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Public Health Nursing Der Beitrag der Pflege zur Bevölkerungsgesundheit von Brieskorn-Zinke, Marianne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.08.2007
  • Verlag: Kohlhammer
eBook (ePUB)
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Public Health Nursing

Gesundheit ist ein hohes Gut. Auch die Pflegeberufe sind im Zuge einer neu entstehenden gesellschaftlichen Präventionskultur aufgerufen, ihre professionsspezifischen Beiträge in Gesundheitsförderung und Prävention zu leisten. Das Buch stellt erstmalig im deutschsprachigen Raum einen konzeptionellen Rahmen dazu vor, der auf der europäischen Tradition des Public Health Nursing basiert. Die public-health-orientierten Tätigkeitsfelder in der Pflege werden vorgestellt als Prävention und Gesundheitsförderung, sowohl innerhalb pflegerischer Arbeitsfelder als auch als Mitarbeit bei der Primärprävention außerhalb der Gesundheitsversorgung. An Beispielen aus der Praxis wird exemplarisch aufgezeigt, wie aus den unterschiedlichen pflegerischen Arbeitsfeldern heraus Beiträge zu den einzelnen Tätigkeitsfeldern entwickelt werden können. Dabei wird deutlich, dass die Pflege in den deutschsprachigen Ländern ihre Rolle in der Public-Health-Gemeinschaft nur erfüllen kann, wenn sie bereit ist, aus den gewohnten Handlungsfeldern herauszutreten und zukünftig neue pflegerische Ziele und Interventionen in das berufliche Selbstverständnis mit aufnimmt. Prof. Dr. Marianne Brieskorn-Zinke, Professorin für Gesundheitswissenschaft im FB Pflege der EFH Darmstadt, Expertin für die Entwicklung der Gesundheitsförderung in der Pflege.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 168
    Erscheinungsdatum: 16.08.2007
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170279087
    Verlag: Kohlhammer
    Größe: 7948 kBytes
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Public Health Nursing

1 Public Health und Pflege in Europa

1.1 Begriffliche Klärung: Was ist "Public Health"?

Das Bemühen, in einer Gesellschaft Krankheiten zu verhüten und Gesundheit zu erhalten, hat in allen europäischen Ländern eine lange Tradition und kann letztlich bis in die Antike zurückverfolgt werden. Stöckel spricht in diesem Sinne von Prävention als anthropologischer Konstante (Stöckel 2004, S. 21). Je nach Gefährdungen, Risiken und Krankheiten und je nach Stand des Wissens über Krankheit und Gesundheit haben sich die Ansatzpunkte und die Maßnahmen zur Erhaltung der Gesundheit einer Bevölkerung im Laufe der Zeit verändert. Da die Menschen seit jeher auch die Grenzen ihrer Länder überschritten und dabei nicht nur Waren, sondern auch Krankheitserreger austauschten, waren Maßnahmen zur Erhaltung der Bevölkerungsgesundheit selten nur auf das eigene Land begrenzt, sondern erforderten in vieler Hinsicht internationalen Austausch und Zusammenarbeit.

In der Europäischen Union hat die Sicherung der Gesundheit einen zentralen Stellenwert erhalten. Mit dem Vertrag von Maastrich (1992) und insbesondere dem Vertrag von Amsterdam (1999) wurde eine Gemeinschaftskompetenz der Europäischen Union für Gesundheitssicherung festgeschrieben (Art. 152). Das Gesundheitsprogramm der EU ist eine Fördermaßnahme und arbeitet mit Aktionsprogrammen, die den Schutz und die Verbesserung der menschlichen Gesundheit zum Ziel haben, unter Ausschluss jeglicher Harmonisierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten. Auch für diesen Arbeitsbereich der EU wird der Begriff "Public Health" verwendet und von den Behörden mit "Öffentliche Gesundheit" ins Deutsche übersetzt. Das neueste Programm der Gemeinschaft orientiert sich an drei allgemeinen Zielen: Gesundheitsinformation, rasche Reaktion auf Gesundheitsgefahren und Gesundheitsförderung durch Berücksichtigung der Gesundheitsfaktoren. "Tätigkeiten in Netzen, koordinierte Reaktionen, Erfahrungsaustausch, Ausbildung und Verbreitung von Informationen und Erkenntnissen werden miteinander verknüpft und verstärken sich somit gegenseitig. Ziel ist ein integriertes Konzept für den Schutz und die Verbesserung der Gesundheit" (Europäische Kommission DG Gesundheit und Verbraucherschutz, Öffentliche Gesundheit, 27.11.2006, Programme der EU zur Gesundheitsförderung orientieren sich an den Deklarationen der WHO Europa, die heute alle auf ein um das Soziale erweitertes Verständnis von Gesundheit gerichtet sind. So wird auch der Aufgabenbereich von Public Health aus seinem traditionellen Verständnis - Verordnungen und Gesetze zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung - herausgelöst und angehoben auf eine strategische Ebene, in der Prävention und Gesundheitsförderung als multidisziplinäre Aufgaben bedeutend sind. Die EU verdeutlicht mit ihrer Definition von Public Health dieses Anliegen:
"Public health deals with the structures, processes and competencies required to monitor, protect and promote the health of defined populations. Whereas public health used to rely heavily on legislation and concentrated on programmes for disease control the new HFA-based public health is more strategic. It draws on the contribution of many sectors, disciplines and actors; it operates in policy-making spheres as well as at technical levels; it encourages community participation and it places strong emphasis on the social, economic and environmental determinants of health" (EUR/RC 48/ 13, 18 May 1998).

Public Health wird von der EU demnach als eine Querschnittsaufgabe betrachtet sowohl zwischen den Ländern als auch zwischen den Politikbereichen und den beteiligten Disziplinen. Neben gesetzliche Verordnungen zum Gesundheitsschutz treten auf unterschiedlichen Ebenen Aktivitäten für den Erhalt und den Ausbau der Gesundheit aller Bevölkerungsgruppen. Dazu hat sich die Europäische Kommission auf ein strategisc

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