text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Koordinationstherapie Propriozeptives Training von Häfelinger, Ulla (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.04.2013
  • Verlag: Meyer & Meyer
eBook (ePUB)
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Koordinationstherapie

In den letzten Jahren hat sich die Aufmerksamkeit in der Therapie und im sportlichen Bereich auf die Entwicklung der Propriozeption, einen Aspekt der Tiefensensibilität, gerichtet. Ziel und Zweck des propriozeptiven Trainings ist die Verbesserung der Koordination. Man kann die Koordination auch als einen zentralen Faktor der motorischen Leistungsfähigkeit betrachten. Erst ihre Wirkung macht alle anderen motorischen Grundeigenschaften wie Kraft oder Ausdauer nutzbar. Die Propriozeption dient also der Orientierung des Körpers im Raum durch Wahrnehmung über Stellung und Bewegung unserer Gelenke. Dieses Buch soll Trainern, Therapeuten und Übungsleitern helfen, den Körper als sensibles Empfindungsorgan kennen zu lernen und durch die Umsetzung des propriozeptiven Trainings im Unterricht diese Kenntnis zu unterstützen. In dieser Auflage ergänzt wurde die Posturale Propriozeptive Therapie nach Rasev, die eine breite Anwendung sowohl in der neuroorthopädischen Rehabilitation, in der Prävention als auch im Spitzensport findet. Ulla Häfelinger ist Physiotherapeutin, Sport- und Gymnastiklehrerin und verfügt über langjährige Erfahrung in Rückenschul- und Wirbelsäulengymnastik. Sie hat u.a. Bücher zum Bereich 'Beckenbodengymnastik' veröffentlicht und ist langjährige Referentin und Ausbilderin beim DTB im Gesundheitssport. Violetta Schuba ist diplomierte Sportwissenschaftlerin in den Bereichen Rehabilitation und Prävention. Als Sporttherapeutin ist sie im Bereich der Medizinischen Trainingstherapie tätig. Ihre Spezialgebiete sind Rückenschule, Osteoporose sowie Fitnesssport. Ihre Praxiserfahrung schöpft sie aus ihrer Arbeit als Referentin und Ausbilderin beim DTB und HTV.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 204
    Erscheinungsdatum: 24.04.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783840325120
    Verlag: Meyer & Meyer
    Größe: 3901 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Koordinationstherapie

KAPITEL 2

Vorwort I & II

Einleitung

TEIL I - THEORIE

1 Koordination

2 Propriozeption

3 Das Nervensystem - zwischen Körper & Gehirn

4 Muskulatur

5 Sensomotorisches Training

6 Einsatzbereiche des propriozeptiven Trainings

Kapitel 2

PROPRIOZEPTION

2.1 Rezeptoren des menschlichen Körpers

D ie Vielzahl der Umwelteinflüsse, die unseren Organismus treffen, beeinflusst unsere Sinnesorgane. Sie werden als Sinnesreize bezeichnet.

Wie funktioniert die Informationsübertragung in unserem Körper? Die Informationsquelle besteht aus den Umweltreizen, z. B. Sonnenlicht. Sender sind die Rezeptoren (Sensoren) eines Sinnesorgans, Übertragungskanal sind die Nervenfasern, Empfänger die zentralnervösen Neurone, der Verbraucher ist das Zentralnervensystem (ZNS). Die messbaren Parameter von Reizen (z. B. die Wellenlänge von Lichtreizen) sind Nachrichten.

Die Reizstärke wird codiert, sinnvoll und eindeutig ausgewertet, z. B. Temperaturrezeptoren geben ihre Meldung zum Temperaturregler im Hypothalamus. Ist die Reizübertragung schwach, antwortet der Rezeptor mit keinem oder einem Impuls. Ist die Reizintensität größer, kann es zum Dauerreiz kommen (z. B. lang anhaltender Schmerz).

Sinneseindrücke sind die Elemente der Empfindung. Wir ordnen sie in Erfahrenes und Erlerntes, aus der Empfindung wird eine Wahrnehmung. Die Wahrnehmungen sind erfahrungsgeprägt. Zum Beispiel den Satz: "Am Himmel stehen Wolken", interpretiert ein Kinderbuchillustrator als Schäfchenwolken, ein Meteorologe dagegen sieht Stratokumuliwolken. Wahrnehmungen werden auch von psychischen Faktoren beeinflusst und erscheinen uns als etwas völlig anderes als die Rezeptorpotenziale, die sie elektromagnetisch registrieren. Die einfachste Klassifizierung der Sinnesorgane unseres Organismus, in eher physiologischer Betrachtung, lässt sich in drei große Gruppen vornehmen: die Exterozeptoren, Propriozeptoren und Enterozeptoren .

Exterozeptoren sind Sinnesfühler, die der Aufnahme von Reizen aus der Außenwelt dienen und die die Körperoberfläche treffen.

Als Propriozeptoren (verschiedene Arten von empfindlichen Mechanorezeptoren, Sensoren der Motorik) bezeichnet man diejenigen Sinnesfühler, die uns Informationen über die Muskellänge, Sehnendehnung (Golgi-Sehnenorgane), Gelenkstellung und andere Parameter der Lage und Bewegung unseres Körpers liefern. Das Vestibularorgan als Gleichgewichtsorgan im Innenohr wird auch dieser Gruppe zugeordnet.

Enterozeptoren (auch Interozeptoren oder Viszerozeptoren genannt) sind Fühler, die uns Sinnesinformationen aus dem Bereich der inneren Organe vermitteln und im Körper selbst entstehen (z. B. Herzschmerz, Völlegefühl).

Rezeptoren können nach verschiedenen Gesichtspunkten unterteilt werden. Eine genaue Klassifizierung von Sinnesorganen ist aufgrund der unterschiedlichen Lokalisationen und Funktionen schwierig. Die oben dargestellte Einteilung ist die einfachste.

Es gibt aber auch eine mehr spezifische Einteilung von Rezeptoren, die sich nach der Funktion, nach der Art des Reizes richtet, auf den der jeweilige Rezeptor spezialisiert ist, z. B. Mechanorezeptoren , denen auch die Propriozeptoren angehören (z. B. Druck-, Berührungs- oder Vibrationsrezeptoren), Chemorezeptoren (z. B. Geschmacksund Geruchsrezeptoren oder Rezeptoren zur Messung von Kohlendioxid), Thermorezeptoren (z. B. Warm- und Kaltrezeptoren), Nozizeptoren (mechano- und thermosensitive Schmerzrezeptoren) und viele andere.
2.2 Propriozept

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen

    HOFER life eBooks: Die perfekte App zum Lesen von eBooks.

    Hier findest du alle deine eBooks und viele praktische Lesefunktionen.