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Funktionell-ästhetische Rhinochirurgie unter besonderer Berücksichtigung physiologischer Aspekte

  • Verlag: Georg Thieme Verlag KG
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Funktionell-ästhetische Rhinochirurgie

Die Besonderheit dieses Buches liegt in der Herangehensweise bezüglich Diagnostik und Therapie der nasalen Obstruktion. Denn hier steht der Erhalt der physiologischen Funktion im Fokus. Die Autoren beschreiben eine physiologisch orientierte Diagnostik mit rhinomanometrischen Untersuchungsmethoden und physiologisch orientierten chirurgischen Eingriffen, die direkt in die Praxis übernommen werden können. Das permanente Aufzeigen der chirurgischen Konsequenzen weist dabei deutlich auf alle Folgen für den Patienten hin. Zudem verdeutlichen zahlreiche Grafiken und Fotos die Inhalte optimal. Da Patientenaufklärung ein wichtiger Teil der Therapie ist, stehen hierfür prognostische und patientenbezogene Informationen sowie passende Verhaltensempfehlungen für den Patienten vor und nach der OP zur Verfügung. Jederzeit zugreifen: Der Inhalt des Buches steht Ihnen ohne weitere Kosten digital in der Wissensplattform eRef zur Verfügung (Zugangscode im Buch). Mit der kostenlosen eRef App haben Sie zahlreiche Inhalte auch offline immer griffbereit.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 152
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783132417649
    Verlag: Georg Thieme Verlag KG
    Größe: 13009 kBytes
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Funktionell-ästhetische Rhinochirurgie

2 Anatomie der Nase aus Sicht des Rhinochirurgen

G. Mlynski

In diesem Kapitel werden vorrangig anatomische Strukturen der Nase dargestellt, welche aus unserer Sicht für die Funktion sowie für die Ästhetik der Nase und deshalb für das rhinochirurgische Vorgehen besonders wichtig sind. Zum Studium der gesamten chirurgischen Anatomie empfehlen wir rhinochirurgische Lehrbücher (z.B. [60] , [168] ).
2.1 Haut der äußeren Nase

Die Haut der Pyramide bedeckt die unter ihr liegenden Schichten mit Fett, Bindegewebe, Muskulatur, Gefäßen und Nerven, welche in der Tiefe am Perichondrium bzw. Periost enden. Diese Schichten sind Teil der benachbarten ähnlich strukturieren Schichten des Gesichts und werden bei der Nase als SMAS (subkutanes muskuloaponeurotisches System) bezeichnet. Beim Freipräparieren des knorpelig-knöchernen Nasenrückens empfiehlt es sich, diese Schicht zu schonen.

Die Dicke der Haut der äußeren Nase ist interindividuell sehr unterschiedlich und muss bei allen Rekonstruktionen der Nasenpyramide präoperativ beurteilt werden.

Auch individuell ist die Hautdicke besonders am Dorsum nasi unterschiedlich. Im Übergang von der knorpeligen zur knöchernen Pyramide ist sie am dünnsten.

Chirurgische Konsequenz

Bei dünner Haut ist eine besonders sorgfältige Rekonstruktion der Pyramide erforderlich, da man am Dorsum nasi auch kleine Unebenheiten am knöchernen und knorpeligen Nasengerüst sieht oder fühlt.

In Richtung Radix und Apex nasi wird die Haut deutlich dicker. Dadurch wird der fast immer vorhandene "physiologische Höcker" am Übergang von knorpeliger zur knöchernen Pyramide ausgeglichen und es resultiert ein gerader Nasenrücken ( Abb. 2.1 ).

Die unterschiedliche Dicke der Haut am Dorsum der Nase gleicht einen "physiologischen knorpelig-knöchernen Höcker" aus.

Abb. 2.1
a Anatomisches Präparat.

b Schematische Darstellung.

(Quelle: Reineke U, Riemann R. Facharztprüfung Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Stuttgart: Thieme; 2007)
2.2 Pyramide

Die unter der Haut befindliche Pyramide besteht aus einem knöchernen und einem knorpeligen Teil. Der Bereich der Nasenflügel wird als Lobulus bezeichnet. Hier finden sich lateral auch Areale, welche nur aus Weichteilgewebe bestehen, in welches fast immer Sesamknorpel eingelagert sind ( Abb. 2.2 ).

Bau der Pyramide.

Abb. 2.2

(Quelle: Huizing EH, de Groot JAM. Functional Reconstructive Nasal Surgery, 2nd ed. Stuttgart: Thieme; 2015)
2.2.1 Knöcherne Pyramide

Die knöcherne Pyramide wird von den beiden Ossa nasalia und den Processus frontales ossis maxillaris gebildet ( Abb. 2.2 ). Der knöcherne Anteil der Nase ist interindividuell unterschiedlich groß.

Chirurgische Konsequenz

Die individuelle Grenze zwischen knorpeliger und knöcherner Nase (die Apertura piriformis) muss daher präoperativ bei Höcker-, Spannungs- und Schiefnasen sowie vor allen Osteotomien manuell identifiziert werden.

Die knöcherne Pyramide ist durch eine Naht mit dem Os frontale fest verbunden. Die nahe der Sutur zum Os frontale gelegenen Teile der Ossa nasalia liegen auf der Spina nasalis ossis frontalis. Diese besteht aus einem sehr harten und nach kranial dicker werdendem Knochen, welcher beim Osteotomieren Schwierigkeiten bereiten kann, wenn die Spina sehr kräftig ausgebildet ist.

Die Dicke des Processus frontalis ossis maxillaris nimmt an der Nasenbasis zu ( Abb. 2.3 ). Diese Dickenzunahme kann bei einer Verbreiterung oder Verschmälerung der knöchernen Pyramide genutzt werden, wenn man die lateralen Osteotomien tief in diesem verbreiterten B

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