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Quartiersnahe Unterstützung pflegender Angehöriger (QuartupA) Herausforderungen und Chancen für Kommunen und Pflege-Unternehmen. Strategische Überlegungen und praktische Netzwerkarbeit von Zegelin, Angelika (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.01.2017
  • Verlag: Schlütersche
eBook (ePUB)
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Quartiersnahe Unterstützung pflegender Angehöriger (QuartupA)

Ende April 2016 wurde der Referentenentwurf für das Pflegestärkungsgesetz III vorgestellt. Die Vernetzung von Kommunen und Pflegeanbietern ist der Kern. Doch wie funktioniert das überhaupt?Welche finanziellen Mittel müssen dafür eingeplant werden? Was müssen Pflegeanbieter und Kommunen jetzt wissen, um sich bereits heute zu vernetzen und z.B. auch das PSG III ziel- und kostenorientiert umzusetzen? Dieses Buch zeigt anhand eines Praxisprojektes in NRW (Quartiersnahe Unterstützung pflegender Angehöriger - QuartupA), was zu tun ist, was es kostet und welche Strukturen geschaffen werden müssen. Auf den Punkt gebracht: Das erste Buch zum aktuellen Thema 'Quartiersentwicklung in der Pflege'. Mit detaillierten Modellrechnungen & allen Arbeitsschritten. Verständlich geschrieben, praxisnah & handlungsorientiert. Prof. Dr. Sabine Bohnet-Joschko ist Inhaberin der Walcker-Stiftungsprofessur für Management und Innovation im Gesundheitswesen an der Universität Witten-Herdecke. Tanja Segmüller ist Pflegewissenschaftlerin und arbeitet am Department of Community Health an der Hochschule für Gesundheit in Bochum. Prof. Dr. Angelika Zegelin ist examinierte Gesundheits- und Krankenpflegekraft. Sie arbeitete bis Emeritierung als Pflegewissenschaftlerin an der Universität Witten-Herdecke.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 30.01.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783842688780
    Verlag: Schlütersche
    Serie: Pflege
    Größe: 2665 kBytes
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Quartiersnahe Unterstützung pflegender Angehöriger (QuartupA)

EINLEITUNG

Deutschland gehört zu den Gesellschaften "langen Lebens" und diese gute Entwicklung ist vielen Errungenschaften der letzten 50 Jahre zu verdanken. Es ist heute kein Problem mehr, mit chronischen Krankheiten Jahrzehnte weiter zu leben, auch wenn es Einschränkungen im Alltag gibt. In der letzten Lebensdekade führen diese Einschränkungen häufig zur Pflegebedürftigkeit, also einem Unterstützungsbedarf in alltäglichen Aspekten. Dabei zieht eine Einschränkung oft andere Schwierigkeiten nach sich.

Pflegebedürftigkeit nimmt zu, über 2,8 Millionen (September 2016), die in die in die gesetzliche Pflegeversicherung eingestuft sind (Statistisches Bundesamt, 2015; weitere Daten siehe Teil 2). Bekannt ist nur etwas über Leistungsempfänger der Pflegeversicherung, vermutlich gibt es darüber hinaus vielmehr häusliche Pflegesituationen. Es ist selbstverständlich, dass Menschen trotzdem so lange wie möglich in ihrer eigenen Umgebung bleiben möchten. Vielfach benötigen sie dabei die Hilfe ihrer Angehörigen, egal ob die Familie direkt im Umfeld oder entfernt wohnt.

Über Zweidrittel der Pflegebedürftigen werden zuhause versorgt und nicht in einem Heim, dies entspricht auch dem Motto von Politik und Kostenträgern "ambulant vor stationär".

Allerdings kommt auf die pflegenden Angehörigen eine Menge an Aufgaben zu, nicht selten wächst sich eine langdauernde häusliche Pflege zu einer Belastung aus, zahlreiche Studien bestätigen dies.

Zwar agieren eine Menge Dienstleister im Feld, z. B. ambulante Pflegedienste - alle arbeiten allerdings in festgelegten Handlungskorridoren und können eine "Rund-um-die Uhr"-Pflege nicht bieten. Zudem haben sich Pflegeleistungen zu einem unübersichtlichen und konkurrenten Markt entwickelt. Die Versicherungen haben zwar stückchenweise nachgebessert, trotzdem ist es nicht leicht, ein gutes häusliches Pflegearrangement aufzustellen ohne allzu großen finanziellen Aufwand.

So sieht sich unsere Gesellschaft seit einigen Jahren vor die (neue) Herausforderung gestellt, auch im Alter eine gute und menschenwürdige Pflege sicherzustellen - in diesem Fall durch deutliche Unterstützung der pflegenden Angehörigen und auch wenn es nur um die Herauszögerung eines Heimeinzugs geht. Familienstrukturen haben sich geändert, Frauen sind überwiegend berufstätig - die Angehörigen müssen Erwerbsarbeit und Pflege vereinbaren. Oft wohnen Familien weit verstreut, der Arbeitsplatz diktiert den Wohnort. Inzwischen ist es auch normal geworden, dass Angehörige nach dem Renteneintritt ihre hochaltrigen Verwandten pflegen.

Es fehlen Informationen

Über alleinlebende Pflegebedürftige ist kaum etwas bekannt, in dieser prekären Situation sind Menschen ganz auf professionelle Dienstleiter angewiesen. Wir brauchen mehr Pflegefreundlichkeit in unserer Gesellschaft. Von den Betroffenen wird sie kaum eingefordert, weil sie keine Zeit haben und unabkömmlich sind. Zudem wird familiale Pflege als persönliches Schicksal, oft auch schambesetzt, erlebt. Es gilt, die Lage irgendwie zu bewältigen.

Dabei ist die Unterstützung pflegebedürftiger Menschen ein Teil der Gesundheitsfürsorge. Besonders dieser Teil kann nur gemeinsam durch Familien, Dienstleister, Nachbarschaft und Ehrenamt, Versicherer, aber auch durch die öffentliche Hand bewältigt werden. Den Kommunen kommt hier eine Koordinations- und Steuerungsfunktion zu.
Zum Projekt "Quartiersnahe Unterstützung pflegender Angehöriger"

Im Jahr 2011 startete die nordrhein-westfälische Landesregierung aus Mitteln des NRW-EU Ziel 2-Programms und als EFRE-Förderung den Projektaufruf "Altersgerechte Versorgungsmodelle, Produkte und Dienstleistungen". Bei der Ausschreibung ging es um die Entwicklung innovativer Projekte, die aus der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Organisationen des Gesundheitswesens entstehen sollten. Die Projekte wurden schon in der Anf

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