandene examinierte Pflegefachkräfte, die derzeit nicht im Berufsbild der Gesundheits- und Kranken-, Kinder- oder Altenpflege arbeiten, durchlaufen eine interne oder externe Qualifizierungsmaßnahme, um ihr Fachwissen auf den neusten wissenschaftlichen Stand zu bringen. Schon während sie sich fachlich auf den neusten Stand bringen, übernehmen sie behandlungspflegerische Maßnahmen und weisen pädagogische Mitarbeiter in grundpflegerische Tätigkeiten ein.

- Pflegefachkräfte (Gesundheits- und Kranken- oder Altenpfleger) werden als Multiplikatoren eingestellt, um sich im Schwerpunkt um die pflegerischen Belange der Klienten zu kümmern. Diese Pflegefachkräfte übernehmen alle behandlungspflegerischen Maßnahmen und weisen pädagogische Mitarbeiter in grundpflegerische Tätigkeiten ein.

- In jedem Arbeitsbereich absolvieren alle (oder ein Großteil der) Pädagogen, die sie auf die Übernahme pflegerischer Aufgaben vorbereiten, interne oder externe Qualifizierungsmaßnahmen. Zusätzlich werden je nach Größe der Einrichtung (eine oder mehrere) Pflegefachkräfte eingestellt, die für die Anleitung und Sicherstellung der Pflegequalität verantwortlich sind. Diese "Leiterinnen der Pflege" stehen als Ansprechpartner zur Verfügung und übernehmen eigenverantwortlich die pflegefachliche Aufsicht.

Bei den ersten zwei Varianten ist zu bedenken, dass z

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