text.skipToContent text.skipToNavigation

Duale Reihe Anamnese und Klinische Untersuchung von Füeßl, Hermann S. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.08.2016
  • Verlag: Georg Thieme Verlag KG
eBook (ePUB)
49,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Duale Reihe Anamnese und Klinische Untersuchung

Da wird dir Hören und Sehen geboten! - Ausführliche Videos zur körperlichen Untersuchung. - Herztöne und Herz-und Lungengeräusche zum Anhören, Lernen, Einprägen. Die perfekte Basis für die ärztliche Tätigkeit Kommunikation ist (fast) alles! Hier findest du alles, was du für eine perfekte Anamnese und professionelle Gesprächsführung wissen musst: - Detaillierte Anleitungen für das ärztliche Gespräch inklusive wertvoller Tipps zur organspezifischen Anamnese. - Einprägsame und übersichtliche Boxen mit wichtigen Fragen, die Du unbedingt stellen solltest. Die klinische Untersuchung ist dein 'Handwerk'! - Die Duale Reihe bietet dir alle wichtigen Details und viele wertvolle Tipps für die klinische Untersuchung deiner Patienten. - Exzellentes Fotomaterial und hochwertige Zeichnungen demonstrieren Untersuchungstechniken Schritt für Schritt. - Übungsaufgaben helfen dir dabei, dass du dir die wichtigen Dinge besser einprägen kannst. - Ausführlicher Blickdiagnosenteil zum klinischen Selbsttest.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 536
    Erscheinungsdatum: 17.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783131755155
    Verlag: Georg Thieme Verlag KG
    Größe: 37897kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Duale Reihe Anamnese und Klinische Untersuchung

1 Allgemeine Aspekte

Hermann S. Füeßl
1.1 Begegnung zwischen Arzt und Patient

Die Begegnung zwischen Patient und Arzt in der Sprechstunde stellt einen höchst ungewöhnlichen Vorgang dar: Zwei Unbekannte mit meist sehr unterschiedlichen Voraussetzungen treffen sich ohne Zeugen zu einem vertraulichen Gespräch.

In die Präsentation der Symptome vonseiten des Patienten und die Perzeption des Gesagten vonseiten des Arztes fließen beider Erlebnisse, Gefühle, Herkunft, Bildungsstand, Gemütslage und Weltanschauungen mit ein.

Die Begegnung zwischen Patient und Arzt in der Sprechstunde stellt eigentlich einen höchst ungewöhnlichen Vorgang dar: Zwei Unbekannte mit meist sehr unterschiedlichen Voraussetzungen treffen sich ohne Zeugen zu einem vertraulichen Gespräch. Der eine lädt seine Last ab und gewährt dabei innerhalb von Sekunden dem anderen Einblicke in sein Innerstes, das er einem anderen Menschen, selbst seinem engsten Angehörigen, vielleicht nie preisgeben würde. Der andere ist professionell daran gewöhnt, Klagen zu hören, und versucht, alle seine natürlichen und erlernten Fähigkeiten zu nutzen, um dem Patienten zu helfen. In die Präsentation der Symptome vonseiten des Patienten und die Perzeption des Gesagten vonseiten des Arztes fließen beider Erlebnisse, Gefühle, Herkunft, Bildungsstand, Gemütslage und Weltanschauungen mit ein. Auch insofern ist die Begegnung einmalig und nicht wiederholbar. Dies ist übrigens einer der Gründe für die schlechte Reproduzierbarkeit von Anamnesen. Insofern ist eine gute Anamneseerhebung zwar prinzipiell erlernbar, jedoch auch ein Teil der sog. "ärztlichen Kunst". Das Ergebnis ist daher ein Unikat wie jedes Kunstwerk.

Im Idealfall bildet das Verhältnis Arzt-Patient eine "Insel der Seligen" in der heute mehr denn je ausgeprägten Tendenz zu Misstrauen und Sich-Verstellen.

Im Idealfall bildet das Verhältnis zwischen Arzt und Patient eine "Insel der Seligen" in der heute mehr denn je ausgeprägten Tendenz zu Misstrauen und Sich-Verstellen. Gerade deshalb trägt der Arzt ein hohes Maß an Verantwortung, den ihm entgegengebrachten Vertrauensvorschuss und die Informationen nach bestem Wissen und in integrer Weise zum Wohl des Patienten zu nutzen.

Sei es subjektiv durch vorhandene Ängste , sei es objektiv durch eine bedrohliche Krankheit - der Patient befindet sich gegenüber dem Arzt immer in einer unterlegenen Position.

Sei es subjektiv durch vorhandene Ängste , sei es objektiv durch eine tatsächlich oder vermeintlich bedrohliche Krankheit - der Patient befindet sich gegenüber dem Arzt immer in einer unterlegenen Position. Der professionelle Umgang mit dem Patienten und die institutionalisierte Beziehung zwischen Helfer und Hilfsbedürftigem bergen für den Arzt immanent die Gefahr, sich überlegen zu fühlen. Dieses Gefühl der Überlegenheit kann seinen Ausdruck in einem autoritären oder arroganten Verhalten des Arztes finden, das sich negativ auf die Arzt-Patienten-Begegnung auswirken wird.

Merke

Der den Patienten umfassend betreuende Arzt - in einer Zeit zunehmender Spezialisierung nötiger denn je - darf sich nicht nur als kompetenter Fachmann verstehen, sondern muss auch dem Patienten ein Gefühl von Empathie und Verbundenheit vermitteln . Nur so wird aus einer Arzt-Patienten-Begegnung eine vielleicht dauerhafte Arzt-Patienten-Beziehung ( Abb. 1.1 ).

Arzt-Patient-Beziehung: Hausbesuch

Abb. 1.1 Hausbesuch heute.

(Fotolia / Fotograf Erwin Wodicka - BilderBox.com)
1.2 Ziele der Begegnung zwischen Arzt und Patient

Angestrebtes Ziel der Begegnung zwischen Arzt und Patient ist die Befreiung des Patienten von seinen Beschwerden, zumindest aber deren

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen

    HOFER life eBooks: Die perfekte App zum Lesen von eBooks.

    Hier findest Du alle Deine eBooks und viele praktische Lesefunktionen.