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Strategische Krankenhausführung Vom Lean Management zum Balanced Hospital Management von Braun von Reinersdorff, Andrea (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.01.2009
  • Verlag: Hogrefe Verlag Bern (ehemals Hans Huber)
eBook (PDF)
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Strategische Krankenhausführung

Ein ausgewogenes und effektives Führungsmodell zur Steigerung der operativen und strategischen Exzellenz des Krankenhauses Krankenhäuser geraten unter zunehmenden Kosten- und Leistungsdruck. Sie stehen vor der Herausforderung, den Strukturbrüchen im Gesundheitswesen mit innovativen Managementkonzepten zu begegnen: jenseits der üblichen "Kochrezepte" der Beratungsunternehmen und Strategiegurus, jenseits aber auch der bloßen Kostensenkung. Während momentan die meisten Krankenhäuser den Kostendruck durch einen konsequenten Sparkurs abzumildern versuchen, mangelt es ihnen an einer konsistenten strategischen Positionierung und damit korrespondierenden Managementmodellen. Das vorliegende Buch plädiert für eine Synthese aus strategischer und operativer Exzellenz. Das hier entwickelte Konzept zum Balanced Hospital Management - der Anwendung des Balanced-Score-Card-Ansatzes unter den besonderen Bedingungen des Krankenhauses - eröffnet den Weg für eine erfolgreiche multifokale Krankenhausführung.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 417
    Erscheinungsdatum: 01.01.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783456944692
    Verlag: Hogrefe Verlag Bern (ehemals Hans Huber)
    Größe: 4922 kBytes
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Strategische Krankenhausführung

Die allenthalben diagnostizierte Zunahme der Wettbewerbsintensität im Gesundheitswesen wird bisweilen unter Bezugnahme auf das von D' A veni diskutierte Modell zum Hyperwettbewerb erklärt. Dieser hat in vielen Industrien seine Ursache in Deregulierungsund Liberalisierungstendenzen, die verstärkt auch den Gesundheitssektor erfassen werden. Zwar ist für die nähere Zukunft nicht zu erwarten, daß der gesamte Gesundheitssektor nach neuseeländischem Vorbild abrupt dereguliert wird, doch geht diese wirtschaftspolitische Entscheidung in Europa etappenund segmentweise vonstatten. Während die etablierten Gesundheitsinstitutionen in einem "Mehr" an marktwirtschaftlicher Freiheit eine Bedrohung für die akkumulierten Erfolgspotentiale in Form zunehmend obsoleter Prozesse, Strukturen und Kompetenzen sehen, erkennen aggressive Neueinsteiger und Pionierunternehmen (z.B. private Krankenhausketten, Facility-Services) in derartigen Entwicklungen eine Chance, um von der Neuordnung der industriellen Landkarte zu profitieren. Wie schon in anderen Branchen (z.B. Energie, Transport, Telekommunikation) beobachtet werden konnte, werden die etablierten Anbieter mit allen legalen und auch bisweilen illegalen Mitteln versuchen, ihre angestammten Erbhöfe und Ressourcenbastionen zu verteidigen, um den letztlich unaufhaltsamen Prozeß der Marktderegulierung zu verschleppen.

Allerdings läßt sich dieses "Spiel auf Zeit" in der Regel nur als temporäre Verzögerungstaktik praktizieren, die niemals alleinige Strategie sein kann. Destruktion und Behinderung von Neueinsteigern können somit nur als strategische Provisorien dienen, die nicht von der Pflicht entbinden, nach kreativen Lösungen der Marktanpassung und Marktgestaltung zu suchen. Die Suche nach intelligenten Wettbewerbsvorteilen in einem dynamischen Szenario der industriellen Neuordnung als Folge einer Substitution ordnungspolitischer durch marktwirtschaftliche Gestaltungsprinzipien bildet oftmals die Basis für massive Qualitäts-, Kostenund Zeitvorteile. Ergänzt werden muß dieses Denken im "magischen Dreieck" um den Erfolgsfaktor "Innovation", weil Deregulierungsmaßnahmen zumeist mit Innovationsschüben einhergehen.

Gegenstandsbereich des Buches wird es sein, die sich auf diese Weise ergebenden Opportunitäten und Risiken für etablierte Anbieter und Neueinsteiger zu betrachten. Erfolg werden in diesem Szenario solche Gesundheitsinstitutionen haben, die gleichermaßen über geeignete Angriffsund Verteidigungskonzepte verfügen. Der Hauptunterschied zwischen etablierten Anbietern und Branchenneulingen besteht darin, daß erstere aufgrund evidenter Trägheitsmomente nur schrittweise von Abwehrauf Offensivstrategien umschalten können, während letztere frei von historischen Erblasten sofort Offensivstrategien praktizieren. Zeitversetzt müssen allerdings auch diese imstande sein, effektive Abwehrstrategien zu realisieren, wenn sich die etablierten Anbieter mit dem neuen Status quo arrangiert haben und reziproke Gegenmaßnahmen einleiten.

In jedem Fall aber provozieren Deregulierungsaktivitäten Branchenstrukturbrüche, die zumeist in massiven Wettbewerbsverschärfungen münden. Diese wiederum führen zu ausgeprägten Konzentrationstendenzen, weil der verstärkte Preisund Kostendruck zu Skalenund Synergieeffekten entlang der gesamten Krankenhauswertschöpfung zwingt. In diesem Kontext der strukturellen Branchenkonsolidierung darf eine rapide Zunahme der M&A-Aktivitäten erwartet werden, wenn "Branchenkonsolidierer" ineffektiv bewirtschaftete Kapazitäten zusammenführen und wertsteigernd nach modernen Managementprinzipien reorganisieren. Im Zeitalter "postmoderner" Wissensgesellschaften avanciert die Generierung, Speicherung, Manipulation und Reproduktion erfolgskritischer Informationen zu der entscheidenden Quelle komparativer Konkurrenzvorteile. Krankenhäuser im speziellen und Gesundheitsinstitutionen im allgemeinen sind zunehmend Teil der Entwicklung zu einer dienstleistungsor

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