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Visuelle Kommunikation für Menschen mit Demenz Grundlagen zur visuellen Gestaltung des Umfeldes für Senioren mit (Alzheimer-) Demenz. Mit Testfolien von Breuer, Petra (eBook)

  • Verlag: Verlag Hans Huber
eBook (PDF)
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Visuelle Kommunikation für Menschen mit Demenz

Mehr als eine Million Menschen in Deutschland leiden unter einer Form von Demenz. Laut Bundesministerium für Bildung und Forschung liegt die Zahl der Neuerkrankungen bei 120 000 pro Jahr und nimmt jedes Jahr um weitere 20 000 Menschen zu. Diese Zahlen verdeutlichen, dass sich durch den demografischen Wandel eine Randgruppe der Gesellschaft vervielfachen wird, die intensiver Betreuung bedarf. Das bedeutet nicht nur die Bereitstellung personeller Ressourcen, sondern auch materieller Bedingungen für eine Umgebung, die den Betroffenen einen würdigen Lebensabend ermöglicht. Wir müssen für diese immer größer werdende Zahl der demenzkranken Menschen neue Kommunikationswege finden, um solange wie möglich ihre Selbstständigkeit im Alltag zu erhalten und Hilfen für die Orientierung in Zeit und Raum anzubieten. In diesem Buch werden Grundkenntnisse über die Veränderungen des Auges im Alter, über die Funktionsweise des Gehirns und über die neuere Gedächtnisforschung vermittelt, soweit sie für das Verständnis einer beeinträchtigten visuellen Wahrnehmung wichtig sind. Neben Exkursen in die Semiotik und die Bildwissenschaft werden gestalterische Lösungsansätze im Umgang mit Farbe, Schrift, Bild und Grafik angeboten. Ob Heimleitungen oder Bauträger, professionell Pflegende oder Angehörige - dieses Buch richtet sich an alle, die das Umfeld von Senioren und Demenzkranken gestalten oder nach alternativen Kommunikationswegen suchen.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 113
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783456947686
    Verlag: Verlag Hans Huber
    Größe: 91590 kBytes
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Visuelle Kommunikation für Menschen mit Demenz

BILDER (S. 31-32)

BILDER werden einer textlichen Information hinzugefügt oder stehen mit ihrer Aussage für BILDER sich selbst. Um verschiedene Zielgruppen anzusprechen, werden oft besondere Bildsprachen verwendet. Im Werbe-Alltag ist das eine Selbstverständlichkeit. Doch Menschen mit der Alzheimer- Krankheit sind zunehmend beeinträchtigt, wenn es darum geht, Bilder zu "lesen": Die Zeichen in einem Bild können oft gar nicht mehr interpretiert werden, bildliche Aufforderungen, Hinweise oder Warnungen werden nicht mehr verstanden.

Ein Gestalter muss sich auf die Bildebene der Zielgruppe einlassen. Deshalb werden in diesem Kapitel die Symptome der Alzheimer-Demenz erklärt. Kenntnisse über die Informationsverarbeitung und die Funktionsweise der Gedächtnissysteme sind aber genauso wichtig. Wenn man das verstanden hat, dann kann es gelingen, bildliche Informationen zu optimieren und damit gleichzeitig visuelle Anregungen zu schaffen.

BARRIERE

Gedächtnisverlust bei der Alzheimer-Krankheit (Stadium I)

Die Alzheimer-Krankheit gehört in die Gruppe der Demenzen und tritt meist mit zunehmendem Alter auf. Unter einer Demenz versteht man "ein Syndrom aus einer erworbenen Störung von Gedächtnisfunktionen sowie weiteren kognitiven Einbußen und Verhaltensdefiziten. [...] Dabei müssen die kognitiven9 Beeinträchtigungen so stark ausgeprägt sein, daß sie sich in einer reduzierten Alltagskompetenz niederschlagen." (Lautenbacher und Gauggel, 2004, S. 303).

Die Alzheimer- Demenz ist nicht heilbar. Die Ursache der Alzheimer-Demenz ist zur Zeit immer noch nicht bekannt. Deshalb ist auch eine Therapie, die die Ursache beseitigt, zur Zeit noch nicht möglich. Der Verlauf der Erkrankung ist schleichend und kontinuierlich. Da anfangs Symptome kaum bemerkt werden, lässt sich der Krankheitsbeginn nicht genau ermitteln. Im Anfangsstadium sind die Betroffenen noch in der Lage, ihre Defizite geschickt zu überspielen.

Doch allmählich können die Symptome nicht mehr kompensiert werden, und die Ausfälle werden auch vom sozialen Umfeld registriert. 9 "Kognition ist eine ungenaue Sammelbezeichnung für alle Vorgänge und Inhalte, die mit dem Gewahrwerden und Erkennen zusammenhängen. Kognition ist Ausdruck für jeden Prozess, durch den ein Lebewesen Kenntnis von einem Objekt erhält oder sich seiner Umwelt bewusst wird. Zur Kognition zählen: Wahrnehmung, Erkennen, Vorstellung, Urteilen, Gedächtnis, Lernen, Erinnerung, Denken, aber auch Vermutung, Erwartung, Plan und Problemlösen." (Institut für Deutsche Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser).

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