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Psychologie in der Arztpraxis von Hoefert, Hans-Wolfgang (eBook)

  • Verlag: Hogrefe Verlag
eBook (PDF)
32,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Psychologie in der Arztpraxis

Das Buch liefert Hinweise und Anregungen, wie niedergelassene Ärzte ihre Praxis attraktiv für Patienten gestalten können. Unter psychologischen Gesichtspunkten werden Themen wie der Umgang mit bestimmten Patientengruppen, die Kommunikation in der Praxis sowie das Erreichen von Patientenzufriedenheit behandelt. Der Erfolg einer Arztpraxis hängt weitgehend davon ab, inwieweit es dem Arzt gelingt, eine stabile, vertrauensvolle Beziehung zu seinen Patienten aufzubauen, das Praxispersonal auf die Besonderheiten der Patienten einzustimmen und die Praxis attraktiv und servicefreundlich zu gestalten. Alle diese Bereiche beinhalten psychologische Aspekte, die dieses Buch anschaulich beschreibt. Thematisiert wird der Umgang mit unterschiedlichen Patientengruppen, die auch zukünftig eine besondere Herausforderung an den behandelnden Arzt stellen dürften. Der Band gibt konkrete Empfehlungen für den Umgang mit diesen Gruppen. Dazu gehören Patienten mit unklaren Symptomatiken, Personen aus anderen Kulturkreisen und ältere Patienten. Weiterhin thematisiert das Buch Aspekte der Interaktion zwischen Arzt und Patient und erläutert Entscheidungsfindungsprozesse beim Patienten, kommunikative Prozesse und die Bedingungsfaktoren von Patientenzufriedenheit. Ebenfalls zeigt der Autor auf, mit welchen Methoden das Personal einer Praxis erfolgreich geführt werden kann. Das abschließende Kapitel gibt Hinweise, wie einzelne Aspekte einer Arztpraxis, beispielsweise Rezeption und Patienteninformationen, gestaltet werden können, um den Bedürfnissen von Patienten entgegenzukommen.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 319
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783840921919
    Verlag: Hogrefe Verlag
    Größe: 1437kBytes
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Psychologie in der Arztpraxis

" 8 Informationsmitteilung im Gespräch (S. 205-206)

Die schon mehrfach genannte Kritik von Patienten an ärztlichem Kommunikationsverhalten hat mehrere Aspekte: Zum einen bezieht sie sich auf die Verständlichkeit medizinischer Information, insbesondere zur Medikation, aber auch zu Diagnosen, die für den Patienten schwer zu verstehen bzw. zu verarbeiten sind. Zum anderen zielt sie auf das mit solchen Informationen verbundene Einfühlungsvermögen des Arztes ab. Drittens, und dies dürfte zunehmend relevanter für die Patientenzufriedenheit bzw. für die Qualitätssicherung in der Arztpraxis werden, bezieht sie sich häufig auf die Rahmen - bedingungen der eigentlichen ärztlichen Behandlung. Der erste und der zweite Aspekt werden im Folgenden im Zusammenhang erläutert, der dritte Aspekt wird noch einmal gesondert dargestellt.

8.1 Verständliche Information

Verstehen ist ein kognitiver Prozess, der sich beim Empfänger einer Information (hier also dem Patienten) einstellt. Dabei geht es nicht darum, ob der Sender (hier der Arzt) die Information versteht. Entscheidend ist dabei immer, dass eine Information beim Empfänger "ankommt" und nicht, dass man diese als Arzt "loswird". Verständlichkeit stellt sich manchmal erst nach einer gewissen Zeit der Interpretation und Einordnung ein, die dem Empfänger gelassen werden muss, damit dieser Prozess nicht durch vorschnelle Folgeinformationen gestört wird. Die Einordnung kann schließlich erleichtert werden, indem ein Thema, Stichwort oder Erinnerung vor Beginn der Information aufgerufen wird. Im Zweifel sollte ein Arzt sich erinnern, wie er selbst am besten Informa - tionen aufgenommen und verarbeitet hat.

8.1.1 Herstellen von Verständlichkeit

Es gibt eine Reihe von Verständlichkeitsfehlern, die auch in ärztlichen Beratungs- und Aufklärungsgesprächen sichtbar werden und die man mehr oder weniger leicht vermeiden kann (Hoefert, 2008): – Kommunikationsbereitschaft: Als Arzt, der ein Diagnose- oder Aufklärungsgespräch durchführen will, kann man deutlich signalisieren, dass man für ein Gespräch mit dem Patienten bereit ist (Empfang, Platzierung, Aufnahme von Blickkontakt, zugewandte Körperhaltung, einleitende, eventuell "atmosphärische" Bemerkungen, bereit liegende Unterlagen usw.).

Umgekehrt kann man aber auch Gleichgültigkeit signalisieren (abgewandte Körperhaltung, Konzentration auf andere Vorgänge, Wartenlassen des bereits sitzenden Patienten, Blättern in der Krankenakte, unpersönliche Ansprache usw.). – Verwendung von Fachbegriffen: In der medizinischen Fachsprache, wie sie unter Fachkollegen verwendet wird und dort zur Eindeutigkeit beiträgt, sind viele Latinismen, zunehmend auch Anglizismen üblich, für die es auch deutsche Begriffe gibt. Im Zweifel sollten immer die deutschen Begriffe bevorzugt verwendet werden, können aber je nach Vorbildung des Patienten durch Fachbegriffe ergänzt werden."

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