text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Tagespflege für ältere Menschen Ein Praxisbuch von Büker, Christa (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.07.2014
  • Verlag: Kohlhammer Verlag
eBook (PDF)
26,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Tagespflege für ältere Menschen

Einrichtungen der Tagespflege leisten einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Eigenständigkeit älterer Menschen sowie zur Entlastung privater Pflegepersonen. Angesichts der wachsenden Anzahl an pflegebedürftigen Menschen wird diesem Versorgungsangebot in Zukunft verstärkt Bedeutung zukommen. Das Praxisbuch zeigt ein umfassendes Bild der Tagespflege. Im Mittelpunkt stehen die vielfältigen Möglichkeiten der Beschäftigung, Aktivierung und Alltagsgestaltung. Thematisiert werden ferner die Entstehung und Entwicklung der Tagespflege in Deutschland, ihre gesetzlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen sowie Erkenntnisse zu den Wirkungen der Tagespflege.

Prof. Dr. Christa Büker ist Pflege- und Gesundheitswissenschaftlerin und Professorin an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München im Bachelorstudiengang Pflege dual. Maria Niggemeier ist Pflege- und Gesundheitswissenschaftlerin und Leiterin des Referats Pflege beim Bezirksverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Ostwestfalen-Lippe.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 120
    Erscheinungsdatum: 17.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170267749
    Verlag: Kohlhammer Verlag
    Größe: 7656 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Tagespflege für ältere Menschen

1 Entstehung und Entwicklung der Tagespflege

Seit nunmehr vierzig Jahren gibt es das Angebot der Tagespflege in Deutschland. Nachfolgend wird der Entwicklung von den Anfängen bis in die heutige Zeit nachgegangen. Dabei wird aufgezeigt, in welchem Ausmaß die Tagespflege von den pflegebedürftigen Menschen genutzt wird und warum die teilstationäre Versorgung immer noch eine eher marginale Rolle im System der Altenhilfe spielt. Ideen und Anregungen zur Weiterentwicklung lassen sich möglicherweise mit einem Blick in andere Länder gewinnen, die bereits über eine längere Tradition der Tagespflege verfügen. Am Beispiel der USA soll in einem Exkurs ein solcher "Blick über den Tellerrand" vorgenommen werden.
1.1 Gründung der ersten Einrichtungen

"Hufeland-Haus"

Die erste Tagespflege in Deutschland wurde im Jahr 1973 in Frankfurt-Seckbach im "Hufeland-Haus", einer Vorzeigeeinrichtung im Bereich der Altenhilfe, eröffnet. Auch heute noch gehört die dortige Tagespflege zum Angebot der in Trägerschaft des Evangelischen Vereins der Inneren Mission in Frankfurt/Main betriebenen Einrichtung (Hufeland-Haus 2013). Angeregt wurde die Gründung der Tagespflege durch Vorbilder aus England, Skandinavien, der Schweiz, den Niederlanden sowie den USA. Die Verbreitung der Idee wurde maßgeblich forciert durch das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA), welches sich seit jeher für die Entwicklung neuer Versorgungskonzepte einsetzt (vgl. KDA 2010; Großjohann 1989). Neben der fachlichen Beratung von interessierten Trägerorganisationen leistete das KDA zeitweise auch finanzielle Starthilfe, um weitere Einrichtungen auf den Weg zu bringen.

Entwicklung bis heute

Von Beginn an zeigte sich, dass ein wirtschaftlicher Betrieb von Tagespflegeeinrichtungen mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden ist. Einige Zentren mussten aufgrund mangelnder Auslastung und fehlender Kostendeckung den Betrieb wieder einstellen. Dennoch wuchs die Zahl der Zentren langsam aber stetig an. 1989 gab es ca. 60 Einrichtungen, im Jahr 2001 waren es schon mehr als 1.000 und heute bieten schätzungsweise 2.000 Tagespflegeeinrichtungen in Deutschland mit insgesamt ca. 33.000 Plätzen ihre Dienste an (vgl. Statistisches Bundesamt 2013; KDA 2010). 1 Diese auf den ersten Blick hoch erscheinende Anzahl an Einrichtungen nimmt sich angesichts von 12.300 ambulante Pflegediensten und 12.400 Pflegeheimen (vgl. Statistisches Bundesamt 2013) dennoch eher bescheiden aus. Ein Problem stellt zudem die ungleichmäßige geografische Verteilung in Deutschland dar. So sind auch heute noch ländliche Regionen im Vergleich zu Ballungsgebieten eher unterversorgt.

Die "typische" Tagespflege verfügt über zwölf bis vierzehn Plätze. Häufig besteht eine Anbindung an eine stationäre Einrichtung. Andere sind verknüpft mit einem ambulanten Dienst oder fungieren als eigenständige Einrichtung (Solitäreinrichtung). Immer häufiger finden sich Tagespflegen innerhalb größerer Institutionen als Baustein einer Versorgungskette, bestehend aus verschiedenen ambulanten, teilstationären und stationären Angeboten.
1.2 Nutzung der Tagespflege

Tagespflegeeinrichtungen werden von älteren Menschen in Anspruch genommen, die in der Regel als pflegebedürftig im Sinne des Gesetzes anerkannt sind. Sie werden üblicherweise als "Gäste" bezeichnet (während im Unterschied dazu Krankenhäuser und ambulante Pflegedienste vom "Patienten" und vollstationäre Einrichtungen vom "Bewohner" sprechen). Mit dem Terminus des "Gastes" wird zum einen der Besuchscharakter der Tagespflege deutlich. Zum anderen spiegelt sich in ihm die Haltung der Einrichtung, den Besucher freundlich aufzunehmen und professionell zu versorgen.

"Profil" der Nutzerinnen und Nutzer

Die Mehrzahl der Tagespflegegäste

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen