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Spielerisches Lernen von Bewegung und Beziehung Rehabilitation nach hoher Querschnittlähmung von Bauder-Mißbach, Heidi (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.12.2010
  • Verlag: Schlütersche
eBook (PDF)
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Spielerisches Lernen von Bewegung und Beziehung

Behinderung macht Angst. Während der alltäglichen Pflege gibt es aber viele Ansätze, um sich spielerisch gemeinsam zu bewegen. Welche Lernprozesse dabei ablaufen und was die Kinästhetik dabei leistet, beschreibt dieses Buch. Es informiert über die Basisarbeit und zeigt den Prozess einer Programmentwicklung am Beispiel der Tetraplegie. Aus den Erfahrungen dieses Lernprozesses ist das Viv-Arte Programm für kinästhetische Mobilisation entstanden, das sich in alle Fachbereiche der Pflege integrieren lässt. Bewegungslehrer und Behinderte lernen in diesem Projekt auf der gleichen Ebene und beschreiben ihre Erfahrungen, Gefühle und Emotionen. Die direkten Erfahrungsberichte der Tetraplegiker und der Kinästhetik-Bewegungslehrer geben dem Leser einen Einblick in die Art und Weise der gemeinsamen Auseinandersetzung zum Thema: Bewegung Beziehung Funktion.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 281
    Erscheinungsdatum: 07.12.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783842680685
    Verlag: Schlütersche
    Serie: Pflege
    Größe: 4831 kBytes
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Spielerisches Lernen von Bewegung und Beziehung

2.7 Theoretische Grundlagen: Gestaltung der Umgebung (S. 73-74)

Die übliche Definition von "Umgebung" beinhaltet gewöhnlich nur eine Beschreibung der künstlichen Umgebung. Die Verhaltenskybernetik bietet eine erweiterte Definition der Umgebung: Neben den künstlichen Objekten und der uns umgebenden Materie werden auch lebendige Systeme wie Menschen und Tiere als Umgebung definiert.

Die Umgebung von jungen und alten Menschen ist nicht immer entsprechend ihrer Bedürfnisse und Bewegungsfähigkeiten gestaltet. Die Wohnungseinrichtungen, Raumgestaltungen, Möbel, Gebrauchsgegenstände und Werkzeuge orientieren sich meist am Durchschnittserwachsenen.

Für Tetraplegiker ist es schwierig, sich innerhalb einer Umgebung zu verhalten, die auf die Bedürfnisse eines durchschnittlichen und gesunden Erwachsenen zugeschnitten ist. Dies erhöht das Verletzungsrisiko von Assistenten und Tetraplegikern und erschwert das Erledigen von alltäglichen Aktivitäten.

Assistenten und Tetraplegiker brauchen Fähigkeiten, wenn nötig mit möglichst einfachen Mitteln, die Umgebung so zu verändern, dass die Bewegungsausführung vereinfacht wird.

Ebenso wichtig ist aber auch das Training von Beweglichkeit, Elastizität und Gleichgewicht, um die Anpassungsfähigkeit der Körper von Tetraplegiker und Assistent zu fördern. Diese wird vor allem benötigt, wenn die behindertengerechte Wohnung und die gewohnte Umgebung verlassen werden.

Für die Flexibilität im Leben hat die Beweglichkeit des Körpers der Assistenten als bewegungsunterstützende Umgebung für den Tetraplegiker eine besonders große Bedeutung.

Die Abbildungen 58 bis 66 zeigen, dass Rainer allein in das eigene Auto übersetzen kann und zum Aussteigen nur wenig Hilfe braucht. Diese Hilfestellungen sind auch für Laien sehr schnell lernbar.

Anders ist die Situation beim Einstieg in ein viel höheres Auto. Am einfachsten ist die Bewegung über den Stand. Um die Belastung dabei auf ein Minimum zu reduzieren, ist Folgendes wichtig: das Abstützen des Assistenten am Rollstuhl, das Anlehnen des Tetraplegikers an den Türrahmen und das Halten des Tetraplegikers am Fensterrahmen.

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